Vater Otto K.- Als junger Mann ging er in den die nächste deutsche Großstadt Breslau.
Nach dem Militärdienst lernte und arbeitete er dort als Holzkaufmann. Im Ersten Weltkrieg als Infanterist an der Front in Frankreich wurde er im Sommer 1916 schwer verwundet(Ischias-Nerv Durchschuß li. Oberschenkel)und nach dem Krankenhaus-Aufenthalt als nicht mehr kriegsverwendungsfähig entlassen. 1917 ging er mit seiner Freundin, meiner Mutter, nach Danzig, wo sie am 26.4.1919 heirateten. Er hatte dort ein eigenes Holz-Exportgeschäft gegründet und in der Tucheler Heide, einem großen Waldgebiet südlich von Danzig drei kleine Sägewerke gepachtet. Von dort exportierte er über den Danziger Hafen per Schiff Schnittholz (Bretter) nach England. Eines der Sägewerke, Heidemühl, zu dem ein großes Wohnhaus, ein Teich und eine Wassermühle gehörte ,kaufte er Mitte der 20.Jahre
und holte seine Eltern dorthin, wo sie 1930 kurz nacheinander starben. 1925 brach eine Eulen(Baumkäfer)fraß-Katastrophe in den Waldgebieten Westpreußen (seit 1920 zu Polen gehörend) aus, wodurch die Rohstoff basis der Sägewerke verringert und damit auch das väterliche Geschäft behindert wurde.
Da der Ostteil Westpreußens (östlich der Weichsel und Nogat) überwiegend deutsch war, wurde er bei der Festlegung der Korridorgrenze, der neuen Staatsgrenze zwischen Deutschland und Polen, der Provinz Ostpreußen zugeschlagen, die ja Deutsch blieb. Die große Hafenstadt Danzig und die Weichsel Mündung waren zwar auch überwiegend deutsch -- aber der neue polnische Staat beanspruchte Nutzungsrechte in der Hafenstadt. Nur die Zoll- und die Posthoheit wurde dem polnischen Staat übertragen, wodurch auch das väterliche Geschäft behindert wurde. Aber Polen erhob vollen Anspruch auf die große deutsche Ostsee- Hafenstadt, und so wurde vom Völkerbund in Genf (Vorgänger der UNO) die „ Freie Stadt Danzig“ geschaffen und am 21.3.1921 ihre Unabhängigkeit garantiert, ein künstlicher Kleinstaat im Mündungsdelta zwischen Weichsel und Nogat mit deutschsprachiger Bevölkerung, fast halb so groß wie Luxemburg.
Nach dem Militärdienst lernte und arbeitete er dort als Holzkaufmann. Im Ersten Weltkrieg als Infanterist an der Front in Frankreich wurde er im Sommer 1916 schwer verwundet(Ischias-Nerv Durchschuß li. Oberschenkel)und nach dem Krankenhaus-Aufenthalt als nicht mehr kriegsverwendungsfähig entlassen. 1917 ging er mit seiner Freundin, meiner Mutter, nach Danzig, wo sie am 26.4.1919 heirateten. Er hatte dort ein eigenes Holz-Exportgeschäft gegründet und in der Tucheler Heide, einem großen Waldgebiet südlich von Danzig drei kleine Sägewerke gepachtet. Von dort exportierte er über den Danziger Hafen per Schiff Schnittholz (Bretter) nach England. Eines der Sägewerke, Heidemühl, zu dem ein großes Wohnhaus, ein Teich und eine Wassermühle gehörte ,kaufte er Mitte der 20.Jahre
und holte seine Eltern dorthin, wo sie 1930 kurz nacheinander starben. 1925 brach eine Eulen(Baumkäfer)fraß-Katastrophe in den Waldgebieten Westpreußen (seit 1920 zu Polen gehörend) aus, wodurch die Rohstoff basis der Sägewerke verringert und damit auch das väterliche Geschäft behindert wurde.
Da der Ostteil Westpreußens (östlich der Weichsel und Nogat) überwiegend deutsch war, wurde er bei der Festlegung der Korridorgrenze, der neuen Staatsgrenze zwischen Deutschland und Polen, der Provinz Ostpreußen zugeschlagen, die ja Deutsch blieb. Die große Hafenstadt Danzig und die Weichsel Mündung waren zwar auch überwiegend deutsch -- aber der neue polnische Staat beanspruchte Nutzungsrechte in der Hafenstadt. Nur die Zoll- und die Posthoheit wurde dem polnischen Staat übertragen, wodurch auch das väterliche Geschäft behindert wurde. Aber Polen erhob vollen Anspruch auf die große deutsche Ostsee- Hafenstadt, und so wurde vom Völkerbund in Genf (Vorgänger der UNO) die „ Freie Stadt Danzig“ geschaffen und am 21.3.1921 ihre Unabhängigkeit garantiert, ein künstlicher Kleinstaat im Mündungsdelta zwischen Weichsel und Nogat mit deutschsprachiger Bevölkerung, fast halb so groß wie Luxemburg.