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bi_share holder

Published on Wednesday, 17. October 2007, 19:34.
About: familie, job, wirtschaft, u.s.a.
---Nun suchten und fanden wir auch bald ein kleines älteres Einfamilienhaus, das Maria gefiel und wir vorläufig mieteten.
Ich gewöhnte mich schnell an das Eheleben, wenn auch manches anders war, als ich mir das vorher ausgemalt hatte.
Wir fuhren viel mit dem Auto spazieren und besuchten alle meine Freunde, um ihnen Maria vorzustellen.
Meine Arbeit war interessant und ich verdiente gut.

Im Frühsommer wurde mir mitgeteilt, dass die gelue-lam-beam-Fertigung in ein anderes Werk in Mittel-Oregon verlegt werden würde, und wir dahin umziehen müssten.

Der neue Standort gefiel uns nicht, und so sah ich mich nach einem anderen Job um.

--Die U.S.-Regierung hatte im New Deal versucht, Anreize für selbstständige Unternehmer zu schaffen,
auch in Genossenschaften bei größeren Unternehmen (Arbeiter-Kooperativen).
Nach dem Krieg wurde durch steuerliche Begünstigungen dieser Versuch wieder aufgenommen.
In Oregon und Washington State waren etwa 50 Sperrholzwerk-Kooperativen entstanden.
Alle der meist 200 bis 500 Arbeiter waren zu gleichen Teilen gleichberechtigte Inhaber (Aktionäre=share holder) mit dem Recht auf einen Arbeitsplatz.
Die Aktien konnten am freien Markt gehandelt werden und hatten natürlich sehr unterschiedliche Kurse.
Wir kauften eine Aktie der Brookings Plywood Corporation mit 300 Shareholdern.
Den Ort an der Mündung des Chetco Rivers mit kleinem Fischerhafen kannten wir ja schon.
Der Verkäufer hatte nach seiner Soldatenzeit mehrere Jahre bei der Brook Ply gearbeitet und auf einem Grundstück direkt an der Steilküste für seine Familie ein schönes Wohnhaus gebaut.
Dafür hatte er von der Veterans Administration ein Darlehen erhalten, das wir zugleich mit der Aktie, auch die Rückzahlung, übernahmen.-
Jedes Jahr fand eine Vollversammlung der 300 Aktionäre statt, bei der der Aufsichtsrat gewählt wurde.
Manager und Büromitarbeiter waren Angestellte und wurden vom Aufsichtsrat beziehungsweise seinem Vorstand angeheuert. Alle share holder erhielten gleichen Stundenlohn, der jeweils vom Manager und Aufsichtsrat festgelegt wurde.
Am Werks Eingang hing eine große Schiefertafel.
Darauf waren die verschiedenen Arbeitsplätze im Werk vermerkt die frei wurden.
Jeder Neuanfänger musste zunächst als Handlanger arbeiten.
Später konnte er an Angebot auf die freiwerdenden Arbeitsplätze abgeben.
Den Job erhielt derjenige mit der höchsten Seniorität. Während ein shareholder krank und arbeitsunfähig war, konnte seine Frau bei gleichem Lohn ihn an seinem Arbeitsplatz vertreten.-

Leider gab es oft Streit bei den Versammlungen und vor allem im Aufsichtsrat. Auch scheuen viele Arbeiter das Unternehmerrisiko, das sich ja im Aktienkurs niederschlägt. Heute gibt es kaum noch Genossenschaftswerke, so weit mir bekannt ist.

--Unser neues Haus hatte durch Panoramafenster im großen Wohnzimmer eine herrliche Aussicht auf den Pazifik.
Davor war eine etwa 35 m breite leicht abfallende Grasfläche, hinter der die Steil- Küste circa 35 m in eine kleine Bucht fast senkrecht abfiel, die hohe Felsennase an der Nordseite gehörte auch zu unserem Grundstück.

Im August 59 packten wir unseren Käfer nebst gemietetem Anhänger voll und zogen nach Brookings um.

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