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bi_helfer beim umsiedeln

Published on Sunday, 1. June 2008, 09:51.
About: bi biographie, freunde, polen, reise, sommer
Wenn ich zuhause war, radelte ich im Sommer bei schönem Wetter häufig zum Oberndorfer Weiher, einem der wenigen im Regnitztal noch übrig gebliebenen Fischzuchtteiche, von denen es früher dort sehr viele gab. Neben einer Wiese war eine kleine Badestelle. Ich schwamm 15 bis 20 Minuten im Teich herum und radelte dann wieder nachhause.---

Am Donnerstag, dem 28. August, fuhr ich mittags mit meinem Auto nach Sulingen.
Dort wohnte noch die 65jährige Rentnerin, Frau Jana, die meine Tante Gretel in ihrer Wohnung bis zu deren Tod ein Jahr lang gepflegt hatte.
Sie selber war Deutsche, in Breslau mit einem Polen verheiratet gewesen, und konnte deswegen nach dem Krieg dort bleiben. Sie hatten zwei Töchter und einen Sohn. Nachdem ihr Mann gestorben war, heiratete sie in Breslau einen Italiener und beide kamen vor einigen Jahren zu ihrer Schwester nach Sulingen.
Die älteste Tochter war in Breslau mit einem Feldwebel verheiratet. Sie hatten zwei Kinder und wohnten in einem mehrstöckigen Haus direkt neben seiner Kaserne. Ihre geräumige Wohnung lag im zweiten Stock und vom Balkon aus konnte man den ganzen Kasernenhof überschauen.
Ich durfte immer bei ihnen übernachten, wenn ich in Breslau war, sah dann gerne zu, wenn im Hof Übungen stattfanden, was mich an meine Rekrutenzeit erinnerte.
Der jüngste Sohn war noch ledig, die zweite Tochter verheiratet, mit zwei kleinen Kindern.
Diese Familie hatte ich vor einem Jahr auf Wunsch der Mutter als Umsiedler nach Sulingen gebracht. Aber die Frau bekam Heimweh (und zuletzt Weinkrämpfe), sodass ich die Familie nun wieder nach Breslau zurückholte.-
Am Abend radelte ich in Sulingen noch zum Friedhof, wo meine Oma und Tante Gretel in einem Grab beerdigt waren. Am nächsten Morgen ging ich im städtischen Hallenbad schwimmen, wo die Frühaufsteher zwischen 6:30 Uhr und 7:30 Uhr das ganze Bad für sich alleine hatten, bevor die Schulkinder es stürmten.
Nach dem Frühstück noch einige Besorgungen und nach dem Mittagessen fuhren wir los über Nienburg zur Autobahn nach Hannover, über beide DDR Grenzübergänge (von der Berliner Autobahn Süd-Schleife Richtung Cottbus-Breslau) und waren abends im alten Zuhause der Familie, das von den Geschwistern schon vorbereitet worden war. Am Sonnabend blieb ich dann in Breslau, wo ich in den Familien großartig bewirtet und zum sightseeing in der erstklassig renovierten Innenstadt herumgeführt wurde.

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