Am nächsten Morgen, Sonntag, den 31.8., verabschiedete ich mich nach dem Frühstück und fuhr über Trebnitz zu meinen Freunden nach Krotoschin.
Ich hatte sie vor zwei Jahren kennen gelernt, als ich von Breslau zu meinem Vetter Gunter in Michale fuhr. Gleich hinter Trebnitz stand ein junger Mann am Straßenrand und winkte mit dem Daumen.
Er war Student in Oppeln und wollte seine Eltern in Krotoschin besuchen. Der Vater, zwei Jahre jünger als ich, nach dem Krieg als Heimatvertriebener aus Lemberg hierher gekommen. Als polnischer Student erhielt er ein staatliche Beihilfe für sein Wirtschaftsstudium, währenddessen er auch ein halbjähriges Praktikum in USA absolvierte, und er spricht auch etwas Englisch. Seine Frau lernte er hier kennen.
Sie lebte auf einem polnischen Gutshof, der dann im Warthegau an deutsche Rücksiedler aus Russland übergeben wurde und sie arbeitete dort als Haushälterin weiter und lernte Deutsch.
Nach dem Studienabschluss wurde der Mann Offizier in der polnischen Armee und bekam nach seiner Entlassung einen Zuschuß für einen Hausbau, als er Leiter der staatlichen Wurst-Fabrik in Krotoschin geworden war.
Sie heirateten und bauten das zweistöckige Wohnhaus für sich und ihre zwei Kinder.
Die ältere Tochter hatte in Breslau deutsch studiert, und arbeitete dort als Englisch-Dozentin an der Uni. Sie hat inzwischen einen Arzt geheiratet, der nun als Oberarzt an einer großen Klinik in Militsch, 30 km von Krotoschin entfernt, angestellt ist. Sie haben zwei kleine Söhne und wohnen in einem Einfamilienhaus mit Garten neben der Klinik. Die Mutter war bis zu ihrer Pensionierung Laborantin in der Fabrik ihres Mannes.--
Obwohl ich wie immer unangemeldet kam, wurde ich freudig begrüßt und zum sonntäglichen Mittagessen eingeladen.
Nach dem Kaffeetrinken sagte ich wieder Adieu und fuhr über Gostyn und Wollstein in meine alte Heimat zu meinen Freunden Dominik und Alex und ihren Familien nach Groß Dammer und Klastawe.
Ich blieb dort aber nur über Nacht, da am Montag den 1. September für die Kinder Schulbeginn und viel zu tun war. Die Sommerferien in Polen dauern zweieinhalb Monate, und natürlich gibt es weniger andere Ferien.
Nach dem Frühstück fuhr ich also weiter über Posen und Bromberg zu meinen Freunden nach Susz (Rosenberg), wo ich wieder herzlich empfangen wurde und übernachten konnte.
Am nächsten Vormittag spazierte ich durch die Stadt zur nur knapp erstellt Badeanstalt am großen See, um dort zu schwimmen, und lief dann weiter am See entlang, durch den Park, in dem man noch die Verteidigungsgräben der deutschen Soldaten beim Rückzug vor den Russen sehen konnte, hinauf zum großen Backsteindom am Marktplatz, der früher evangelisch war und nun mit polnischen Priestern katholisch ist.
Nach dem Mittagessen fuhr ich dann über kleine Landstraßen etwa 30 km südwärts zur Enkelin Barbara und ihrem Mann Edek, die auf einem Gutshof bei einem kleinen Dorf in einem alten zweistöckigen Steinhaus mit großem Garten und ausgedehnten Stallgebäuden leben.
Der Hof liegt 3 km vom Ort entfernt, nur über einen schmalen Feldweg zu erreichen. Er gehört schon seit mehreren Generationen der Familie Jegowski, die als großbürgerliche Sippe in Thorn (Torun) zuhause ist.
300 Morgen hügeliges Land rund um den Hof gehören zu dem Anwesen, nur ein wenig Wald, sandiger Boden, auf dem qualitativ sehr gute Kartoffeln gedeihen. In den Ställen mästete Edek mit einem Knecht, der eine kleine Wohnung in den Stallgebäuden hatte, Schweine und Kälber mit seinem Getreide und Kartoffeln, bis sie verkaufsbereit waren. Zur Erntezeit hatte er meist ein oder zwei weitere Knechte auf dem Hof.-
Barbara hatte das alte deutsche Gymnasium in Deutsch- Eylau besucht, das nun polnisch war, aber Deutsch als erste Fremdsprache lehrte. Schon als Kind hatte sie von Mutter und Großmutter deutsch gelernt, kann also gut Deutsch sprechen, allerdings viel deutsche Worte vergessen. Edek spricht überhaupt nicht Deutsch.-
Sie haben zwei Söhne, Arthur und Tomek, die jeden Tag 4 km mit dem Auto zur Dorfschule gebracht werden mussten.-
Barbara wollte im Dachgeschoss ihres Hauses drei oder vier Schlafzimmer und einen gemütlichen Aufenthaltsraum für einen Erholungs-Aufenthalt deutscher Feriengäste in Natur und Einsamkeit einrichten, doch ich konnte ihr dazu keine fachkundige und ermutigende Beurteilung geben. Und wegen der schlechten Verkehrs Anbindung wurde ihr Projekt nie realisiert.
Ich durfte in einer gemütlichen kleinen Schlafkammer im Dachgeschoss übernachten und wurde eingeladen, noch einen Tag Sommerfrische bei der Familie zu genießen.
Ich sah ein wenig bei der Feld- und Stallarbeit zu und wanderte bei schönem Wetter auf dem kleinen Feldweg, der dann kaum noch für Pferdegespanne zu befahren war und irgendwo am Horizont zu einem anderen Dorf führte, weiter in eine kleine Senke bis zu einem See, aber kehrte dann zum Hof zurück. Weit und breit war kein anderes Haus zu sehen, nur am Feldweg in der anderen Richtung lag in einem Waldstück noch ein kleiner Bauernhof, der von einem Ehepaar mit zwei kleinen Kindern bewohnt war.-
Nach dem Frühstück am nächsten Morgen verabschiedete ich mich und fuhr nochmal in Rosenberg bei Eltern und Oma vorbei.
Dann weiter über Kwidzyn mit der alten Ordensburg zur Weichsel , wo eine kleine Autofähre (Prom),groß genug für drei Pkw oder zwei Lieferwagen, über den Fluß fährt, ohne Motor, nur an einem langen starken Drahtseil die Strömung als Antriebskraft ausnutzt. Zwei Fährmänner bugsieren die Stahlschlaufen mit denen die Fähre am Seil hängt, mit großen Hanteln das jeweilige Vorderende zum gegenüberliegenden Ufer in die Strömung, so dass diese mit dem lose hängenden Hinterteil die ganze Fähre am Seil entlang Richtung anderes Ufer drückt. Die Überfahrt ist kostenlos, da die ganze Anlage ein Staatsbetrieb ist.-
Meine Fahrt ging weiter über Tuchola, wo in der Tucheler Heide mein Vater seine kleinen Sägewerke hatte, nach Kujan, wo ich ein paar Monate meine Lehrzeit verbrachte. Dort parkte ich mein Auto neben der kleinen Badestelle, wohl nur ein paar Enten im See schwammen, die aber wegflogen, als ich dasselbe tat. Dann noch ein kurzes Sonnenbad und ein Spaziergang über die Dorfstraße zum Sägewerk, das aber nicht mehr in Betrieb zu sein schien.
Die Autoreise ging weiter über Flatow nach Pila (Schneidemühl), der alten Hauptstadt des Regierungsbezirks Grenzmark Posen Westpreußen, über Pniewy (Pinneberg) und Tirschtiegel nach Groß Dammer, wo ich rechtzeitig zum Abendbrot auf dem Hof von Dominik und Celina, seiner Frau, eintraf.
Am Freitag, den 5.9., machte Dominik dann in seiner Garage an meinem Auto den Motor-Ölwechsel und eine Kontrolluntersuchung wie jedes Jahr.
Ich schaute wie immer zu, um mehr über die Innereien meines Autos zu lernen.
Nach dem Mittagessen radelte ich durch Neu Bentschen zum Kaffeetrinken zu meinen Freunden nach Klastawe. Dort spazierte ich dann noch zur kleinen Holzkirche, um die Renovierung des Innenraum zu bewundern, und am Dorfteich und Schlösschen vorbei.
Nach dem Abendbrot per Rad wieder nach Groß Dammer, wo Dominik am Fernseher deutsche Programme einstellte die dort gut zu empfangen sind, und in der Familie fast alle gut Deutsch können. Ich schlief wieder auf der Couch im Wohnzimmer. Am nächsten Morgen radelte ich um halb 7:00 Uhr morgens auf dem Feldweg die anderthalb Kilometer zum Waldrand und kletterte dort auf den unbesetzten Hochzsitz der i Jäger, von wo aus man eine weite Fernsicht nach Osten über die Felder bis zum Dorf hat.
Nach dem Frühstück fuhr ich mit dem Auto über Klastawe, um auch Alex und seiner Familie Aufwiedersehen zu sagen nach Bomst (Babimost), 6 km südlich von Neu Bentschen. Dort wohnte noch die alte Schneiderin meiner Mutter, Frau Stefanowski, eine Deutsche, die mit einem Polen verheiratet war, an der Hauptstraße in einem der einstöckigen Doppelhäuser, wie sie dort in den kleinen Städten üblich waren. Er war aber schon gestorben. Diese Häuser waren natürlich nur sehr einfach mit winzigen Räumen gebaut. Sie freute sich sehr, wenn ich sie besuchen kam, da sie sich mit mir auf Deutsch über die alten Zeiten unterhalten konnte.
Nach zwei Stunden fuhr ich weiter über Neusalz (Nova Sol) nach Breslau zu meinen jungen Freunden. Dort wurde ich wieder herzlich empfangen und bewirtet, lud einige Dinge für die Mutter in mein Auto und startete am Sonntag, den 7.9., nach dem Mittag essen, zurück nach Deutschland, über die Autobahn nach Cottbus, Berliner Ring, nach Hannover, dann Landstraße über Nienburg nach Sulingen zu den Eltern.
Montag früh besuchte ich wieder die Schwimmhalle und nach einem guten Frühstück und herzlichem Adieu, ging es um 11:00 Uhr über die Landstraße nach Minden und die Autobahn über Paderborn-Kassel wieder heimwär. Als ich hinter der Ausfahrt Erlangen West am Dechsendorfer Weiher vorbeifuhr, war es erst 17:30 Uhr und noch sehr heiß und ich hatte im Auto geschwitzt, obwohl ich die Dachluke und alle Fenster offen hatte. Also ging ich an der Badeanstalt nochmal schwimmen, bevor ich die letzten 7 km nachhause fuhr.---
Ich hatte sie vor zwei Jahren kennen gelernt, als ich von Breslau zu meinem Vetter Gunter in Michale fuhr. Gleich hinter Trebnitz stand ein junger Mann am Straßenrand und winkte mit dem Daumen.
Er war Student in Oppeln und wollte seine Eltern in Krotoschin besuchen. Der Vater, zwei Jahre jünger als ich, nach dem Krieg als Heimatvertriebener aus Lemberg hierher gekommen. Als polnischer Student erhielt er ein staatliche Beihilfe für sein Wirtschaftsstudium, währenddessen er auch ein halbjähriges Praktikum in USA absolvierte, und er spricht auch etwas Englisch. Seine Frau lernte er hier kennen.
Sie lebte auf einem polnischen Gutshof, der dann im Warthegau an deutsche Rücksiedler aus Russland übergeben wurde und sie arbeitete dort als Haushälterin weiter und lernte Deutsch.
Nach dem Studienabschluss wurde der Mann Offizier in der polnischen Armee und bekam nach seiner Entlassung einen Zuschuß für einen Hausbau, als er Leiter der staatlichen Wurst-Fabrik in Krotoschin geworden war.
Sie heirateten und bauten das zweistöckige Wohnhaus für sich und ihre zwei Kinder.
Die ältere Tochter hatte in Breslau deutsch studiert, und arbeitete dort als Englisch-Dozentin an der Uni. Sie hat inzwischen einen Arzt geheiratet, der nun als Oberarzt an einer großen Klinik in Militsch, 30 km von Krotoschin entfernt, angestellt ist. Sie haben zwei kleine Söhne und wohnen in einem Einfamilienhaus mit Garten neben der Klinik. Die Mutter war bis zu ihrer Pensionierung Laborantin in der Fabrik ihres Mannes.--
Obwohl ich wie immer unangemeldet kam, wurde ich freudig begrüßt und zum sonntäglichen Mittagessen eingeladen.
Nach dem Kaffeetrinken sagte ich wieder Adieu und fuhr über Gostyn und Wollstein in meine alte Heimat zu meinen Freunden Dominik und Alex und ihren Familien nach Groß Dammer und Klastawe.
Ich blieb dort aber nur über Nacht, da am Montag den 1. September für die Kinder Schulbeginn und viel zu tun war. Die Sommerferien in Polen dauern zweieinhalb Monate, und natürlich gibt es weniger andere Ferien.
Nach dem Frühstück fuhr ich also weiter über Posen und Bromberg zu meinen Freunden nach Susz (Rosenberg), wo ich wieder herzlich empfangen wurde und übernachten konnte.
Am nächsten Vormittag spazierte ich durch die Stadt zur nur knapp erstellt Badeanstalt am großen See, um dort zu schwimmen, und lief dann weiter am See entlang, durch den Park, in dem man noch die Verteidigungsgräben der deutschen Soldaten beim Rückzug vor den Russen sehen konnte, hinauf zum großen Backsteindom am Marktplatz, der früher evangelisch war und nun mit polnischen Priestern katholisch ist.
Nach dem Mittagessen fuhr ich dann über kleine Landstraßen etwa 30 km südwärts zur Enkelin Barbara und ihrem Mann Edek, die auf einem Gutshof bei einem kleinen Dorf in einem alten zweistöckigen Steinhaus mit großem Garten und ausgedehnten Stallgebäuden leben.
Der Hof liegt 3 km vom Ort entfernt, nur über einen schmalen Feldweg zu erreichen. Er gehört schon seit mehreren Generationen der Familie Jegowski, die als großbürgerliche Sippe in Thorn (Torun) zuhause ist.
300 Morgen hügeliges Land rund um den Hof gehören zu dem Anwesen, nur ein wenig Wald, sandiger Boden, auf dem qualitativ sehr gute Kartoffeln gedeihen. In den Ställen mästete Edek mit einem Knecht, der eine kleine Wohnung in den Stallgebäuden hatte, Schweine und Kälber mit seinem Getreide und Kartoffeln, bis sie verkaufsbereit waren. Zur Erntezeit hatte er meist ein oder zwei weitere Knechte auf dem Hof.-
Barbara hatte das alte deutsche Gymnasium in Deutsch- Eylau besucht, das nun polnisch war, aber Deutsch als erste Fremdsprache lehrte. Schon als Kind hatte sie von Mutter und Großmutter deutsch gelernt, kann also gut Deutsch sprechen, allerdings viel deutsche Worte vergessen. Edek spricht überhaupt nicht Deutsch.-
Sie haben zwei Söhne, Arthur und Tomek, die jeden Tag 4 km mit dem Auto zur Dorfschule gebracht werden mussten.-
Barbara wollte im Dachgeschoss ihres Hauses drei oder vier Schlafzimmer und einen gemütlichen Aufenthaltsraum für einen Erholungs-Aufenthalt deutscher Feriengäste in Natur und Einsamkeit einrichten, doch ich konnte ihr dazu keine fachkundige und ermutigende Beurteilung geben. Und wegen der schlechten Verkehrs Anbindung wurde ihr Projekt nie realisiert.
Ich durfte in einer gemütlichen kleinen Schlafkammer im Dachgeschoss übernachten und wurde eingeladen, noch einen Tag Sommerfrische bei der Familie zu genießen.
Ich sah ein wenig bei der Feld- und Stallarbeit zu und wanderte bei schönem Wetter auf dem kleinen Feldweg, der dann kaum noch für Pferdegespanne zu befahren war und irgendwo am Horizont zu einem anderen Dorf führte, weiter in eine kleine Senke bis zu einem See, aber kehrte dann zum Hof zurück. Weit und breit war kein anderes Haus zu sehen, nur am Feldweg in der anderen Richtung lag in einem Waldstück noch ein kleiner Bauernhof, der von einem Ehepaar mit zwei kleinen Kindern bewohnt war.-
Nach dem Frühstück am nächsten Morgen verabschiedete ich mich und fuhr nochmal in Rosenberg bei Eltern und Oma vorbei.
Dann weiter über Kwidzyn mit der alten Ordensburg zur Weichsel , wo eine kleine Autofähre (Prom),groß genug für drei Pkw oder zwei Lieferwagen, über den Fluß fährt, ohne Motor, nur an einem langen starken Drahtseil die Strömung als Antriebskraft ausnutzt. Zwei Fährmänner bugsieren die Stahlschlaufen mit denen die Fähre am Seil hängt, mit großen Hanteln das jeweilige Vorderende zum gegenüberliegenden Ufer in die Strömung, so dass diese mit dem lose hängenden Hinterteil die ganze Fähre am Seil entlang Richtung anderes Ufer drückt. Die Überfahrt ist kostenlos, da die ganze Anlage ein Staatsbetrieb ist.-
Meine Fahrt ging weiter über Tuchola, wo in der Tucheler Heide mein Vater seine kleinen Sägewerke hatte, nach Kujan, wo ich ein paar Monate meine Lehrzeit verbrachte. Dort parkte ich mein Auto neben der kleinen Badestelle, wohl nur ein paar Enten im See schwammen, die aber wegflogen, als ich dasselbe tat. Dann noch ein kurzes Sonnenbad und ein Spaziergang über die Dorfstraße zum Sägewerk, das aber nicht mehr in Betrieb zu sein schien.
Die Autoreise ging weiter über Flatow nach Pila (Schneidemühl), der alten Hauptstadt des Regierungsbezirks Grenzmark Posen Westpreußen, über Pniewy (Pinneberg) und Tirschtiegel nach Groß Dammer, wo ich rechtzeitig zum Abendbrot auf dem Hof von Dominik und Celina, seiner Frau, eintraf.
Am Freitag, den 5.9., machte Dominik dann in seiner Garage an meinem Auto den Motor-Ölwechsel und eine Kontrolluntersuchung wie jedes Jahr.
Ich schaute wie immer zu, um mehr über die Innereien meines Autos zu lernen.
Nach dem Mittagessen radelte ich durch Neu Bentschen zum Kaffeetrinken zu meinen Freunden nach Klastawe. Dort spazierte ich dann noch zur kleinen Holzkirche, um die Renovierung des Innenraum zu bewundern, und am Dorfteich und Schlösschen vorbei.
Nach dem Abendbrot per Rad wieder nach Groß Dammer, wo Dominik am Fernseher deutsche Programme einstellte die dort gut zu empfangen sind, und in der Familie fast alle gut Deutsch können. Ich schlief wieder auf der Couch im Wohnzimmer. Am nächsten Morgen radelte ich um halb 7:00 Uhr morgens auf dem Feldweg die anderthalb Kilometer zum Waldrand und kletterte dort auf den unbesetzten Hochzsitz der i Jäger, von wo aus man eine weite Fernsicht nach Osten über die Felder bis zum Dorf hat.
Nach dem Frühstück fuhr ich mit dem Auto über Klastawe, um auch Alex und seiner Familie Aufwiedersehen zu sagen nach Bomst (Babimost), 6 km südlich von Neu Bentschen. Dort wohnte noch die alte Schneiderin meiner Mutter, Frau Stefanowski, eine Deutsche, die mit einem Polen verheiratet war, an der Hauptstraße in einem der einstöckigen Doppelhäuser, wie sie dort in den kleinen Städten üblich waren. Er war aber schon gestorben. Diese Häuser waren natürlich nur sehr einfach mit winzigen Räumen gebaut. Sie freute sich sehr, wenn ich sie besuchen kam, da sie sich mit mir auf Deutsch über die alten Zeiten unterhalten konnte.
Nach zwei Stunden fuhr ich weiter über Neusalz (Nova Sol) nach Breslau zu meinen jungen Freunden. Dort wurde ich wieder herzlich empfangen und bewirtet, lud einige Dinge für die Mutter in mein Auto und startete am Sonntag, den 7.9., nach dem Mittag essen, zurück nach Deutschland, über die Autobahn nach Cottbus, Berliner Ring, nach Hannover, dann Landstraße über Nienburg nach Sulingen zu den Eltern.
Montag früh besuchte ich wieder die Schwimmhalle und nach einem guten Frühstück und herzlichem Adieu, ging es um 11:00 Uhr über die Landstraße nach Minden und die Autobahn über Paderborn-Kassel wieder heimwär. Als ich hinter der Ausfahrt Erlangen West am Dechsendorfer Weiher vorbeifuhr, war es erst 17:30 Uhr und noch sehr heiß und ich hatte im Auto geschwitzt, obwohl ich die Dachluke und alle Fenster offen hatte. Also ging ich an der Badeanstalt nochmal schwimmen, bevor ich die letzten 7 km nachhause fuhr.---