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bi_in der alten heimat

Dort lebten wir noch zwei Jahre in unserem Haus auf dem Kliff mit Meeresblick, freuten uns über das Leben in der Neuen Welt, sozusagen auf Abruf, aber auch auf die Rückkehr in die alte Heimat, obwohl wir noch nicht wussten, wie das Leben dort weitergehen würde.

Auf einen genauen Zeitpunkt für den Rückflug hatten wir uns aber noch nicht festgelegt.-

Ostern 1969 fuhren meine Eltern für eine Woche mit einer Touristen Reisegesellschaft per Bus nach Rom.
Am 27. April wurde mein Vater 83 Jahre alt.
Drei Wochen später wurde er wegen starker Alters- Beschwerden in die Universitätsklinik eingewiesen.
Am 25. Mai früh traf meine Schwester Ilse mit dem Flugzeug in Nürnberg ein und wollte noch am Vormittag zusammen mit meiner Mutter unseren Vater im Krankenhaus besuchen.
Aber es war schon zu spät.
Er war am frühen Morgen gestorben.--

Daraufhin buchten wir unseren baldmöglichsten Rückflug nach Deutschland für Ende August.-
Barbara und Annette gingen schon in die Volksschule, wo sie eifrig Englisch lernten.
Unsere Nachbarsfrau, Marias gute Freundin, kündigte ihr die Freundschaft, weil sie es als Verrat empfand, erst nach Amerika zu kommen, um das gute Leben hier zu genießen, und dann die USA mit allen Kindern schnöde wieder zu verlassen.
Mein Freund Mike Page mit seiner Familie und viele andere fanden unseren Entschluss in Ordnung, da sie auch wussten, dass wir hofften, in unsere alte Heimat zurückkehren zu können.-

Im Werk konnte ich ein paar der großen Sperrholzplatten, die wir für den Hausbau produzierten, zum Vorzugspreis bekommen, und zimmerte daraus eine Versandkiste.
Das moderne kleine Klavier, das ich als Hochzeitsgeschenk für Maria gekauft hatte, kam hinein und einige andere Kleinmöbel und sonstige Dinge, die wir nach Deutschland mitnehmen wollten und nicht im Fluggepäck unterbringen konnten. Diese Kiste gaben wir als Seefracht bei der Hafen-Spedition auf.
Den Flug buchten wir diesmal von Portland nach Luxemburg und bestellten und dorthin zum Flughafen einen neuen weißen VW-Bus.
Wir fuhren mit unserem alten Bus direkt zum Airport in Portland, wo Ilse uns erwartete, unseren Bus übernahm und verkaufte.

Mike kümmerte sich um den Verkauf meines Coop shares und auch unseres Hauses, das er zunächst aber vermietete. Etwa zwei Jahre später ließ er es durch einen Makler verkaufen. Für beides habe ich ungefähr die gleiche Summe erhalten, die ich 1960 bezahlt hatte. Heute ist das Haus mit Grundstück über zehnmal soviel Wert.--

Der Rückflug verlief planmäßig und von Luxemburg fuhren wir mit dem neuen Bus direkt nach Kücknitz zu Marias Eltern.
Dort blieb die Familie zum Eingewöhnen in die deutsche Umwelt und zum Badeurlaub und ich fuhr mit dem Bus nach Erlangen um eine Wohnung für uns und einen Job für mich zu suchen.
Ursprünglich wollten wir uns zunächst in Göttingen niederlassen, etwa auf der Hälfte der Strecke zwischen Kücknitz und Erlangen, also den beiden Großeltern. Da meine Mutter nun aber alleine im Wohnstift Erlangen lebte, zogen wir in Ihre Nähe.

Bald fand ich eine kleine Wohnung in einem älteren einstöckigen Haus mit Garten in Frauenaurach, einem Vorort von Erlangen, dicht neben einem im Bau befindlichen Wohnhochhaus.

Die Wirtschaftswunderjahre gingen zu Ende, aber es fanden sich noch genug Jobangebote für einen 48 jährigen Alles-bzw. Nichtskönner.
So fuhr ich erst nochmal für eine Woche Ferien nach Kücknitz.
Rechtzeitig zum Schulbeginn trafen wir in Erlangen ein. Die beiden Mädels und auch Stephen gingen nun zur Grundschule in Frauenaurach.
Ich wählte einen Bürojob bei einem Bauunternehmen in Alt Erlangen, wo ich nur einen kurzen Weg mit dem Fahrrad zur Arbeit hatte.. Dort musste ich aber meist Telefondienst machen, was wir nicht so lag.