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bi_spartaner

Im Sommer 1956 hätte ich meine Diplomarbeit schreiben können.
Aber ich war schon 35 Jahre alt und hatte keine Lust mehr zum Büffeln.
Außerdem wusste ich, dass ich bald nach USA auswandern würde, und dort mein Diplom nicht anerkannt wird.

Also machte ich mich alleine auf zu einer Anhaltertour in die Türkei.
Dort hatte unser Forst-Professor einen Forschungsauftrag zur Wiederaufforstung versteppter Erosionsgebiete in der mitteltürkischen Hochebene.
Ich reiste von Berlin südwärts durch Österreich und Jugoslawien, über Linz, Graz nach Zagreb und von dort auf der primitiven noch im Krieg gebauten Autobahn nach Belgrad.
Weiter südwärts geriet ich ganz zufällig in eine Groß-Serbische Kundgebung auf dem Amselfeld, auf dem, 600 Jahre vor dem Mauerfall in Berlin, die serbische Armee von den Türken geschlagen wurde.
Seitdem gilt es dem serbischen Volk als Schicksals-Region, obwohl das heutige Kosovo längst von muslimischen Albanern bewohnt ist, und soll serbisches Staatsgebiet bleiben. Während der Kundgebung konnte ich aus einiger Entfernung den damaligen kommunistischen, aber Russland-feindlichen Staatschef Tito sehen.

Hinter Skopje hatte ich ein etwas unheimliches Erlebnis.
Die Hauptstraße nach Thessaloniki war eine schmale Schotterstraße mit wenig Autoverkehr. Ich wanderte durch die armseligen Dörfer und es wurde schon Abend.
Auf den Feldern arbeiteten noch einige Bauern, doch dann hörten die Äcker auf und die Straße führte nur noch wie ein besserer Feldweg in ein ödes verlassenes Bergland, kein Baum kein Strauch.
Aus dem letzten Dorf kamen auf einmal zwei junge Burschen etwa 200 m hinter mir her.
Zuerst liefen sie einige Zeit langsam bei gleich bleibenden Abstand. Dann gingen sie schneller und überholten mich, gruß- und wortlos.
Da ich kein serbisch konnte, sprach ich sie auch nicht an. Etwa 150 m vor mir liefen sie dann wieder in gleichem Abstand vor mir her. Ich schaute mich dauernd um in der Hoffnung, dass doch noch ein Fahrzeug vorbeikommen würde.
Und es war schon fast dunkel da hatte ich Glück, es tauchten zwei schwache Lichter auf, die Scheinwerfer eines alten klapprigen Lieferwagens.
Er hielt auf mein Daumenzeichen an und ich durfte mich hinten auf die Ladefläche setzen.
Als wir an den beiden Burschen vorbeifuhren, hielten sie an und blieben stehen. Sie schauten uns nach, bis ich sie nicht mehr sehen konnte.
Außer meinem kleinen Brustbeutel mit meiner bescheidenen Reisekasse trug ich nur einen einfachen Tornister. Aber auch das wäre den beiden wohl als Reichtum erschienen.
Der Lieferwagen hielt im nächsten kleinen Städtchen, wo ich eine Unterkunft fand und am nächsten Tag die griechische Grenze passierte und Thessaloniki erreichte, die große Hafenstadt am Ägäischen Meer.
Nach einem Tag Aufenthalt dort, besuchte ich die Autonome Mönchs-Republik Athos, die vor 1000 Jahren auf dem östlichen Finger der Halbinsel Chalkidike unter griechischer Souveränität gegründet wurde.
Schon davor haben auf diesem schmalen ins Meer ragenden Gebirgsstreifen mit dem an der Spitze 2000 Meter hohen Berg Athos jahrhundertelang Einsiedler gelebt. Die 20 Klöster sind neben den griechischen vor allem russische, und auch bulgarische, georgische und anderer orthodox-slawischer Völker. Von den Mönchen, die ich besuchte, wurde ich sehr gastfreundlich aufgenommen.

Nach diesem Abstecher reiste ich auf der Küstenstraße ostwärts über die türkische Grenze nach Istanbul.
Die Ägäisküste erschien mir damals mit der großen Hafenstadt wie ein unberührtes südländisches Paradies mit Palmen, Gärten und Anlagen, fruchtbaren Feldern, exotischen Bäumen, Pferde- und Eselskarren, einem geruhsamen Lebensstil ohne hektischen Autoverkehr.-

In Istanbul wohnte ich in Schlafsälen einer einfachen Herberge mit Reisenden aller Nationalitäten und Rassen zusammen, die meisten davon wohl Muslime.
Ich lief durch die Straßen der Innenstadt und die Basare und besuchte natürlich auch die Hagia Sophia, die Sultan-Ahmed-Moschee und den ehemaligen Sultans- Palast.

Nach drei Tagen bestieg ich die Fähre über den Bosporus und reiste auf der Landstraße weiter nach Bursa, dann die Straße nach Ankara bis Eskisehir.
Dort war das Forstamt, mit dem mein Professor zusammenarbeitete und wo ich schon für einen zweiwöchigen Studienaufenthalt angemeldet war.
Die Forstbeamten empfingen mich sehr freundlich und im Haus eines Försters war das Gästezimmer für mich reserviert.
Wir verständigten uns auf Englisch, das die meisten einigermaßen gut konnten.
Einige sprachen ein wenig Deutsch. Auch die Mahlzeiten nahm mich zusammen mit den Förstern ein.
Fast alle waren Reserve- Offiziere in der Armee und natürlich Kemalisten.
Das Wohnviertel hätte genauso gut in einer deutschen Kleinstadt stehen können, die Familien lebten genauso wie dort.
Ich kann mich nicht erinnern, eine Frau mit Kopftuch gesehen zu haben.
Kemal Atatürk, der Schöpfer der modernen Türkei, war ein verdienter Offizier und führte 1923 die Trennung von Kirche und Staat ein, schaffte Sultanat und Kalifat ab, verfügte die Übernahme der abendländischen Zivilisation (Schrift, Bildung, Kleidung) und die Gleichstellung der Frau. Ebenso trat er für eine möglich starke Europäisierung, auch in der Wirtschaft und Technik ein. Viele Menschen in den Städten, vor allem auch das Militär folgten seiner politischen Richtung.
In den letzten Jahren haben islamische Wähler besonders in ländlichen Gegenden wieder zugenommen.
Und in Deutschland konnten türkische Männer dank unserer laschen Einwanderungsgesetze die Rechte der Frauen wiederholt sträflich missachten.

---Die Forschungs-Anpflanzungen, zu denen ich von den Förstern täglich in ihren Fahrzeugen mitgenommen wurde, lagen in versteppten Gebieten in circa 20 km Entfernung. Nach meiner Heimkehr habe ich in Hamburg einen Bericht über meine Beobachtungen dort geschrieben.
Mit zwei Förstern stand ich noch längere Zeit in Briefwechsel.
Nach den zwei interessanten Wochen verabschiedete ich mich und reiste nach Izmir.
Nach Stadtbesichtigung und trödeln durch den großen Basar nahm ich die Fähre auf die griechische Insel Samos, auf der ich einen Tag herumwanderte, dann weiter über Ikaria und Mykonos nach Athen.

Nahe der Akropolis fand ich eine einfache Unterkunft und stieg täglich zur Burg hinauf, um das wunderbare alte Bauwerk anzuschauen und zu bewundern, drei Tage lang. Ich genoss aber auch die weite Sicht von dort oben.
Dann fuhr ich nach einem kurzen Gang durch die Innenstadt Athens mit der Straßenbahn nach Piräus und von dort weiter per Anhalter auf den Peloponnes nach Sparta, da ich als Junge danach strebte, stets spartanisch zu leben.
In der heutigen Wirklichkeit dort, war ich ein wenig enttäuscht, aber die Reise durch die geruhsame, ländliche Landschaft, gefiel mir gut.
Auf den geschlungenen, nicht asphaltierten Straßen und Wegen wanderte und fuhr ich durch die üppige mediterrane Flora zurück in die zentrale Distriktstadt Tripolis und von dort nordwärts nach Patras über den Gebirgeszug mit 2000 Meter hohen Gipfeln.

Mit der Fähre über die Meerenge von Antirrion weiter nach Delphi, wo seit Homer, wie auch die griechischen Philosophen, sich die Menschen von dem berühmten Orakel Voraussagen über die Zukunft erhofften.
Außer der großartigen Natur vor den schroffen Felswänden des nahen Gebirgszuges sind von der dortigen Akropolis, für lange Zeit wichtiger als Athen, nur wenige der gewaltigen Säulen erhalten.
In vielen Jahrhunderten vor Christie Geburt war hier sogar der Mittelpunkt der Welt angesiedelt.
So reiste ich einen Tag später weiter über Lamia und Trikala zur Felsengruppe der Meteora:
Konglomerat-Sandstein-Türme bis zu 554 Meter hoch, die sich fast senkrecht über dem Peneios-Tal erheben.
Seit dem 14. Jahrhundert entstandenen auf den Felskuppen unter der Herrschaft serbischer Teilfürsten zahlreiche Klöster. Diese waren meist nur über Leitern oder Aufzüge (Körbe, Netze) zu erreichen. Die Fresken der Kirche wurden zumeist im 16. Jahrhundert von Athos- Mönchen im kretischen Stil geschaffen.

Ich fand ein Turmkloster, zu dem steile in den Fels gehauene Stufen an einem Seil-Geländer führten. Beim Läuten der Glocke an der Eingangstür wurde ich von einem älteren Mönch freundlich eingelassen und im ganzen Kloster herumgeführt.

Nach diesem Erlebnis machte ich mich auf den Weg zur Adriaküste. In einem kleinen Küstenort bestieg ich die Fähre nach Kerkyra (Korfu) und von dort das Fährschiff nach Brindisi konnte ich auch noch bezahlen.

Da ich beim italienischen Zoll nicht mehr genug Geld für eine Fahrkarte nach Deutschland vorzeigen konnte, brachte man mich zum deutschen Konsulat in Brindisi. Dort wurde mir gegen Quittung das Geld für eine Eisenbahnfahrkarte nach Berlin vorgestreckt.

Nach fast sieben Wochen traf ich wieder in der elterlichen Wohnung ein.--------------

bi_anhalter

In den Sommerferien 1954 war meine Schwester Ilse wieder in Berlin und wir starteten zu einer gemeinsamen Tour per Anhalter nach Italien.
Es war Augusts und warm genug, dass wir irgendwo auf den Hügeln über dem Lago Maggiore im Freien in unsern Schlafsäcken übernachten konnten. Im Dunkeln sahen wir unten in dem großen See die Lichter vom Ufer sich widerspiegeln.
Weiter ging es über Mailand,Genua auf der Straße am Mittelmeer entlang nach Rom und Neapel.
Auf der Straße über den ablehnenden nahm uns ein alter LKW mit. Im Führerhaus hatte neben dem Fahrer und Beifahrer nur Ilse Platz und ich musste es mir hinten im Laderaum auf großen Käselaiben bequem machen.
Es war schon dunkel, da hielten wir mit den in den Bergen neben einem kleinen Wirtshaus an. Ilse kam aufgeregt zu mir und rief mir zu, schnell auf die Straße zu springen. Der Fahrer hatte sie aufgefordert, Sex-Dienst als Fahrgeld zu leisten, was sie entrüstet ablehnte.
Daraufhin hielt er an dem Wirtshaus, wo wir auch ein kleines Zimmer für die Nacht fanden. Am nächsten Tag kamen wir nach Bari, eine große Hafenstadt mit fast arabisch anmutender Bevölkerung. Da uns hier alles ein bisschen "fremdländisch" vorkam und wir kaum italienisch konnten, entschlossen wir uns umzudrehen und wanderten auf der Küstenstraße wieder nach Norden.
Dabei kamen wir an Kilometer langen Salinen vorbei, Salzgärten, in denen aus Meerwasser durch Verdunsten Kochsalz gewonnen wird. Große Flächen am flachen Strand werden eingedämmt, das hereingelassene Salzwasser verdunstet in der Sonne und das zurückbleibende Salz kann für den menschlichen Verbrauch genutzt werden.

Natürlich waren wir auch auf dem Vesuv.
Wir kamen am Nachmittag etwas spät zu dem kleinen Gebäude von dem aus Berg-Führer die Besucher zum Kraterrand begleiten, wir waren die beiden letzten.
Zwei junge Führer sassen da mit ihren festen ledernen Bergsteigerstiefeln. Wir hatten nur feste Turnschuhe und erzählten ihnen in deutsch-englischem Kauderwelsch mit italienischen Brocken, dass wir Studenten sind und per Anhalter aus Berlin kommen, um den Vesuv Krater anzuschauen.
Da fassten sie uns an der Hand und zogen uns den Berg hinauf bis an den Kraterrand.
Auf deutsch-italienisch erzählten sie alles Wissenswerte über den Vesuv.
Dann nahm jeder einen von uns in den Arm und wir rutschten auf ihren Stiefeln durch das Lava-Geröll zum Häuschen zurück.
Sie sagten wir seien ihre Gäste und luden uns zu einem Glas Lacrimae-Christi-Wein ein.
Wir bedankten und verabschiedeten uns und wanderten durch die Weinberge. In einer verlassenen Winzerhütte übernachteten wir und reisten am nächsten Morgen wieder nordwärts.
Eine Woche später landeten wir bei unseren Eltern in Berlin.
Im Sommer 1955 war Ilse wieder in Berlin und so beschlossen wir eine Anhalter-Tour nach Spanien.
Durch die Schweiz und Südfrankreich ging es über die Pyrenäen nach Barcelona.
Wie in Italien schliefen wir meist in den Schlaf- sälen billiger Jugendherbergen.
Weil das Anhalter fahren damals noch nicht in Mode war, kamen wir meist sehr gut voran, oft in kleinen Lastwagen. Zwischen Barcelona und Valencia ging die Küsten-Straße über einen hohen Bergrücken und von der Ladefläche eines kleinen LKWs aus hatten wir eine herrliche Fernsicht über das im Sonnenlicht glitzernde Mittelmeer.
In den kleinen Fischer-Städtchen schliefen wir manchmal in am Kai vertäuten alten Kähnen und aßen oft in kleinen Fischküchen frischen Fisch. Wir nahmen immer die kleine Küstenstraße (Autobahnen gab es damals ja noch nicht) über Alicante und Cartagena.
Von Almeria aus machten wir einen Abstecher nach Granada an dem Schneegebirge der Sierra Nevada vorbei und zu dem berühmten Maurenschloß Alhambra.
Dann wieder nach Malaga zur Costa del Sol und weiter nach La Linea, dem Grenzübergang nach Gibraltar.
Als Fußgänger konnten wir dort problemlos passieren und uns die alte britische Festung ansehen.
Bei schönstem Sonnenschein konnten wir den Affen auf den Felsen zugucken und durch Old England spazieren.
Über Algeciras und Cadiz, wo wir direkt am Hafen auf Parkbänken unter Palmen schliefen weiter nach Jerez de la Frontiera, wo der berühmte Cherry gekeltert wird, den die Engländer schon immer gerne als Aperitiv trinken, und den Ortsnamen Jerez zu Cherry verbalhornt haben.
Dann weiter nach Sevilla, wo wir mehrere Tage in der schönsten Stadt Spaniens verbrachten.

Auf der Landstraße nach Madrid hatten wir wieder besonderes Glück. Hinter Cordoba hielt ein großer Personenwagen und ein nettes Ehepaar, der Mann ließ Jesus, nahm uns mit bis in ihr großes modernes Apartment in der Madrider Innenstadt, wo wir dann noch mehrere Nächte in ihrem Gästezimmer schlafen durften, während wir uns die Hauptstadt anschauten. Danach nordwärts über Burgos, Bilbao, San Sebastian nach Biaritz in Frankreich. Dort mussten wir nach den schönen Tagen in Spanien entlang der Atlantikküste häufig im Regen laufen, da dann auch weniger Autos halten. Über Bordeaux , Lyon und durch die Schweiz kamen wir eine knappe Woche später wieder nach Berlin zu unseren Eltern.----

bi_radfahrer

Ich meldete mich bei der TU Hannover ab, packte meinen Rucksack, und fuhr per Anhalter meine Schwester Ilse in Tunbridge Wells,Sussex, England besuchen, mit der Kanal-Fähre Calais - Dover.
Dort absolvierte Ilse ihre Physical-Therapie-Lehre und wohnte in einer kleinen Pension, wo ich auch ein Zimmer bekam.
Ich trampte aber bald weiter nach Bristol, wo ich mich an der Uni als Austauschstudent für das Herbst-Trimester eintragen wollte.
Ich fand auch bald ein schönes Zimmer bei einem jüngeren Ehepaar in einem typisch englischen Einfamilienhaus ohne Zentralheizung aber mit einem großen Kaminfeuer im Wohnzimmer. Es lag in einem hügeligen Wohnviertel 3 km oberhalb der Uni.
Ich besorgte mir ein gebrauchtes Fahrrad und radelte jeden Tag zu den Vorlesungen. Ein Unterschied wie Tag und Nacht zum Rad fahren in Deutschland. Radler hatten immer Vorfahrt und die Autofahrer benahm sich uns gegenüber wie perfekte Gentlemen. Mittag aß ich in der Uni Kantine, Frühstück und Abendbrot bekam ich bei meinen Wirtsleuten auf englische Art einschließlich afternoon tea. Ich hörte alle möglichen Vorlesungen und verstand bald auch alles, wenn langsam und deutlich gesprochen wurde. Mein eigener Dialekt blieb stümperhaft.
Über die kurzen Weihnachtsferien fuhr ich wieder meine Schwester Ilse besuchen. Dort genoss ich auch zum ersten Mal echten Plumpudding.

Nach dem Frühjahrs Trimester packte mich wieder das Reisefieber.
Ich trampte nordwärts, ein paar Tage lang zusammen mit Ilse, die dann aber wieder zurück zu ihrer Schulung musste, also alleine weiter über Newcastle, Edinburgh und Glasgow durch Schottland bis zur Isle of Skye.
Über die Meerenge hinüber gab es noch keine Brücke, und die Fähre war mir zu teuer. So machte ich noch eine große Schleife durch die Highlands, bevor es zurückging nach London.
Auf den holprigen Straßen in Schottland litt wieder mein Rücken, besonders auf Holzbänken in uralten ungefederten kleinen Lieferwagen, wenn in jedem Schlagloch mein Kreuz zusammengestaucht wurde. Einmal nahm mich ein Gutsbesitzer in seinem offenen viersitzigen Ford Oldtimer mit, den Motor warf er mit einer großen Kurbel unter dem Kühler an, und als wir in seinem Hof ankamen, nahm er einfach das Steuerrad ab und mit ins Haus (einfache Diebstahlsicherung). In London besuchte ich ein älteres Ehepaar, gute Freunde meiner Schwester Ilse, die beide schon pensioniert waren und mich sehr freundlich aufnahmen. Ich durfte einige Tage bei ihnen bleiben und sie zeigten mir alle Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt.-

Inzwischen war es schon Frühsommer 1951 und Zeit für mich nachhause zu fahren.
Dort hatte sich einiges geändert.
Im Februar waren meine Eltern aus Sulingen nach Berlin umgezogen in die Mansarden-Wohnung ihres Hauses in der Preußen Allee 33, also auch mein neues Zuhause. Meine Oma in Sulingen wäre am 5. März 89 Jahre alt geworden. Aber leider starb sie am 3. März an Altersdiabetes. Meine Mutter war schrecklich betrübt, da sie zu Omas Geburtstag nach Sulingen fahren wollte und ihre Mutter nicht nochmal lebend sehen konnte.-