31. Oct. 07, 15:13
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- Etwa im Jahre 1966 dachten wir ernsthaft über unsere Rückkehr nach Deutschland nach.
Maria und ich hatten nicht die amerikanische Staats-
angehörigkeit beantragt, da wir hofften, eines Tages in unsere alte Heimat in Ostdeutschland zurückkehren zu können.
Nun hatte Maria aber immer mehr Heimweh, vor allem fehlte ihr die zahlreiche Verwandtschaft, Vetter und Kusinen in ihrem Alter, und halt die deutsche Gesellschaft.
Unsere Kinder spielten schon im Alter von 2 ½ bis 3 Jahren auf der Straße mit anderen Kindern und lernten schnell englisch. Wenn wir zuhause mit ihnen deutsch sprachen, antworteten sie auf Englisch und konnten kaum noch deutsch reden. Daher wollte auch ich nun möglichst bald mit ihnen nach Deutschland zurück, damit sie dort deutsche Schulen besuchen könnten, was an unserem Wohnort Brookings unmöglich gewesen wäre.-
Mein Vater war inzwischen 80 Jahre alt und wollte mir helfen, in Deutschland eine gute Arbeits-Position zu finden. Er inserierte in Fachzeitschriften nach kleinen Holzbetrieben, die demnächst zum Verkauf stünden, und hoffte, mir bei der Übernahme mit Rat und Tat zur Seite stehen zu können.-
Anfang 1967 buchten wir einen Flug für Mitte April mit der ganzen Familie von Newark/New Jersey bei der belgischen Fluglinie Sabena nach Luxemburg, und von dort die Eisenbahnfahrkarte nach Lübeck zum Haus von Marias Eltern in Kücknitz, unser Ferien-Quartier für drei Monate. Ich nahm solange Urlaub bei der Brookings Coop.
Im Frühjahr 1967 wurde Christian Martin in Gold Beach geboren. Zwei Wochen später fuhr er mit in unserem weißen VW-Bus quer durch die Staaten nach New Jersey. Dort konnten wir unser Auto bei einem guten Freund bis zu unserer Rückkehr stehen lassen.
Die weitere Reise zu den Großeltern klappte wie vorgesehen ohne größere Zwischenfälle.
Maria blieb mit den Kindern in dem Eigenheim ihrer Eltern mit gro0em Garten und bei schönem Wetter machten sie häufig Badefahrten zu dem großen Strand in Travemünde.
Schon nach zwei Wochen kamen meine Eltern uns kurz besuchen. Mein Vater hatte in Berlin eine gelbe DKW Meisterklasse gemietet. Fast das gleiche Auto hatte er in Neu Bentschen schon mal besessen.
Zwei Tage später fuhren wir beide damit nach Münster in Westfalen.
Dort war ein kleiner Holzbetrieb am Ufer des Dortmund-Ems-Kanals mit einem Gatter, Band-und Kreissägen sowie Hobel-Maschinen zu verkaufen. Wir schauten uns alles Inventar und auch die Bücher genau an. Auf der Rückreise nach Kücknitz besprachen wir auch die Finanzierung und mein Vater meinte, ich könnte mit seiner Hilfe die Übernahme ohne allzu große Verschuldung meistern.
Ich war zwar erst 46 Jahre alt, aber einerseits fehlte mir unternehmerische Erfahrung und andererseits widerstrebte es mir, mich bei einem Neuanfang in eine doch kleine Betriebsgröße im Vergleich zu dem großen Holz- unternehmen, bei dem ich gelernt hatte, und auch zu dem Werk meines Vaters in Neu Bentschen, einzwängen zu müssen.
Ich versuchte, das meinem Vater klarzumachen, aber er war wohl doch etwas enttäuscht, dass ich bei meiner Rückkehr nach Deutschland, die ja auch erst über zwei Jahre später stattfand, mir lieber auf Gutglück eine neue Arbeitsstelle suchen wollte, obwohl mir klar war, dass ich nicht mehr in ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten komme, wie zwölfeinhalb Jahre vorher, mir aber meine Familie wichtiger war als später beruflicher Erfolg oder DM-Guthaben.
So verbrachte ich noch einige geruhsame Wochen mit Maria, ihren Eltern und Geschwistern und den Kindern in Kücknitz und am Strand in Travemünde und wir besuchten auch oft das schöne Lübeck mit seinen alten Kirchen und den Bauten aus der Hanse Zeit.
Mitte Juli ging es zurück mit der Bahn nach Luxemburg und weiter mit dem Flieger über den Atlantik nach Newark.
Dort fanden wir unser Auto wohlbehalten vor, bedankten uns bei meinem Freund und fuhren wieder quer durch den Kontinent zum Pazifik.
Maria und ich hatten nicht die amerikanische Staats-
angehörigkeit beantragt, da wir hofften, eines Tages in unsere alte Heimat in Ostdeutschland zurückkehren zu können.
Nun hatte Maria aber immer mehr Heimweh, vor allem fehlte ihr die zahlreiche Verwandtschaft, Vetter und Kusinen in ihrem Alter, und halt die deutsche Gesellschaft.
Unsere Kinder spielten schon im Alter von 2 ½ bis 3 Jahren auf der Straße mit anderen Kindern und lernten schnell englisch. Wenn wir zuhause mit ihnen deutsch sprachen, antworteten sie auf Englisch und konnten kaum noch deutsch reden. Daher wollte auch ich nun möglichst bald mit ihnen nach Deutschland zurück, damit sie dort deutsche Schulen besuchen könnten, was an unserem Wohnort Brookings unmöglich gewesen wäre.-
Mein Vater war inzwischen 80 Jahre alt und wollte mir helfen, in Deutschland eine gute Arbeits-Position zu finden. Er inserierte in Fachzeitschriften nach kleinen Holzbetrieben, die demnächst zum Verkauf stünden, und hoffte, mir bei der Übernahme mit Rat und Tat zur Seite stehen zu können.-
Anfang 1967 buchten wir einen Flug für Mitte April mit der ganzen Familie von Newark/New Jersey bei der belgischen Fluglinie Sabena nach Luxemburg, und von dort die Eisenbahnfahrkarte nach Lübeck zum Haus von Marias Eltern in Kücknitz, unser Ferien-Quartier für drei Monate. Ich nahm solange Urlaub bei der Brookings Coop.
Im Frühjahr 1967 wurde Christian Martin in Gold Beach geboren. Zwei Wochen später fuhr er mit in unserem weißen VW-Bus quer durch die Staaten nach New Jersey. Dort konnten wir unser Auto bei einem guten Freund bis zu unserer Rückkehr stehen lassen.
Die weitere Reise zu den Großeltern klappte wie vorgesehen ohne größere Zwischenfälle.
Maria blieb mit den Kindern in dem Eigenheim ihrer Eltern mit gro0em Garten und bei schönem Wetter machten sie häufig Badefahrten zu dem großen Strand in Travemünde.
Schon nach zwei Wochen kamen meine Eltern uns kurz besuchen. Mein Vater hatte in Berlin eine gelbe DKW Meisterklasse gemietet. Fast das gleiche Auto hatte er in Neu Bentschen schon mal besessen.
Zwei Tage später fuhren wir beide damit nach Münster in Westfalen.
Dort war ein kleiner Holzbetrieb am Ufer des Dortmund-Ems-Kanals mit einem Gatter, Band-und Kreissägen sowie Hobel-Maschinen zu verkaufen. Wir schauten uns alles Inventar und auch die Bücher genau an. Auf der Rückreise nach Kücknitz besprachen wir auch die Finanzierung und mein Vater meinte, ich könnte mit seiner Hilfe die Übernahme ohne allzu große Verschuldung meistern.
Ich war zwar erst 46 Jahre alt, aber einerseits fehlte mir unternehmerische Erfahrung und andererseits widerstrebte es mir, mich bei einem Neuanfang in eine doch kleine Betriebsgröße im Vergleich zu dem großen Holz- unternehmen, bei dem ich gelernt hatte, und auch zu dem Werk meines Vaters in Neu Bentschen, einzwängen zu müssen.
Ich versuchte, das meinem Vater klarzumachen, aber er war wohl doch etwas enttäuscht, dass ich bei meiner Rückkehr nach Deutschland, die ja auch erst über zwei Jahre später stattfand, mir lieber auf Gutglück eine neue Arbeitsstelle suchen wollte, obwohl mir klar war, dass ich nicht mehr in ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten komme, wie zwölfeinhalb Jahre vorher, mir aber meine Familie wichtiger war als später beruflicher Erfolg oder DM-Guthaben.
So verbrachte ich noch einige geruhsame Wochen mit Maria, ihren Eltern und Geschwistern und den Kindern in Kücknitz und am Strand in Travemünde und wir besuchten auch oft das schöne Lübeck mit seinen alten Kirchen und den Bauten aus der Hanse Zeit.
Mitte Juli ging es zurück mit der Bahn nach Luxemburg und weiter mit dem Flieger über den Atlantik nach Newark.
Dort fanden wir unser Auto wohlbehalten vor, bedankten uns bei meinem Freund und fuhren wieder quer durch den Kontinent zum Pazifik.