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»holzmachen«

--BI.--im Rheinland

Mitte April holten wir noch die 10.-12. Landung Brennholz in meinem Passat Variant (insgesamt also wohl eine kleine Lkw-Fuhre) aus dem Wald.-

Für jeweils zwei bis drei Tage fuhr ich mit meinem Auto zu einer Hauptversammlung, die ich meist mit Besuchen bei Freunden oder Verwandten verband.

Ende April war ich im Rheinland, wo ich eine alte Freundin meiner Mutter besuchte.
Schwester Hedwig lebte als pensionierte Diakonisse im Altersheim Haan bei Düsseldorf. Dort hatte sie ein kleines Apartment und sie trug auch noch die hellblaue Diakonissentracht mit weißgestärktem Kopfhäubchen.
Ich durfte immer in ihrem kleinen Schlafzimmer im frisch bezogenen großen Federbett übernachten, während sie auf dem Sofa im Wohnzimmer schlief.
Sie kochte auch immer ein schmackhaftes Abendessen für uns und danach sahen wir auf ihrem guten Fernseher die Abendnachrichten und dann Eiskunstlaufen.--

Am zweiten Mai, einem Freitag, fuhr ich nach Mainz zum Jahres- Treffen unserer kleinen Wickersdorfer Freundesgruppe, die nur noch aus 5 Mann bestand.
Nach Dom Besuch, Gutenberg Museum, Kupferberg Produktion und anderen Sehenswürdigkeiten, vor allem aber gemütliches Beisammensein beim gemeinsamen Essens, und für mich noch häufiges Fitnesstraining im hoteleigenen Schwimmbad, fuhr jeder am Sonntag abend wieder nachhause.-

bi_fitnesstraining

Im Januar 86 lag auf den Feldern um Bubenreuth, wie damals öfter zur Winterszeit, noch genügend Schnee zum Skilanglauf, was ich auch häufig für meine körperliche Fitness nutzte.
Da gleich hinter unserm Nachbarhaus Wiesen und Felder beginnen, konnte ich schon an der Haustür meine Skier anschnallen und lief dann 5 bis 6 km um den Hangwald nördlich von Bubenreuth zwischen Bräunigshof und Igelsdorf eine große Schleife.
Die Straßen waren aber meist vom Schnee geräumt und trocken. So konnte ich auch mit dem Fahrrad im Ort, wo es noch vier oder fünf Bauernhöfe gibt, herumfahren und Besorgungen machen.
Alle zwei Tage holte ich auf dem nächsten Hof 2 l frische Milch für die Familie.
Natürlich musste ich auch öfter auf dem langen Bürgersteig um unser Eckgrundstück Schnee schippen -

Leider merkte ich damals schon, dass meine Beinkraft langsam nachließ, ich z.B. nicht mehr sicher zwei Treppenstufen rauf oder runter springen konnte.
Der Orthopäde in Erlangen schickte mich in die Kopf-Klinik zur neurologischen Ambulanz. Dort wurde eine spinale Muskelatrophie diagnostiziert, also ein durch das Rückgratnervensystem verursachter Beinmuskelschwund. Der leitende Professor Druschky sagte mir gleich, daß es für Nervenleiden so gut wie keine medizinischen Heilungsmöglichkeiten gibt.-

Mitte Januar fuhr ich mit meinem Passat Variant und meinen Söhnen in den Wald Brennholz holen, das man beim Förster Ster-weise kaufen kann.
Ein Ster ist ein (Kubik-)Raummeter 1 m lange Rundholzstücke, die man beim Baum Fällen aus den langen Baumstämmen herausschneidet, da diese Abschnitte für Nutzholz nicht geeignet sind.
Sie wurden dann im Wald in großen Würfeln für Selbstabholer gestapelt.
Da die Heinlein-Fertighäuser noch vor der ersten Ölkrise gebaut worden und die Außenwände nicht gut Wärmeisoliert waren, hatten wir in die Mitte unseres Hauses einen großen Kachelofen einbauen lassen.
Unsere drei Söhne waren nun auch groß genug, um mir beim Brennholz-Transport helfen zu können.
Zuhause zersägte und zerhackte ich die Baumstücke in Handarbeit (Fitnesstraining) und stapelte das Brennholz an der Hauswand zum Trocknen auf.-

Am Donnerstag, d. 30. Januar 86 fuhr ich mit dem Auto nach Berlin, um, wie schon in den letzten Jahren, die Grüne in die Herr Woche zu besuchen.
Mein Vetter Gunter wohnte damals noch in seinem Gartenhaus in der großen Schrebergartenkolonie an der Spandauer Chaussee, wo ich auch übernachten konnte. Zwei Tage lang lief ich durch die Messehallen, spazierte und radelte bei schönem Wetter am Wochenende durch Charlottenburg und fuhr am Sonntag nachmittag wieder nachhause.

--- Noch den ganzen Februar über lag auf den Feldern genug Schnee für meine Ski-Langläufe.---