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--GK---20.1.09.-
John F. Kennedy wurde vor 48 Jahren als 35. US.-Präsident genauso gefeiert und begrüßt wie heute Barack Obama. In seiner Antrittsrede sagte er damals: " Frag nicht, was dein Land für dich tun kann. Frag, was du für dein Land tun kannst." Und noch heute denken Barack Obama und viele seiner Mitbürger so.-
In Deutschland heißt es in der Werbung großer Versicherungen : hole dir für deine Riester-Rente 987 Euro vom Staat. Oder ganz neu bei den Autofirmen: der Staat zahlt dir 2500 Euro für dein neues Auto.
Im tausendjährigen Hitlerreich ist der Begriff Volksgemeinschaft überstrapaziert worden. Heute scheinen wir zu vergessen, dass diese mit dem Staat identisch ist und unser Gemeinschaftssinn verkümmert.---

Spiegel Nr.4/09. S.84. „Der grüne Tsunami“ :
Brasilien will Autofahrer weltweit mit Ethanol aus Zuckerrohr versorgen : man muss sich fragen, ob globale Kapitalmanager (und Politiker) jemals etwas von den fundamentalen Menschenrechten gehört haben.
Bei der Zuckerohrernte werden die Arbeiter wie Sklaven behandelt und mit Hungerlöhnen bezahlt. -
Längst ist es erwiesen, dass auf dieser Erde vor allem in den ärmsten Ländern große Hungersnöte ausbrechen und viele Menschen verhungern werden, wenn Agrarland zur Erzeugung von Kraftstoffen für Automobile, mit denen zu fahren es sich nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung leisten kann, genutzt wird statt darauf wie bisher Nahrungsmittel anzubauen. Kapitalistische Gier nimmt gewissenlos den Hungertod vieler Menschen auf dieser Erde in Kauf.-
Leider hat auch die deutshe Regierung die Beimischung von Ethanol zum Kraftstoff angeordnet. Wie nützlich die Erzeugung von Kraftstoff-Komponenten aus Holz und anderen Fasergewächsen ist, konnte noch nicht geklärt werden, und auch damit können nur verhältnismäßig geringe Kraftstoffmengen produziert werden.---
Mit dem Erdöl konnten wir Menschen Verbrennungsmotoren bauen und betreiben.
Seit 100 Jahren leben wir im Erdölparadies, und nach dem Hitler~ und Bombenkrieg begann das deutsche Wirtschaftswunder und viele Menschen glaubten an ein ewiges Wachstum.
Aber die Bäume wachsen nicht in den Himmel und unser Wellnessdasein hat seinen Zenit erreicht, und es ist zum großen Teil vom Erdöl und den Verbrennungsmotoren abhängig. Denn die Wertschöpfung einer menschlichen Arbeitsstunde hat noch nie so enorm zugenommen, wie durch die Nutzung von Verbrennungsmotoren.
Es gibt kaum noch einen Beruf, der nicht direkt oder indirekt darauf angewiesen ist, und natürlich auch unser ganzes Privatleben.
Es sind aber nur 30 oder 40% (?) der Weltbevölkerung, die einen materiellen Nutzen daraus ziehen können und einen noch nie da gewesenen Durchschnittswohlstand (ganz abgesehen von immer mehr Millionären und Milliardären) erreicht haben.
Denn über die Hälfte der Weltbevölkerung lebt nach wie vor in erbärmlicher Armut, und die Projekte gieriger Kapitalmanager, auf Ackerböden statt Nahrungsmitteln Pflanzen zur Treibstoffgewinnung (Ethanol) anzubauen, dürfte bald zu großen Hungersnöten in den armen Ländern der Erde führen.-

28.1.09. Wladimir Putin hat in Davos eine gute und vernünftige Rede gehalten. Er sagte u.a., dass zu hochtrabende Erwartungen an der globalen Rezession mit schuld seien.- Barack Obama sagte, dass er den US Börsen scharf regulierte Finanzregeln vorschreiben werde, die dann auch global gültig sind. Aber ein neues Bretton Woods, feste Wechselkurse oder gar einen Goldstandard wird es nicht mehr geben. Dafür wird das "schwarze Gold", der Barrel-(Erdöl-)preis unsere Leitwährung sein. Z.Zt. versuchen die 700 Saudi Prinzen den Barrel- Preis unter 50 $ zu halten und produzieren Erdöl mit voller Kapazität, da ihnen ihr eigenes Wohlleben wichtiger ist als das ihrer Nachkommen. (Die weiterhin mehr oder weniger starken Barrelpreisschwankungen liegen an den hektischen Kauf- und Verkaufsaufträgenen verunsicherter Anleger.) Und obwohl die Opec eine Produktionskürzung beschlossen hatte, um die auch in der Golfregion nicht endlosen Ölvorräte zum bestmöglichen Weltmarktpreisen weiter verkaufen zu können. Natürlich sind die USA und Saudis in einer engen Überlebensgemeinschaft verknüpft, denn die Saudis könnten ohne den militärischen Schutz der US Streitkräfte ihre Ölproduktion nicht lange ungestört aufrechterhalten und die US Streitkräfte können ohne Erdöl auf Dollarbasis nicht lange voll manövrierfähig bleiben, und so sind sie aufeinander angewiesen. Und solange der Barrelpreis in Dollar notiert wird, können die USA auch weiterhin Schulden machen, d.h. Greenbacks drucken, da diese nach wie vor weltweit im Vertrauen auf die militärische und wirtschaftliche Stärke der USA als zinslose Papiergeldwährung akzeptiert werden. Unter diesen Voraussetzungen dürfte der Euro allerdings langsam an Wert verlieren, also sich die Teuerung im Euroland noch verstärken, nachdem fast alle Länder ihre Schulden durch riesige Hilfsprogramme für die Wirtschaft ihrer Länder beschlossen haben. Nur für Geldwäscher hat der Euro wegen der (kleinsten) 5-Euro-Noten noch den Vorteil, dass er sich leichter illegal transportieren lässt. -
In Deutschland ist eine weitere Zunahme der Arbeitslosigkeit zu erwarten und vor allem eine starke Abnahme unseres hohen Lohn- und Einkommensniveaus, d.h. weitere Lohnsteigerungen werden in Zukunft noch weitere Entlassungen nach sich ziehen.-
Leider hat die euphorische Prognose unserer Regierung von Wachstum und Aufschwung bis vor kurzem noch Gewerkschaften und Schlüsselberufe zu hohen Lohnforderungen (incl. Streik) ermuntert. Aber da der Barrelpreis in umgekehrter Richtung die Wertschöpfung unseres Stundenlohns beeinflusst und er auf längere Sicht wieder steigen wird, müssen wir sinkende Reallöhne erwarten, zumal diese in den neuen EU-Ländern noch nicht unseren Standard erreicht haben und auch nie erreichen werden.-
Mit physikalisch-technischer Realistik erkennt man, dass Verbrennungsmotoren die Wertschöpfung der menschlichen Arbeitsstunde um ein Vielfaches erhöht haben und ihre Energieleistung von keiner anderen Maschine erreicht wird, auch nicht von Elektromotoren.-
Zudem muß uns klar werden, dass wir die riesigen Energiemengen aus fossilen Vorratslagern, die wir heute verbrauchen -und vergeuden- , nie werden durch erneuerbare Energien ersetzen können.- Hoffentlich wird Barack Obama bei seiner Zielsetzung : Weg vom Erdöl , bald einsehen, dass auch die Atomenergie (mit all ihren Risiken) keinen Ersatz für das Erdöl bietet. . Denn mit Atomenergie kann man nur Strom erzeugen und keine Flugzeuge betreiben, genau so wenig wie Raketen und all die fürs Überleben der Menschheit unnötigen Weltraum-projekte. Außerdem wird Uran nach heutigen Erkenntnissen auch schon in etwa 20 bis 30 Jahren knapper und teurer werden.--- Sparen, vernünftig einteilen und rationieren ist das beste, was wir Menschen mit den verbliebenen fossilen Energielagern unserer Erde noch machen können.-
Während des deutschen Wirtschaftswunders hat besonders die deutsche Autoindustrie einen rasanten Aufschwung genommen, auch begünstigt durch niedrige Ölpreise. Inklusive Zulieferer, Werbung und Marketing generiert sie nun über 40% des BIP (Brutto Inlands Produkts). Umsomehr wird sie nun unter der globalen Rezesssion leiden und es wird viele Entlassungen geben.-
Begünstigt durch den Wohlstand des Wirtschaftswunders und auch durch unser demokratisches Regierungssystem wurde die Bürokratie nach dem Krieg mit deutscher Gründlichkeit großzügig wieder ausgebaut, immer mit hohen (Beamten-) Tarifen für Gehälter und Pensionen nach Adenauer-Art, und hat sich zu einem großen Berufsstand vor allem im Verwaltungsapparat entwickelt, auch in Politik, Wissenschaft und vielen Wirtschaftszweigen, besonders auch im Krankenkassensystem in Zusammenarbeit mit den kassenärztlichen Vereinigungen, in der Beredsamkeit, Geschäftssinn und persönliche Vorteilsnahme oft wichtiger sind als Sparsamkeit und Gemeinschaftssinn und z.B. einfache direkte Kontroll-Abrechnung zwischen Patient und Arzt (s.Spiegel Nr.6/09,S.54 „ Augsburger Ärztekrieg“).
Für alle Arbeitsplätze in Deutschland aber gilt gleichermaßen, dass unser reales Durchschnittseinkommen schrumpfen wird, und je schneller es sich an das Niveau in der übrigen EU (vor allem in den osteuropäischen Ländern) anpasst, desto weniger Arbeitslose werden wir haben.---Vor allem wird unsere Regierung die große Einkommenslücke zwischen den "Besserverdienenden" (zu denen ja auch viele Politiker gehören) und Otto-Normalverbraucher, die im Verlauf der Rezession -ganz abgesehen von den Arbeitslosen- immer mehr werden, reduzieren müssen.---

gk-Es gibt keine Naturkonstanten und keine Inertialsysteme.

------Es gibt keine Naturkonstanten und keine Inertialsysteme.-----
Jeder Mensch ist ein Unikat dank der von Gott geschaffenen menschlichen Zeugung, die wir Menschen nie werden nachmachen können.
Ebenso werden wir Menschen das Wunder des Lebens nie erforschen können, genauso wie den Ursprung der Universums im Makrokosmos und das kleinste Teilchen im Mikrokosmos.

Zwar haben die in vielen, vielen Jahrtausenden durch unterschiedlichste geologische und klimatische Ursachen in der Erdkruste entstandenen fossilen Energielager uns Menschen ein Paradies beschert, dessen Werte wir nutzen, aber auch vergeuden wie die drei Jungfrauen in der Bibel.

Vor allem das Erdöl als Antriebskraft für Verbrennungsmotoren (einschließlich Raketen etc.) hat unsere Hitec-Forschung zu euphorischen Vorhaben getrieben, von denen vieles mit Vorsorge und Vernunft nichts zu tun hat, sondern eher mit eigensüchtiger Neugiersbefriedigung und Karrieredrang ohne Verantwortungsbewusstsein gegenüber und auf Kosten der Allgemeinheit.
Doch die fossilen Energiereserven sind endlich und haben an vielen Stellen den Zenit der Förder-Kapazität erreicht. Sie neigen sich bei steigendem Verbrauch langsam dem Ende zu, vor allem beim Erdöl. Nie mehr werden wir so billig und bequem Auto fahren können wie jetzt noch.
Wir können nur hoffen, dass vor allem das verbleibende Erdöl mit Hilfe der globalen Institutionen, vor allem der UNO, vernünftig und friedlich genutzt und eingeteilt wird. Auch unsere wissenschaftlichen Forschungs-Fähigkeiten sind begrenzt und sollten vor allem beim notwendigen Energiesparen eingesetzt werden.--- Paradies ade,..ade auch die 5 Tage Woche.---

bi_vetter willi liebe

Im Frühjahr 1973 hatte ich versucht, Maria für einen mehrtägigen Ausflug zur Tulpenblühte in Holland zu gewinnen, aber leider ohne Erfolg.
Wahrscheinlich hat sie darunter gelitten, dass ich ein eingefleischter Reiseonkel war, aber mir nie Vorwürfe deswegen gemacht und mir bei meinen Reiseplänen stets freie Hand gelassen hat, wofür ich ihr heute noch dankbar bin.

Im Herbst 1973 fuhr ich für eine Woche, die Kinder hatten Schule, alleine durch die DDR, durch Sachsen, Brandenburg, Meck-Pom, Sachsen Anhalt und Thüringen inklusive Wickersdorf, da ich neugierig war, das Leben dort kennen zu lernen.-

In den Sommerferien 1974 plante ich dann die erste Reise in die alte Heimat mit den vier ältesten Kindern.
Maria blieb lieber mit den beiden jüngsten zuhause.

Als Touristin wollte sie nie mehr in die alte Heimat zurückkehren,
ebenso wie mein Vetter Willi Liebe.

Er war 1928 zur (schwarzen) Reichswehr eingezogen und nach dreimonatiger Infanterieausbildung mitsamt Ausrüstung nachhause entlassen worden.
Alle Jahre gab's eine dreiwöchige Übung und im Sommer 1939 wurde er rechtzeitig zum Polen Feldzug (Kriegsbeginn) eingezogen. Vielleicht hatte er schon vor dem Krieg mit polnischen Bekannten schlechte Erfahrungen gemacht, auf jeden Fall wurde seine Meinung über polnische Menschen durch seine Erfahrungen und Erlebnisse während des Polen Feldzugs weiter negativ beeinflusst.

Krieg ist Krieg und im Kampf heisst es oft: du oder ich , und da gibt es keine Gesetze. Und wilder Hass kann menschliches Fühlen ausschalten.
Willi hat mir erzählt, dass er in einem deutschen Dorf, das von polnischen Fanatikern verwüstet worden war, bevor die deutschen Soldaten eintrafen, auf einem Staketenzaun die Köpfe deutscher Kinder aufgespießt sah. Und ich bin fest überzeugt, dass er mir die Wahrheit sagte.-

Willi blieb den ganzen Krieg über aktiver Soldat bei seiner Einheit, wurde Unteroffizier und war zuletzt mit dem Feldwebel, seinem besten Freund, in Norddeutschland eingesetzt. Dort fiel dieser kurz vor Kriegsende bei einem feindlichen Fliegerangriff. Er hatte einen alten Bauernhof in Wachendorf bei Syke. Dort hatte Willi bei einem Kurzurlaub den Hof, die Frau und drei Kinder kennen gelernt. Bis zum Krieg hatte er den Hof seines Vaters im Himmelstädt bei Landsberg/Warthe bewirtschaftet. Dort waren nun die Russen und er wollte und konnte nicht dahin zurück.

So bot er der Frau seines toten Kameraden an, ihren Hof weiterzuführen. Zuerst hatte er dort ein Zimmer neben dem Pferdestall, heiratete aber bald eine 15 Jahre will nur in ihnen ~ich Frau, die als Bombenflüchtling in dem Dorf lebte. Sie mieteten eine kleine Wohnung in einem Nachbarhaus und blieben kinderlos. 30 Jahre lang arbeitete Willi auf dem Hof, bevor er in Rente ging. Aber noch oft half "Onkel Willi" aus bei den Kindern, die nun schon längst erwachsen waren.
Er war aktives und respektiertes Mitglied im örtlichen Kriegerverein, starb mit 92 Jahren und wurde von seinen Freunden und Bekannten wie einer der Ihren zu Grabe getragen. Seine Frau Lotti lebte noch zwei Jahre in einem Altenheim, starb dann aber auch an einer Infektionskrankheit.
Willi´s jüngerer Bruder Fritz hatte der Metzger gelernt und bei einem Betriebsunfall den linken Arm verloren. Deshalb war er nie Soldat und lebte nach dem Krieg mit Frau und zwei Töchtern in Ost-Berlin. Zu seiner Familie habe ich keinen Kontakt mehr.--

bi_tiger-panzer

Ende Oktober 1942 wurde ich dann zu meiner Panzer-Ersatz-Abteilung in Neuruppin überwiesen.
Da ich gelernter Kaufmann war, bekam ich einen Job in der Schreibstube, wo ich den ganzen Winter verbrachte. Zwischen Weihnachten und Neujahr bekam ich einen kurzen Heimaturlaub.
Von einigen Bombenalarmunterbrechungen abgesehen, war das für mich auch eine friedliche Zeit.
Mitte Februar 1943 wurde ich in die Panzerkaserne Paderborn abkommandiert.
Dort wurde die Panzer Abteilung 404 neu aufgestellt.
Sie bestand aus drei Kompanien zu je vier Zügen mit je drei neuen schweren Panzern namens "Tiger" , dazu ein Munitionszug mit LKWs, ein Pionierzug mit Pontons und schwerem Brückengerät und ein kleiner Abteilungsstab.
Da ich keine Panzerausbildung hatte, aber einen Führerschein, wurde ich dem Pi- Zugführer, einem jungen Leutnant in meinem Alter zugeteilt und fuhr einen Schwimmwagen.
Das war ein von VW gebauter offener viersitziger Geländewagen mit vier Rädern, die Karosserie ein wasserdichter Bootskörper, an dessen Rückwand eine mit dem Motor verbundene Wasserschraube heruntergeklappt werden konnte, so das man wie in einem Motorboot in offenen Gewässern damit fahren konnte, was ich dreimal in größeren Seen getan habe.
Als Offiziersfahrer war man automatisch dessen Bursche, hatte zum Beispiel seine Stiefel zu putzen und andere kleine Dienste für ihn zu tun. Mit Dr. Dittmannn hat das gut funktioniert und da er ja bedeutend älter war und andere Interessen hatte, war es ein gutes dienstliches Verhältnis. Mit meinem neuen Leutnant wurde es ähnlich. Ich befreundete mich aber mit einem Tiger-Zugführer, Oberleutnant Diehl, einige Jahre älter als ich. Wir unterhielten uns oft über Gott und die Welt und alle möglichen Themen. Leider fiel er bald bei den Panzerschlachten um Kursk. Er hatte in seinem Tiger oben aus der Kommandantenluke geschaut, als ihm eine MG-Salve den Kopf abhackte, wie mir seine Kameraden später erzählten.- Mitte März war unsere Tiger-Abteilung 404 fertig aufgestellt und abmarschbereit. Wir wurden nach Belgien verlegt, wo Panzer und Fahrzeuge einen wüstengelben Anstrich für einen Afrika Einsatz bei Feldmarschall Rommel erhielten. Anfang April lagen wir in einem Schloß Park in Erwartung unseres Abmarschbefehls gen Süden. Es war so warm, dass wir in einem großen Teich schwimmen konnten. Plötzlich hieß es: alle Fahrzeuge rußlandbraun streichen. Danach kam sofort der Abmarschbefehls Richtungs Osten. Auf der langen Bahnfahrt kam unser Transportzug durch Neu Bentschen, wo er im Bahnhof über zwei Stunden Aufenthalt hatte. Glücklicherweise konnte ich meinen Vater rechtzeitig benachrichtigen, so dass ich auf dem Bahnhof noch zwei Stunden mit Eltern und Schwester zusammen sein konnte. Dann ging es weiter in die Gegend von Kursk. Es hieß, dass wir mit unsern neuen Panzern einen neuen Vorstoß Richtung Moskau beginnen sollten. Schon beim ersten Angriff begannen schwere Panzerkämpfe und die erdrückende Materialüberlegenheit auf der Gegenseite wurde schnell deutlich. Unserer schwerfälligen Tiger mit ihrer 8,8 Flak-Kanone standen wie Elche in Wolfs-Rudeln von russischen T 34 Panzern. Stalinorgeln deckten schon im Morgengrauen vor Beginn des Angriffs unsere Bereitstellungsräume ein und es war kein Durchbruch möglich. Mitte Juli begann dann der endgültige langsame Rückzug aus Russland in vielen kleinen Etappen, vielen zick-zack-Bewegungen, nördlich der Ukraine, durch Weißrussland und Litauen bei Suwalki über die ostpreußische Grenze. Irgendwo in den masurischen Wäldern endete Mitte September 1944 die Tiger-Abteilung 404. 18 Monate hatte ich ihr angehört und war zum Gefreiten avanciert. 70 Mann waren noch übrig, ohne Fahrzeuge und sonstige Ausrüstung, abgesehen von ein paar Karabinern. Von einem Sonderkommando wurden wir nach Westen in Marsch gesetzt, wo inzwischen schon die Alliierten innerhalb der deutschen Grenze standen. - Von den 14 Monaten Rückzugsgefechten habe ich keine Ortsnamen in Erinnerung, ebenso wenig, wie, wann und wo mein Schwimmwagen geendet ist.- Zunächst wurde immer versucht, alle Tiger in die nächste Auffangstellung zurück zu fahren. Doch Sprit und Zeit wurden immer knapper und wir gruben für sie Löcher mit Erdwall, in dem sie wie kleine Festungen solange wie möglich die Stellung halten sollten, um sie dann zu sprengen, bevor der Rückzug weiterging. Unser Pi-Zug, der hauptsächlich für den Vormarsch konzipiert war, um den Panzern über Gewässer und durch Sumpf-Gebiete Fahr-Möglichkeit zu schaffen, wurde bald aufgelöst. Ich wurde dann LKW-Fahrer im Munition-Zug. Bei den Festungstigern gab es da noch eine Sonderaufgabe: kleine Panzer 3, bei denen der Turm abgebaut war, wurden nachts zum Munitions-und Verpflegungsnachschub eingesetzt. Oft fuhr ich mit die etwa 1 bis 2 km lange Tour zu den Tigern, um mit dem Panzer-Fahrer zu zweit die schweren hölzernen Granatkisten auf-und umzuladen. Da es dunkel war, sahen wir ringsum die Leuchtmunition an uns vorbei flitzen, aber unser kleiner Panzer wurde nie direkt beschossen. Leider tat das schwere Kisten- stemmen meiner Wirbelsäule nicht gut und ich hatte oft Rückenschmerzen. Während des Rückzuges bekamen wir an größeren Stützpunkten zweimal Ersatz für unsere zerstörten Tiger. Es waren neue Königs-Tiger mit den durchschlagskräftigeren 10,6 cm Flak-Kanonen. Manchmal kamen wir an großen Verpflegungslagern vorbei, wo außer normalen Lebensmitteln auch große Mengen Luxusgüter gestapelt waren, neben Feinschmecker- Schinken und -Wurstwaren auch Weine und französische Cognacs. Aber weder konnten wir sie selbst genießen, noch wegen knapper eigener Transportmöglichkeit mitnehmen. Natürlich musste beim Rückzug alles befehlsgemäß gesprengt werden.--------- An der Westfront wurde ich gleich wieder als LKW-Fahrer eingesetzt, rechtsrheinisch bei einer Heeres-Transporteinheit. Es waren wohl Ende Oktober 1944 als ich in einem kleinen Dorf bei Bergisch Gladbach ein Privat- Quartier zugewiesen bekam: in einem alten Bauernhof ein Einzelzimmer mit großem Einzelbett und herrlich daunenweichen weiß bezogenen Federbetten. Ich schlief darin wie im Paradies. Leider nur zwei Wochen lang, dann hieß es wieder Standortwechsel. Auf der Autobahn Köln-Duisburg geriet ich mehrmals in einen Bombenteppich, sonst aber kaum in Feind-Beschuss. Mitte Dezember fuhr ich während der Vorbereitung der Ardennen-Offensive einige Zeit auf linksrheinischem Gebiet. Irgendwann wurde ich noch zum Obergefreiten befördert. Die Schlußoffensive der Alliierten im Februar kam über den Rhein voran und im März wurde die deutsche Heeresgruppe B im nordöstlichen Ruhrgebiet eingekesselt. Viele von uns waren völlig demoralisiert und jeder weitere Widerstand erschien sinnlos.

bi_gelbsucht

An heißen Sommertagen über staubige Wege ging es langsam aber stetig durch die endlosen Weiten zwischen Don und Donez. Östlich der Ukraine steppenartiges braunes Flachland, kaum Bäume oder Sträucher, wenig Dörfer und Gehöfte. Ohne größeren Widerstand zog unsere Panzergruppe über den Don in Richtung Kalmücken-
steppe.
Mitte August lag unser Stab in einem kleinen Nest etwa 40 km südlich von Stalingrad. Wir hatten uns von den Bauern ein paar Hühnchen als Zusatzkost gekauft.- Außer einem Spieß (Hauptfeldwebel), ein zackiger Soldat, einige Jahre älter als ich, dem ich bei unseren Kasernen-Aufenthalten einige Extra-Wachen zu verdanken hatte, zum Beispiel beim "Maskenball", wenn man in Ausgeh-Uniform innerhalb von 3 Minuten im Hof antreten musste und dann durchs Treppenhaus zurück in den Schlafsaal, umziehen, und nach weiteren 3 Minuten wieder in Arbeits-Uniform im Hof antreten musste u.s.w., wobei ich oft leider nicht schnell genug war, oder beim Bettenmachen, wenn meine Decken nicht ordnungsgemäß auf Kante lagen und manchen anderen Kasernen-Übungen. Aber besonders viel Liegestütze ließ er mich nicht machen, denn er sah ja, dass ich mir Mühe gab, und mich als Mutter- söhnchen erst an rauhe Kommißsitten gewöhnen musste.- Wir hatten auch einen Koch und eine Gulaschkanone, aber die Landserverpflegung in Russland war ziemlich eintönig und vitaminarm.-Nach dem Hünhnerdessert wurde uns etwas unwohl. Am nächsten Morgen war vielen Kameraden übel, hatten eine gelbliche Hautfarbe und gelb gefärbte Augäpfel, ich einschließlich. Unser Assi und andere Mediziner diagnostizierten eine Gelbsucht Epidemie.
Hepatitis A,B und C waren damals noch unbekannt und man befürchtete dass die Epidemie auf die ganze Armee übergreifen könnte.
Als Sofortmaßnahme wurde eine Gruppe von 30 Mann (mit Geldfärbung), ich inklusive, per LKW und Bahn in die Heimat zurückgeschickt zur Untersuchung im Reservelazarett Sigmaringen. Am nächsten Morgen nahmen wir Abschied vom Stab der Panzergruppe 4 und starteten zu einer dreiwöchigen Reise in die Heimat. Wie krank wir damals waren, weiß ich nicht. Nach drei Tagen der langweiligen Fahrt in Güter- und Bummelzügen mit vielen Zwischenstopps und Umwegen fühlten sich die meisten von uns wieder völlig fit und auch die gelbe Färbung war verschwunden.
Für mich war das wohl wieder ein Glücksfall in meiner Militärlaufbahn, denn es scheint ungewiss, ob ich ansonsten am Kaukasus oder in Stalingrad gelandet wäre. Ende der 1. September-Woche meldeten wir, alles Mannschaftsdienstgrade und Unteroffiziere bis zum Feldwebel, uns im Reserve Lazarett Sigmaringen. Dort wurden wir in herrlich weißen Betten in kleinen Sälen einquartiert und sechs Wochen lang untersucht. Unsere wichtigste Beschäftigung war, fast täglich kleine Blutspenden abzugeben. Es war wie eine Erholungkur in herrlicher Umgebung mitten im Krieg.

bi_Schütze K.

Ich war nun Schütze K. war, und hatte allen Befehlen zu gehorchen. Geschadet hat mir diese neue Lehrzeit sicher nicht. Da ich schon den zivilen Führerschein hatte, bekam ich auch bald einen Militärführerschein ausgehändigt. Die Rekruten-Ausbildung als Infanterist absolvierte ich wie alle anderen Kameraden, drei Monate lang mit Karabiner reinigen, Nacht- Märschen, Truppenübungsplatz, Wache schieben,usw. wie schon jahrelang bei der Deutschen Reichswehr üblich. Ich kam allerdings auch zum kleinen-Infanterie-Geschütz-Zug, weil da Fahrer für die kleinen Zugmaschinen gebraucht wurden, erhielt auch eine kurze Artillerie- Ausbildung als Richtschütze. Eine knappe Woche nach Beginn des Russlandfeldzug am 22. Juni wurden wir etwa 70 ausgebildete Infanterie-Rekruten per Bahn Richtung Baltikum geschickt, nicht als fertige Einheit, sondern als Ersatz für bisherige Ausfälle bei der Fronttruppe. Über Posen,Wilna,Dünaburg,Pleskau ging die Reise.In Strugij Krasnije landeten wir im Hauptquartier der Panzergruppe 4 Höpner. Dort wurden wir von einem älteren Assistenzarzt untersucht und warteten auf weitere Marschbefehle zu den einzelnen Infanterie Divisionen.
Da kam nochmal der Melder und rief meinen Namen: ich sollte nochmal zum Assistenzarzt kommen.
Er fragte: Sie heißen Koschmieder?.
Ja.
Hat Ihr Vater das Sägewerk in Neu Bentschen?
Ja.
Ich brauche einen Fahrer, bleiben Sie hier.
Das war wohl der größte Glücksfall meiner Militärkarriere. Dr.Dittmann , fast 20 Jahre älter als ich, hatte eine Praxis in dem kleinen Städtchen Brätz, etwa 25 km von Neu Bentschen entfernt. Er hatte mal von dem Sägewerk meines Vaters gehört und war auch erst kurz vor dem Russlandfeldzug zum Wehrdienst eingezogen worden. Seinen Dienst Pkw, einen alten braunlackierten Peugeot musste er selber fahren und hatte um einen eigenen Fahrer gebeten. Da ich einen Führerschein hatte und aus die Gegend seines Heimatortes stammte, bekam ich den Job. So war ich nun fast 13 Monate lang Arztfahrer beim Stab der Panzergruppe 4 Höpner (später Hooth).
Während dieser Zeit wurde mein Chef zum Oberarzt und ich zum Oberschützen befördert.

Da der Vormarsch auf Leningrad, den der Stab, der zwar zur Fronttruppe gehörte, aber 10 bis 15 km hinter der HKL(Hauptkampflinie) lag, organisieren und überwachen musste, an der Luga wegen starker Gegenwehr zum Stillstand kam, blieben wir noch einige Zeit in Strugij Krasnije.
Für mich waren es ganz unerwartet noch schöne und beinahe friedliche Sommertage, da ich ja nicht viel fahren brauchte.
Mein Chef war meist mit den Offizieren zusammen und er hatte sich auch mit einer russischen Lehrerin befreundet. Ich vertrieb mir die Zeit mit Wagenwaschen, am Peugeot rumbasteln und den anderen einfachen Dienstgraden unterhalten, die in der Stabskompanie organisiert waren. Abends vor Sonnenuntergang spielte irgendwo in der bewaldeten Umgebung-wahrscheinlich auch ein deutscher Landser-über eine Stunde lang wunderbare Trompetensolos, alte Volkslieder und andere klassische Melodien, wobei ich immer andächtig zuhörte." Gute Nacht, Mutter......"

Mitte August ging dann der Vormarsch auf Leningrad weiter und unser Stabsquartier wurde nach Luga verlegt. Als dann aber Anfang September feststand, dass Leningrad nicht mehr eingenommen sondern nur belagert werden konnte wurde unsere Panzergruppe herausgezogen, da sie nur für Angriffs- Operationen beziehungsweise einen Vormarsch geeignet war. Im September wurden wir dann in Smolensk für den Vormarsch auf Moskau eingesetzt. Über Wjasma und Moshaisk nach Nordosten ging es infolge langer Regen-und Matsch Perioden nur langsam voran. Um den 10. Dezember lag unser Stabs-Quartier etwa 35 km westlich von Moskau. Unsere Panzer 3 - Verbände meldeten per Funk Umzingelungs-Angriffe nördlich von Moskau, doch dann setzte starker Frost ein und am 15. Dezember wurden über minus 40 Grad Celsius gemessen. Für solche Kältegrade waren die deutschen Panzer- und Fahrzeugmotoren nicht eingerichtet und kamen zum Stillstand. Der Vormarsch war zu Ende und die deutschen Einheiten versuchten westlich von Moskau eine Verteidigungslinie zu bilden. Inzwischen hatte Stalin auch seine sibirischen Divisionen zum Entsatz von Moskau herangeholt, die für solche Kältegrade bestens ausgerüstet waren. So mussten die deutschen Truppen immer weiter zurückweichen. Da Hitler nach dem Pearl-Harbor-Angriff der Japaner den U.S.A. den Krieg erklärt hatte, und Roosevelt sich wider seinen Willen gezwungen sah, die Kriegsnmaschinen-Produktion der größten Industrie-Macht der Welt in Gang zu setzen, war damals der Krieg für Deutschland schon verloren. Unser Stab machte den Winterrückzug in kurzen Etappen mit. Anfang März 1942 waren wir in einem kleinen Dorf in der Nähe der von Witebsk. Die Sonnenstrahlen wärmten uns wieder und wir waren froh, den kalten Winter überlebt zu haben. Da die neuen Frontlinien sich konsolidiert hatten , wurde unser Stab herausgezogen und wir lagen vorübergehend in Lemberg in Bereitstellung. Die Offiziere wurden zum Teil ausgewechselt und die Stabskompanie war in einem alten österreich-ungarischen Kasernengebäude einquartiert. Eine Zeit lang hatten wir in unserer Kompanie zwei Hiwis(= Hilfswillige: junge Ukrainer, die sich freiwillig gemeldet hatten)-beim Einmarsch der deutschen Truppen in Russland begrüßten viele Einwohner uns als Befreier vom Stalin-Joch. Diese freundschaftliche Einstellung änderte sich aber, als Hitler durch eine Sonderverwaltung in den eroberten Gebieten große Nahrungsmittelmengen für Deutschland requirieren ließ. Die Beamten dieser Verwaltung waren Wehrmacht-Offizieren gleichgestellt und trugen auch ähnliche Uniformen. Sie hatten auch dieselben Dienstgrade, nur die Schulterstücke waren kleiner, weshalb wir sie „Schmalspurindianer“ nannten.
In der Freizeit ging ich öfter mit einigen Kameraden in den Straßen der Stadt spazieren, aber schon aus sprachlichen Gründen hatten wir keinen Kontakt mit den wenigen Leuten, meist Frauen und Kindern und alten Männern, denen wir dort begegneten. Einmal schlug einer von uns vor, ein Puff zu besuchen, aber keiner hatte Lust dazu. Das beste dieser Kasernenzeit war, dass wir noch einmal Heimat-Urlaub bekamen. So konnte ich Anfang Mai für 10 Tage zum letzten Mal zuhause sein. Im Juni wurden wir in die Nähe von Kursk verlegt. Von dort leitete die Panzergruppe 4 Hooth den neuen Vormarsch zu den Ölquellen von Baku ab dem 22. Juni 1942.

bi_volksempfänger

--BI. 1939 gab es schon für alle jungen Männer in Deutschland die einjährige Arbeitsdienstpflicht. Fast alle meine Mitschüler mussten diese nach dem Abitur sofort ableisten. Mein Vater konnte mich aufgrund eines Herzfehler-Attestes zurückstellen lassen.
So arbeitete ich zunächst von März bis Juni auf dem väterlichen Sägewerk. Ab 1. Juli erhielt ich bei der großen Berliner Holzfirma Wolff Hermann einen 2 1/2 jährigen Lehrvertrag als Holzkaufmannsgehilfe. Die ersten sechs Wochen arbeitete ich im Hauptbüro in Berlin Charlottenburg in der Leibnitz-Straße. Ich wohnte im Mansardenzimmer in der Preußen Allee 33, das mein Vater für unsere Familie reserviert hatte. Es waren schöne Sommerwochen und ich radelte zum Büro und zurück und auch sonst viel in der Umgebung herum. Da der Firmeninhaber Jude war, wurde diese bald arisiert. Der neue Inhaber hieß Konsul Walter Schönberg, wodurch sich ansonsten für mich aber nichts änderte. Für die nächsten sechs Wochen wurde ich auf ein kleines Sägewerk der Firma nach Kujan(Kreis Flatow) an der polnischen Grenze geschickt. Es war Mitte August, weiterhin schönes Sonnenwetter und ich bekam ein Zimmer im einzigen Gasthof des kleinen Ortes, dicht an einem großen See gelegen. Das großflächige moderne Werk lag 100 meter weiter auf der anderen Straßenseite und die Arbeit machte mir Spaß. Bei jeder Gelegenheit ging ich an der Badestelle im See schwimmen. Oft radelte ich abends die 6 km Landstraße nach Flatow ins Kino.
Ende August zogen immer mehr Truppenverbände durch den Ort in Richtung der 3 km entfernten polnischen Grenze. Mein Vater telefonierte mit dem Berliner Hauptbüro und bat, mich schnellstens an eine andere Arbeitsstelle zu versetzen, da er fürchtete, dass ich in erste Kriegshandlungen geraten könnte. Die Infanterie-Kompanien biwakierten in den Wäldern zwischen Kujan und der Grenze nahe der Straße wie uns Vorbeikommende erzählten. Am 31. August hörten wir nachts motorisierte Verbände Richtung Grenze rumpeln. Im Morgengrauen des 1. September sollen an der Grenze(dort steht jetzt, mitten in Polen, ein großer Gedenkstein für die drei gefallenen polnischen Grenzbeamten, die an der Zollschranke ihr Vaterland verteidigen wollten.) ein paar Schüsse gefallen seien aber in Kujan war wieder tiefster Frieden. Der Vormarsch in Richtung Bromberg und Graudenz ging wohl ziemlich schnell voran. Drei Tage später wurde ich nach Seligenstadt am Main versetzt und mir war absolut gar nichts passiert. In Seligenstadt arbeitete ich mit zwei Brüdern die ein kleines Sägewerk betrieben und für meine Firma Lohnschnitt machten. Die beiden waren etwas älter als ich und wir haben uns gut verstanden. Ich war der einzige Vertreter meiner Firma dort und musste die Aufmaß-Listen und die korrekte Rechnungstellung überwachen. Die Sägewerker hatten mir ein Zimmer in der Nähe besorgt und ich aß in einer kleinen Gastwirtschaft nebenan. Meine Firma bezahlte Unterkunft und Verpflegung und zog das von meinem Lehrlings-Gehalt ab, wobei aber noch ausreichend Taschengeld für mich übrig blieb. Nach diesem Einsatz arbeitete ich sechs Wochen lang in einem kleinen gepachteten Sägewerk in Wiesthal im Spessart. Bei schönem Herbstwetter wanderte ich dort auch viel durch die ausgedehnten Laubwälder und wohnte in einem alten Bauernhof. Danach war ich wieder sechs Wochen lang im Berliner Hauptbüro. Nach kurzen Weihnachtsferien wurde ich für sechs Wochen auf das größere Sägewerk der Firma in Müllrose bei Frankfurt/Oder geschickt. So ging es im Sechs-Wochen- Takt weiter auf die verschiedenen Sägewerke und ins Berliner Hauptbüro. Das war interessant und abwechslungsreich. Im Sommer bekam ich nochmal eine Woche Urlaub, den ich natürlich zuhause verbrachte. Denn es war Kriegszeit und die Zukunft ungewiss. Obwohl ich kein mutiger Krieger war und nicht die geringsten Ambitionen hatte, Soldat zu werden,
hörte ich aufgeregt und wohl auch begeistert als Neunzehnjähriger die Sieges Meldungen im Radio. Einen kleinen Volksempfänger hatte ich stets in meinem Gepäck (Fernsehen gab es damals ja noch nicht). Feste Freundschaften entstanden bei den häufigen Ortswechsel nicht und ich hatte auch keinerlei Mädchen-Bekanntschaften. Die letzten Schuljahre und auch in der deutschen Freischar war ich nur mit Jungen zusammen. Dort galt auch das Keuschheits- Prinzip und Sex war allgemein und auch in der Familie ein Tabuthema. Auch Weihnachten 1940 konnte ich mit Eltern und Schwester noch zuhause feiern. Meine Lehrzeit sollte noch ein weiteres Jahr dauern, aber am 5. März 1941 bekam ich meinen Einberufungsbefehl als Soldat nach Frankfurt/Oder zum 4. April. Ende März konnte ich bei der IHK Frankfurt/Oder meine Not-Prüfung als Kaufmannsgehilfe ablegen und dann noch für ein paar Tage nachhause fahren. Weder ich noch meine Eltern waren froh dass ich Soldat werden musste. Aber ich habe es damals als meine Pflicht angesehen und wäre wohl auch nie desertiert.
Natürlich betrachtete ich als Neunzehnjähriger das Soldat sein auch ein wenig als Abenteuer zumal das Militär schon seit Generationen in der Zivilbevölkerung ein ehrenhaftes Ansehen hatte.

--GK_. (Politik)

Georg W. machte seinen größten Fehler, als er den Irak Krieg begann, bevor er für Frieden zwischen Israel und den Palästinensern gesorgt hatte. Das hätte er leicht tun können, denn Geld regiert die Welt und über die Hälfte des israelischen Staatsbudgets kommt aus den USA, und der Präsident kann jederzeit jede Zahlung ins Ausland stoppen.- Nur bei der Räumung des Gazastreifens hatte Bush wohl doch etwas Druck auf Israel ausgeübt.- Aber seine jüdischen Geldgeber hatten ihn gebeten, der israelischen Regierung völlig freie Hand zu lassen, und er hielt es für überflüssig, Israel weitere Anweisungen zu geben. Der junge König von Jordanien Abdullah hatte schon öfter gewarnt, dass es in den großen arabischen Ländern Nordafrikas Millionen junger Menschen gibt ohne jede Aussicht auf (Aus-)Bildung und ein Leben außerhalb der slums. Viele von ihnen sind bereit, für ihre palästinensischen Brüder ihr Leben zu opfern und nun auch im Irak den"großen Teufel" U. S. A. als der Terror-Krieger (nach dem Bush den Krieg begonnen hat) zu bekämpfen. Alkaida Maghreb beantwortet Bush`s Kriegserklärung und wird für weiteren Nachschub an der Irak-Front sorgen.