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bi_mit pfandfindern

1983 fuhr ich in den Pfingstferien mit Christian wieder nach Polen und in den großen Ferien mit Stephens Pfadfindergruppe nach Schweden.
Es waren nur 6 Mann, die einen dreiwöchigen Abenteurertripp durch das große Naturschutzgebiet Sarek im Norden machen wollten.
Stephen (20) hatte inzwischen den Bus übernommen und einen deutschen Führerschein gemacht.
1980 hatte er auf unserer Amerika Reise in Oregon als US Bürger zwar schon seinen amerikanischen Führerschein gemacht, aber dieser muss alle drei Jahre erneuert werden .

Ich war also nur als "zweiter Steuermann" dabei und da im Bus noch zwei Plätze frei waren, kamen auch Christian und Susanne mit.
Wir drei fuhren, nachdem wir die Pfadindergruppe am Naturschutzgebiet-Eingang abgesetzt hatten, weiter durch Kiruna nach Narvik in Norwegen und zum Nordkap.
In Hammerfest und am Nordkap blieben wir mehrere Tage und ließen und auch sonst Zeit, fuhren wieder bis zum äußersten Ostende Norwegens, dann durch Fiinnisch Lappland wieder südwärts, über die schwedische Grenze zum Sarek, um die Abenteurer-Gruppe programmgemäß abzuholen.

Zusammen fuhren wir dann nach Kuopio in Finnland, wo wir noch 10 Tage bei der befreundeten Pfadfinder-Gruppe blieben und außer dem abwechslungsreichen Lagerleben mit ihrem alten Floßschlepper eine zweitägige Dampferfahrt über die Seeenkette machten.

Nach einem Abschiedssingen fuhren wir wieder Richtung Heimat, da die Schulferien zu Ende gingen.

Von Turku mit der Fähre nach Stockholm durch Schweden nach Helsingborg und auf der Vogelfluglinie durch Dänemark nach Fehmarn und weiter über die Autobahn Hamburg-Hannover-Kassel nach Erlangen.---

bi_schippern auf der mittelfinnischen seenplatte

Im Frühjahr 1978 kaufte ich einen VW Bus, in dem ich in den Sommerferien mit Stephens Pfadfindergruppe zum Nordkap fuhr
-auf derselben Route wie vor zwei Jahren-
über Dänemark und die Westküste Schwedens und Norwegens.
Wenn wir irgendwo an einem See Rast machten, ging ich auch 10 Minuten schwimmen, um munter zu bleiben, da ich ja der einzige Fahrer war.
Neben vielen anderen Zwischenstopps fuhren wir auch nach Hammerfest, der nördlichsten Stadt Europas.
Hier wurde die erste Straßenbeleuchtung installiert, 10 Jahre früher als in Berlin, da im Winter die Sonne wochenlang nicht auf geht und es tagsüber kaum hell wird. Überall an der Küste wird Fisch getrocknet.
Durch Wind, Sonne und vor allem die frische Salzluft wird er so natürlich konserviert. Der Trockenfisch ist zu einem profitablen Exportartikel in die heißen Länder der Erde geworden als ohne Kühlung haltbare Eiweiß-Nahrung.- Weiter gings dann zur Fähre auf die Insel mit dem Nordkap-Felsen.
Dort zeltete die Pfadi-Gruppe drei Tage lang, um Nordkap und Dampferbucht genau zu erkunden.
Für die Mitternachtsonne kamen wir natürlich wieder einige Tage zu spät.
Ich schlief wie immer auf der Vorderbank im VW-Bus.
Über den Schotterweg ging es dann wieder mit der Fähre aufs Festland und über Lakselv ostwärts nach Kirkenes und zur russischen Grenze.
Die letzten 3 km davor war aber schon Niemandsland, ein verwachsener Waldweg, am Ende eine alte Zollschranke und ein russischer Grenzpfahl, kein Grenzverkehr, weder Häuser noch Menschen zu sehen, nur niederer Buschwald weit und breit.
Nach ein paar Fotos fuhren wir zurück nach Kirkenes und von dort über die finnische Grenze nach Lappland, an großen Seen nebst Mückenplage vorbei nach Rovaniemi. Von da weiter zum Bottnischen Meerbusen nach Oulo und Pulkkila, IIsalmi nach Kuopio, wo uns eine finnische Pfadindergruppe zu einer zweitägigen Seereise eingeladen hatte.
Sie besaßen ein uraltes eisernes Dieselschleppschiff, früher für Rundholzflöße auf den Seen benutzt, mit dem wir über die mittelfinnische Seenplatte schipperten.
Noch einen Tag Lagerleben im verwilderten Hafen-Gelände mit finnischen und deutschen Volksliedern, dann fuhr unser Bus über Helsinki nach Turku zur Fähre nach Stockholm. Stadtrundfahrt, und weiter Norrköping und Helsingsborg auf der Vogelfluglinie durch Dänemark nachhause, denn die Ferien gingen zu Ende.