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»religion«

-- GK. (Gott und die Welt).--

Die griechische Philosophie kannte nur Körper und Geist. Die Seele wurde erst im Christentum als unabhängig von Geist und Körper angesehen und im Mittelalter von der Scholastik so definiert und später von der Romantik als rein seelisches Empfinden geprägt.
Unsere Seele kann mit Fantasie in Gedanken unsere irdischen Grenzen überschreiten, und das ist wohl die schönste Möglichkeit, die wir Menschen haben.
Nur mit der Seele können wir unsere Gefühle und Sehnsüchte ausdrücken und sind damit endgültig zum Homo sapiens geworden.
Allerdings gibt es unter den über 6 ,6 Milliarden Menschen, die jetzt auf der Erde leben, keine zwei, die sich biologisch und charakterlich völlig gleichen, und ein jeder nutzt seine Gaben auf seine Weise.-

Doch unser Körper ist an unsere begrenzte Lebenszeit und unseren begrenzten irdischen Lebensraum gebunden.--.

Aber unsere Seele braucht eine jetztzeitige Religion.
In der Aufklärung lernten wir unseren Geist mit Vernunft zu nutzen :
„Ich kann nicht an etwas glauben, das ich nach bestem Wissen und Gewissen einfach nicht glauben kann !“
Und es wird vielen aufgeklärten, gebildeten, vor allem jüngeren Menschen so gehen, besonders, wenn sie, wie ich vor 50 Jahren, Naturwissenschaften studiert haben.-

Im´´Magazin am Wochenende´´ Ostern 2008 der Erlanger Nachrichten steht der Artikel ´´Óffen für Hoffen´´ . Von der überraschenden Renaissance des Glaubens, und warum die Kirchen nicht davon profitieren.-
Auf der Suche nach Orientierung wenden sich wieder Viele fragend der Religion zu.
Bis auf wenige Ausnahmen macht sich das Bedürfnis nach Glaube, Liebe, Hoffnung aber nicht in Gotteshäusern bemerkbar.-
Vielleicht wäre für viele dieser Fragenden das Christentum wieder glaubwürdiger, wenn sich die Kirche von der Trinity und vielen der alten, längst nicht mehr glaubwürdigen, vor Jahrhunderten von Mönchen, Bischöfen oder Päbsten festgelegten Dogmen trennen könnte.-- Dann könnte beim nächsten Weltjugendtag echte religiöse Begeisterung aufbrausen.

gk_wen wundert´s?

Sonntag, der 30.12. 07.
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Mein Gott, jenes allmächtige Wesen, das ich nicht erkennen und beschreiben kann, dass nicht meinesgleichen und nicht von dieser Welt ist, ist gütig, weil es unser Universum, den blauen Planeten mit all seinen Gütern und darauf die Wunder der Natur und des Lebens und durch die Evolution uns Menschen mit Geist und Seele geschaffen hat.

Doch zu unserem Denkvermögen hat er uns auch die Neugier gegeben, durch die wir das Rad und mit den erneuerbaren Energien auch die Maschine erfunden haben. Und mit unserer Natur-Forschung versuchen wir, all die Wunder der Umwelt, in der wir leben, der Flora und Fauna, wissenschaftlich zu ergründen.

Dabei entdecken wir vor allem, dass unsere eigenen Erfindungen Kinderspiel sind, verglichen mit denen Gottes, und wir diese nur stümperhaft nachahmen können.

Schon vor Jahrhunderten haben wir auch die fossilen Ressourcen dieser Erde entdeckt und im vorletzten Jahrhundert die fossilen Energierohstoffe.
Zuletzt auch das flüssige Erdöl, mit dem bald Verbrennungsmotoren konstruiert wurden, die uns Transportmittel von bis dahin ungeahnter Größe und Schnelligkeit, besonders das Fliegen, und damit einen rapiden globalen Wirtschaftsaufschwung ermöglichten. Leider hat uns dieser kostbare und begrenzte Rohstoff durch seine vergleichsweise billigen Förder- und Produktionskosten auch zu wahnwitziger Vergeudung verleitet. Deshalb könnte schon im nächsten Jahrzehnt unser Erdölparadies langsam zur Neige gehen. (s. www total.com : ...dann werden wir den kostbaren Stoff rationieren und vor allem für Verkehr und die Petrochemie nutzen müssen.)

Hoffen wir, dass sich die Menschheit im Kampf ums Erdöl nicht selber dezimiert, sondern die verbleibenden Energieressourcen mit besonnenem Maßhalten verwendet.-

Da aber wohl über die Hälfte der Weltbevölkerung, verglichen mit unserem westlichen Lebensstil, in mehr oder weniger großer Armut lebt, wobei sogar 1/4 davon nicht einmal die lebensnotwendige Nahrung bekommt, also hungert, ist es Sünde gegenüber unseren Mitmenschen, Nahrungsmittel zu vergeuden, bzw. zur Spritherstellung zu nutzen .

Da arme Menschen naturbedingt mehr Nachwuchs zeugen, um mit den Kräften ihrer Kinder für ihre Familien einen höheren Lebensstandard zu erreichen, wird die Weltbevölkerung weiter wachsen, während die globale Nahrungsmittelproduktion weiter sinkt.

Dafür ist neben Bodenerosion vor allem Wassermangel in vielen Regionen unserer Erde die Ursache. Man kann nur beten, dass der dann unaussweichliche Bevölkerungs-Rückgang friedlich vor sich geht, nicht wie bei den sich selbstmörderisch ins Wasser stürzenden Lemmingen. -
Das menschliche Leben beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod. Einem neugeborenen Baby kann niemand voraussagen, wie sein Leben verläuft und wie und wann es endet. Das gleiche gilt für die Menschheit und die Erde.- Der Menschen denkt und Gott lenkt ! --

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gk_islam

Genau so wie Jesus wollte Mohammed, dem das zunehmend hedonistische Leben in seiner Heimatstadt Mekka nicht behagte, die Religiosität und soziale Moral seiner Mitmenschen wieder beleben.
Als glücklich verheirateter und gutsituierter Kaufmann und Karawanenführer wurde er mit 40 Jahren Prophet, da seine Familie dem Kureisch-Stamm angehörte, der für die Pflege der Kaaba in Mekka verantwortlich war, und er daher religiös erzogen wurde.-

So widersprüchlich wie viele der 114 Suren, so ungeklärt ist auch die Originalität der heute autorisierten Koranfassung. Wie im Neuen Testament wurden viele der Aussprüche des Propheten über Jahrzehnte nur mündlich weitergegeben, bevor sie schriftich fixiert wurden.
Aber die zentrale Botschaft des Korans bleibt ein radikaler Monotheismus.
Die patriarchalisch organisierten Stämme des Landes nutzten bald die Möglichkeit, mit einigen Suren die religiös-politische Vorherrschaft des Mannes noch stärker zu zementieren, als dies die Mönche im Christentum schon taten.
Die innerislamische Auseinandersetzung zwischen einem säkularisierten-gemäßigten und einem islamistischen Teil der Gesellschaft wird in der Türkei weitergehen, Ausgang ungewiss.

Die fundamentalistisch-islamische Bedrohung des Westens durch Terrorismus hat aber noch einen ganz anderen Grund: Armut.
In den arabischen Ländern Nordafrikas und Vörderasiens leben Millionen junger, oft auch hochintelligenter Menschen, die in den ärmeren und - wie wohl naturgegeben – geburtenstarken Bevölkerungsschichten geboren wurden und dank der weltweit verbesserten medizinischen Versorgung gesund aufgewachsen sind, nun aber in hoffnungsloser Armut leben (Unterschicht?), vor allem in den Großstadtslums weder eine gute Ausbildung noch entsprechende Jobs finden können, wie sie es aus den entwickelten Ländern in der ausufernden Medienwelt jederzeit zu sehen bekommen. Aus Verzweiflung und auch religiösem Ha0 melden Sie sich immer öfter als Al-Qaidakrieger, nun auch bei Al-Qaida-Maghreb.----- ---------------------------------------

gk_alte mythen

(Religion)
Alle Religionen dieser Welt beruhen auf alten Mythen und gesellschaftlich-moralischen Empfehlungen oder Gesetzen, auch die drei heutigen großen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam.
Alle drei basieren auf mehr oder weniger alten und überholten Dogmen und benötigen dringend Reformen aufgrund unserer heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse und sozialpolitischen Bedingungen.
Leider fällt es der religiösen Führung schwer, die nötigen Änderungen in ihre Religionsausübung einzubringen.

Vor allem muss uns Menschen aber klar sein, dass Gott kein Mensch ist und nicht mit uns reden kann und wir ihn nicht hören können, dass alle religiösen Schriften, einschließlich Tora, Bibel, Koran und "Gottes Wort" nur von Menschen erdacht und niedergeschrieben sein können !

Jesus von Nazareth würde sich vielleicht im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, dass die Evangelisten und Mönche ihn post mortem zum Gottsohn gesalbt haben.

Jesus wollte nur seine Religion reformieren und den veränderten Zeit- und Umweltbedingungen anpassen, mehr Frömmigkeit und das soziale Gewissen regenerieren.-

bi_cand.rer.nat

Ich fuhr bald nach Hamburg, um mich an der dortigen Universität für den Studiengang Holz- und Forstwirtschaft zu immatrikulieren und ein Zimmer zu suchen.
Mein Fachinstitut war in Reinbek und ich fand ein Zimmer bei einer sehr netten Familie mit zwei Schulkindern in Bergedorf.

Dann radelte ich nochmal für ein paar Tage nach Berlin die alte Landstraße entlang über Lauenburg, Ludwigslust und Perleberg.
Die Autobahn gab es damals noch nicht, und ich hatte sowieso kein Auto zur Verfügung. Dieselbe Tour auch zurück zum Semester- beginn.-
Auch in Hamburg radelte ich nach Reinbek und zu den Vorlesungen im Universitätsgebäude am Dammtor.
Nur im Winter fuhr ich per S-Bahn.

Neben meinen Pflichtvorlesungen besuchte ich auch viele andere Vorträge an der Uni, z. B. über klassische Malerei und Musik.
Mein Lieblings-Maler war der Spanier el Greco wegen der scharfen Farb-Kontraste in seinen Bildern, mein Lieblings-Komponist Chopin.
Gern besuchte ich auch die Klavierkonzerte und andere Veranstaltungen im Amerika Haus an der Alster, das es heute leider nicht mehr gibt. Ich finde, dass Holzinstrumente, wie besonders Konzertflügel, einen weicheren, schmiegsameren Ton erzeugen.-

-Die Hamburger Studienzeit hat viel zu meiner „Allgemeinbildung" beigetragen.
Das Hauptthema der ersten vier Semester in meinem Fachstudium waren die Naturwissenschaften. Sie haben sehr stark meine heutige Weltanschauung geprägt.
Nach der Vorprüfung bekam ich den akademischen Titel, den es längst nicht mehr gibt: cand.rer.nat.-

Weitere Titel habe ich leider nicht erworben.
Dafür aber weitere Erkenntnisse in meiner " Sturm und Drang"-Periode.
Mein Vater hatte mir zwar die Grundsätze eines ehrbaren Kaufmanns beigebracht, aber nun beschäftigte mich mehr das Leben jenseits von Soll und Haben.
„ Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen“.-Stalin, die Russen, Hitler ?
Wer hatte mich enterbt ?
Wofür hatte ich im Krieg meine Pflicht getan?-
Wo ist Gott?
Was sagt mein religiöses Gewissen?
Diese Fragen waren für mich nun wichtig geworden.

Als evangelischer Christ wollte ich auch den katholischen Glauben näher kennen lernen.

Ich meldete mich beim Bauorden,
einer katholischen Laien-Organisation, die in Frankreich Wieder-Aufbauarbeit von kriegs- zerstörten Gebäuden für junge Menschen organisierte.
Ich lernte Pater Haimo in Herleshausen, der für den Bauorden arbeitete, und in Hardegsen bei Göttingen einen älteren pensionierten Bankrat und seine Frau kennen, die ich bald öfter besuchte und mit ihnen diskutierte.
In den Sommerferien 1952 arbeitete ich sechs Wochen lang bei einem Bauorden Projekt in der Bretagne, wo wir ein kleines zerstörtes Dorf wieder aufbauen halfen.
1953 an der Normandie beim Wiederaufbau der Nebengebäude eines Benediktiner-Klosters.
Dort wohnten wir in den alten Klostergebäuden und nahmen unsere Mahlzeiten mit den Mönchen ein.
Es waren nur noch ein Dutzend und die meisten von ihn über 60 Jahre alt. Wir lauschten ihren Andachten und Gesängen und noch heute habe ich diese sakrale Umgebung in guter Erinnerung. Dem katholischen Glauben näher brachte sie mich aber auch nicht.-

--GK_(Gott)_update

Mein Gott ist jene dem menschlichen Verstand unfaßbare und nicht darstellbare höhere Macht,
höher denn alle Vernunft, die alle Ereignisse des Universums lenkt und alle Wunder unserer Lebenswelt geschaffen hat.
Ohne Gott wäre mein Leben sinnlos.

(der Wolken, Luft und Winde gibt Wege,Lauf und Bahn,

der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.
p.g.)
...Mein Gott

( blätter fallen alles fällt
auch du und doch
ist da eine hand
die dich ewig hält

frei nach r.m.r.)

braucht auch keine Theodizee, da er kein Mensch ist, also auch keine menschlichen Eigenschaften und Gestalt, kein Geschlecht, keinen Geist und keine Seele hat, wie wir Menschen.
Mein Gott ist weder gut noch böse, sein Wirken für uns Menschen unvoraussehbar und nicht berechenbar,
wie Imponderabilien,
von denen Otto von Bismarck mal gesagt haben soll, sie seien mächtiger als die stärksten Heere und die dicksten Geldbeutel.
Ich fühle mich als evangelischer Christ, der an Gott glaubt. Jeder Mensch hat seinen eigenen Gott - oder gar keinen.
Ich glaube an das Wunder des Lebens auf unserem blauen Planeten.
Aber mit meinem Gott kann ich nicht an die Trinity der christlichen Kirche glauben, und auch nicht an viele der veralteten und verkrusteten Dogmen.
Denn Gott als Menschen darzustellen ist Götzen-Dienst. Auch Jesus von Nazareth war nur ein Mensch.
Seit der Niederschrift der Bibel und auch des Neuen Testaments hat der menschliche Verstand viel dazugelernt und auch unser Religionsverständnis muß sich ändern...

bi_konfirmant

Zu Ostern 1936 wurde ich, nach einjährigem Konfirmanden-Unterricht im ev. Gemeinde-Haus, in der großen evangelischen Kirche konfirmiert. Superintendent Salewski, der mit seiner Familie im Pfarrhaus neben der Kirche wohnte, war unser Gemeindepfarrer.
Meine Oma aus Breslau, die uns in Neu Bentschen öfter besuchte, hat mir dabei religiöses Empfinden beigebracht.
Als Kind betete ich: „ Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein."
Seitdem sind fast 75 Jahre vergangen, und ich habe viel gesehen, erfahren und gelernt.
Und mit mir die ganze Menschheit.
Es gilt, dieses neue Wissen in unser reales Bewusstsein, unser Denken und Handeln einzubringen, auch in die Religion.