8. Oct. 09, 22:21
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huk
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--GK---20.1.09.-
John F. Kennedy wurde vor 48 Jahren als 35. US.-Präsident genauso gefeiert und begrüßt wie heute Barack Obama. In seiner Antrittsrede sagte er damals: " Frag nicht, was dein Land für dich tun kann. Frag, was du für dein Land tun kannst." Und noch heute denken Barack Obama und viele seiner Mitbürger so.-
In Deutschland heißt es in der Werbung großer Versicherungen : hole dir für deine Riester-Rente 987 Euro vom Staat. Oder ganz neu bei den Autofirmen: der Staat zahlt dir 2500 Euro für dein neues Auto.
Im tausendjährigen Hitlerreich ist der Begriff Volksgemeinschaft überstrapaziert worden. Heute scheinen wir zu vergessen, dass diese mit dem Staat identisch ist und unser Gemeinschaftssinn verkümmert.---
Spiegel Nr.4/09. S.84. „Der grüne Tsunami“ :
Brasilien will Autofahrer weltweit mit Ethanol aus Zuckerrohr versorgen : man muss sich fragen, ob globale Kapitalmanager (und Politiker) jemals etwas von den fundamentalen Menschenrechten gehört haben.
Bei der Zuckerohrernte werden die Arbeiter wie Sklaven behandelt und mit Hungerlöhnen bezahlt. -
Längst ist es erwiesen, dass auf dieser Erde vor allem in den ärmsten Ländern große Hungersnöte ausbrechen und viele Menschen verhungern werden, wenn Agrarland zur Erzeugung von Kraftstoffen für Automobile, mit denen zu fahren es sich nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung leisten kann, genutzt wird statt darauf wie bisher Nahrungsmittel anzubauen. Kapitalistische Gier nimmt gewissenlos den Hungertod vieler Menschen auf dieser Erde in Kauf.-
Leider hat auch die deutshe Regierung die Beimischung von Ethanol zum Kraftstoff angeordnet. Wie nützlich die Erzeugung von Kraftstoff-Komponenten aus Holz und anderen Fasergewächsen ist, konnte noch nicht geklärt werden, und auch damit können nur verhältnismäßig geringe Kraftstoffmengen produziert werden.---
Mit dem Erdöl konnten wir Menschen Verbrennungsmotoren bauen und betreiben.
Seit 100 Jahren leben wir im Erdölparadies, und nach dem Hitler~ und Bombenkrieg begann das deutsche Wirtschaftswunder und viele Menschen glaubten an ein ewiges Wachstum.
Aber die Bäume wachsen nicht in den Himmel und unser Wellnessdasein hat seinen Zenit erreicht, und es ist zum großen Teil vom Erdöl und den Verbrennungsmotoren abhängig. Denn die Wertschöpfung einer menschlichen Arbeitsstunde hat noch nie so enorm zugenommen, wie durch die Nutzung von Verbrennungsmotoren.
Es gibt kaum noch einen Beruf, der nicht direkt oder indirekt darauf angewiesen ist, und natürlich auch unser ganzes Privatleben.
Es sind aber nur 30 oder 40% (?) der Weltbevölkerung, die einen materiellen Nutzen daraus ziehen können und einen noch nie da gewesenen Durchschnittswohlstand (ganz abgesehen von immer mehr Millionären und Milliardären) erreicht haben.
Denn über die Hälfte der Weltbevölkerung lebt nach wie vor in erbärmlicher Armut, und die Projekte gieriger Kapitalmanager, auf Ackerböden statt Nahrungsmitteln Pflanzen zur Treibstoffgewinnung (Ethanol) anzubauen, dürfte bald zu großen Hungersnöten in den armen Ländern der Erde führen.-
28.1.09. Wladimir Putin hat in Davos eine gute und vernünftige Rede gehalten. Er sagte u.a., dass zu hochtrabende Erwartungen an der globalen Rezession mit schuld seien.- Barack Obama sagte, dass er den US Börsen scharf regulierte Finanzregeln vorschreiben werde, die dann auch global gültig sind. Aber ein neues Bretton Woods, feste Wechselkurse oder gar einen Goldstandard wird es nicht mehr geben. Dafür wird das "schwarze Gold", der Barrel-(Erdöl-)preis unsere Leitwährung sein. Z.Zt. versuchen die 700 Saudi Prinzen den Barrel- Preis unter 50 $ zu halten und produzieren Erdöl mit voller Kapazität, da ihnen ihr eigenes Wohlleben wichtiger ist als das ihrer Nachkommen. (Die weiterhin mehr oder weniger starken Barrelpreisschwankungen liegen an den hektischen Kauf- und Verkaufsaufträgenen verunsicherter Anleger.) Und obwohl die Opec eine Produktionskürzung beschlossen hatte, um die auch in der Golfregion nicht endlosen Ölvorräte zum bestmöglichen Weltmarktpreisen weiter verkaufen zu können. Natürlich sind die USA und Saudis in einer engen Überlebensgemeinschaft verknüpft, denn die Saudis könnten ohne den militärischen Schutz der US Streitkräfte ihre Ölproduktion nicht lange ungestört aufrechterhalten und die US Streitkräfte können ohne Erdöl auf Dollarbasis nicht lange voll manövrierfähig bleiben, und so sind sie aufeinander angewiesen. Und solange der Barrelpreis in Dollar notiert wird, können die USA auch weiterhin Schulden machen, d.h. Greenbacks drucken, da diese nach wie vor weltweit im Vertrauen auf die militärische und wirtschaftliche Stärke der USA als zinslose Papiergeldwährung akzeptiert werden. Unter diesen Voraussetzungen dürfte der Euro allerdings langsam an Wert verlieren, also sich die Teuerung im Euroland noch verstärken, nachdem fast alle Länder ihre Schulden durch riesige Hilfsprogramme für die Wirtschaft ihrer Länder beschlossen haben. Nur für Geldwäscher hat der Euro wegen der (kleinsten) 5-Euro-Noten noch den Vorteil, dass er sich leichter illegal transportieren lässt. -
In Deutschland ist eine weitere Zunahme der Arbeitslosigkeit zu erwarten und vor allem eine starke Abnahme unseres hohen Lohn- und Einkommensniveaus, d.h. weitere Lohnsteigerungen werden in Zukunft noch weitere Entlassungen nach sich ziehen.-
Leider hat die euphorische Prognose unserer Regierung von Wachstum und Aufschwung bis vor kurzem noch Gewerkschaften und Schlüsselberufe zu hohen Lohnforderungen (incl. Streik) ermuntert. Aber da der Barrelpreis in umgekehrter Richtung die Wertschöpfung unseres Stundenlohns beeinflusst und er auf längere Sicht wieder steigen wird, müssen wir sinkende Reallöhne erwarten, zumal diese in den neuen EU-Ländern noch nicht unseren Standard erreicht haben und auch nie erreichen werden.-
Mit physikalisch-technischer Realistik erkennt man, dass Verbrennungsmotoren die Wertschöpfung der menschlichen Arbeitsstunde um ein Vielfaches erhöht haben und ihre Energieleistung von keiner anderen Maschine erreicht wird, auch nicht von Elektromotoren.-
Zudem muß uns klar werden, dass wir die riesigen Energiemengen aus fossilen Vorratslagern, die wir heute verbrauchen -und vergeuden- , nie werden durch erneuerbare Energien ersetzen können.- Hoffentlich wird Barack Obama bei seiner Zielsetzung : Weg vom Erdöl , bald einsehen, dass auch die Atomenergie (mit all ihren Risiken) keinen Ersatz für das Erdöl bietet. . Denn mit Atomenergie kann man nur Strom erzeugen und keine Flugzeuge betreiben, genau so wenig wie Raketen und all die fürs Überleben der Menschheit unnötigen Weltraum-projekte. Außerdem wird Uran nach heutigen Erkenntnissen auch schon in etwa 20 bis 30 Jahren knapper und teurer werden.--- Sparen, vernünftig einteilen und rationieren ist das beste, was wir Menschen mit den verbliebenen fossilen Energielagern unserer Erde noch machen können.-
Während des deutschen Wirtschaftswunders hat besonders die deutsche Autoindustrie einen rasanten Aufschwung genommen, auch begünstigt durch niedrige Ölpreise. Inklusive Zulieferer, Werbung und Marketing generiert sie nun über 40% des BIP (Brutto Inlands Produkts). Umsomehr wird sie nun unter der globalen Rezesssion leiden und es wird viele Entlassungen geben.-
Begünstigt durch den Wohlstand des Wirtschaftswunders und auch durch unser demokratisches Regierungssystem wurde die Bürokratie nach dem Krieg mit deutscher Gründlichkeit großzügig wieder ausgebaut, immer mit hohen (Beamten-) Tarifen für Gehälter und Pensionen nach Adenauer-Art, und hat sich zu einem großen Berufsstand vor allem im Verwaltungsapparat entwickelt, auch in Politik, Wissenschaft und vielen Wirtschaftszweigen, besonders auch im Krankenkassensystem in Zusammenarbeit mit den kassenärztlichen Vereinigungen, in der Beredsamkeit, Geschäftssinn und persönliche Vorteilsnahme oft wichtiger sind als Sparsamkeit und Gemeinschaftssinn und z.B. einfache direkte Kontroll-Abrechnung zwischen Patient und Arzt (s.Spiegel Nr.6/09,S.54 „ Augsburger Ärztekrieg“).
Für alle Arbeitsplätze in Deutschland aber gilt gleichermaßen, dass unser reales Durchschnittseinkommen schrumpfen wird, und je schneller es sich an das Niveau in der übrigen EU (vor allem in den osteuropäischen Ländern) anpasst, desto weniger Arbeitslose werden wir haben.---Vor allem wird unsere Regierung die große Einkommenslücke zwischen den "Besserverdienenden" (zu denen ja auch viele Politiker gehören) und Otto-Normalverbraucher, die im Verlauf der Rezession -ganz abgesehen von den Arbeitslosen- immer mehr werden, reduzieren müssen.---
Der Gründer des Islam Mohammed hat -
anders als die katholischen Mönche kurze Zeit vor ihm-,
nie Allah (Gott) als menschliches Ebenbild gesehen oder umgekehrt, sondern sich selber nur als Knecht Gottes - ebenso wie alle Menschen. ---
In USA kann die staatliche Subventionierung einzelner Industriezweige (Kraftfahrzeuge, Schuhe, Bekleidung u.a.) noch Arbeitsplätze erhalten, beziehungsweise neu schaffen, in Deutschland dürfte diese Maßnahme letztlich eher nachteilig sein.---
1.12. 08.- Spiegel Nr. 48, S. 184.- "Fremde Soldaten".- Leider ist uns Deutschen der Gemeinschaftssinn abhanden gekommen.
Die Väter des Grundgesetzes haben keinmal das Wort Volksgemeinschaft erwähnt, vielleicht, weil es in der Hitler-Zeit zu oft uns indoktriniert wurde.
Dafür ist heute vielen jungen Menschen die "Karriere" (egoistisches Profitdenken?) Lebensziel.
Das Familienleben wurde mit der rasch wachsenden Mobilität unseres (Wirtschafts-) Lebens immer mehr auseinander gerissen und auch die Gründung einer großen Familie erschwert (Für Normalverdiener sind 3 Kinder gerade noch erschwinglich). Aber gerade in der Familie erfahren junge Menschen den Gemeinschaftssinn. Und der Schlüssel zur Familiengründung sind Frauen, die Mütter werden wollen. Auch wir Menschen sind nur in einer Gemeinschaft, nicht als Einsiedler überlebensfähig.- Unsere Wellness-Gesellschaft in Deutschland hat kinderlose Lebenspartner und Ein- (bis Zwei-) Kinderfamilien üblich gemacht, ohne dass sie vom Staat -wie in China- befohlen werden musste.---
Um unser Volk nicht aussterben zu lassen, müsste jede Frau (statistisch berechnet) 2,1 Kinder bekommen, d. h. jede Familie mindestens drei Kinder haben. (Vielleicht kann uns die Elektro- Mobilität mit geringeren Reichweiten und Geschwindigkeiten dazu verhelfen-(ohne Befehl der Obrigkeit.).--- Humor ist das Salz des Lebens.--
Aber leider ist die deutsche Volksgemeinschaft, die zu NS-Zeiten noch so propagandistisch von oben verordnet und in Kriegs-Panik geblüht hat, nun scheinbar ganz verschwunden.
Unser Gemeinschaftssinn ist in der kapitalistischen Demokratie verdorrt.
Und vielleicht bringt uns der langsame Abschied vom Erdölparadies, zunächst mit Elektroautos, wieder zu einem weniger hektischen und mobilen Lebensstil, um Zeit für das Glück einer Familie mit mehreren Kindern zu finden, und damit auch neuen Gemeinschaftssinn. Der Anreiz dazu wird von der Bundesregierung schon gegeben. Dann brauchte uns auch um das Aussterben des deutschen Volkes nicht mehr bange zu sein.---------- Aber wir alle werden mit geringerem Realeinkommen auskommen müssen ! ---
Spiegel Nr. 49 , S. 37 "Ich gehorche der Vernunft". Glücklicherweise scheint unser Finanzminister mehr wirtschaftliches und finanzielles Wissen und Erfahrung zu haben als die Spiegelredakteure.
S. 89. "Verschlossene Werkstore".- Auch für China endet das Wachstumsparadies, das vor allem auf dem Export preiswerter Konsumgüter, produziert mit billiger Arbeitskraft, beruht.-
Ebenso werden soziale Probleme in dem Riesenland, wo die Schere zwischen Arm und Reich noch rasanter gewachsen ist als bei uns, immer kritischer, auch Umweltschäden, die zum Teil durch Naturkatastrophen, vor allem aber durch viele veraltete Industrieanlagen geschaffen werden.---
Die Saudis sind durch die globale Rezession sehr beunruhigt, da ihr Land weltweit vernetzt ist, und auch sie selber in der Rezession dadurch Nachteile haben.
Deshalb versuchen sie nun, durch höhere Ölproduktion den Barrel-Preis unter 50 $ zu halten, um die Konjunktur in den befreundeten Ölverbraucher-Ländern und auch weltweit zu beleben.
Zugleich stören sie damit die schärfsten Gegner der Wahhabiten, die Mullahs im Iran, und andere (kommunistische) ölproduzierende Länder wie Venezuela und Russland, das nun aber eine Gas-Opec bilden will.-
Auch die riesige künstliche Insel "Die Palme" vor Dubai mit dem Mammuthotel Atlantis, wo am vergangenen Wochenende die dreitägige Öffnungsgala mit riesigem Feuerwerk stattfand, braucht globale Konjunktur. Über 1500 luxuriöse Villen, jede mit eigenem Badestrand, sind schon fertig gestellt und größtenteils auch verkauft, 50 Hotels und viele andere Unterhaltungs-Anlagen sind geplant und außerdem noch vier weitere ähnliche Ferien-Inseln vor der Küste Dubais.
All das ist nur rentabel bei florierender Weltkonjunktur. Dadurch werden die riesigen Ölfelder am persischen Golf aber schneller abnehmen und der Barrelpreis wird dann wieder steigen. (Unser Stundenlohn steigt oder fällt umgekehrt zum Barrelpreis.) ---
Im vergangenen Jahrhundert haben wir hocheffiziente Verbrennungsmotoren gebaut, mit deren Hilfe vor allem die Wertschöpfung einer menschlichen Arbeitsstunde stark gewachsen ist, was den nie gekannten Reichtum in vielen Teilen der Erde erst ermöglichte. Doch nur mit Erdöl können diese Motoren betrieben werden. Auch unser Wohlstand (Lebensstandard) in Deutschland ist daher von billiger und reichlicher Ölversorgung abhängig.
Wir werden unseren Lebensstandard einschränken und sparen müssen, denn ursächlich ist die Öl- Verknappung und -Verteuerung der Grund für die globale Wirtschaftskrise.
Das lange anhaltende, nur durch kleine Ölkrisen unterbrochene Wirtschaftswachstum machte alle Geschäftsleute in ihrem Profitdenken so euphorisch, dass sie auch die Grenzen des natürlichen Wirtschaftswachstums übersahen und für die Finanzwirtschaft Spielgeld (Derivate etc.) erfanden, mit dem sie an der Börse ungehindert von nationalen Finanzministern ihren (Fantasie-) Reichtum vermehren konnten und weiter ein Wirtschaftswachstum nach dem Muster der Potemkinschen Dörfer proklamierten (Spiegel: es ist erfolgversprechender, im Spielcasino auf Rot oder Schwarz zu setzen, als an der Börse mit Aktien zu spekulieren). Und viele "Wirtschaftsweise" glaubten das.-
Solange die Saudis den Ölpreis niedrig und dadurch den Euro/Dollarkurs stabil halten, profitiert auch die deutsche Exportindustrie davon. Aber umso schneller wird auch der Ölreichtum in der Golfregion abnehmen und die Menschheit-wenn auch sehr langsam-zu dem Lebensstandard wie vor einigen Jahrhunderten zurückkehren müssen, wenn das Paradies der fossilen Energiereserven zu Ende geht.
- Wie und wann das geschieht , weiß nur mein Gott. Aber da er kein Mensch ist, und weder lesen, schreiben, noch zu uns reden bzw. mit uns kommunizieren kann, werden wir nie die Zukunft voraussagen können.
Auch unsere Klimavoraussagen sind reine Spekulation. Allerdings kann man annehmen, wenn erst alle fossilen Energiereserven verfeuert sind, dass dann auch der CO2-Ausstoß wieder abnimmt.---
Auch China wird durch einen niedrigen Ölpreis angeregt, seine Yuan-Bindung an den Dollar aufrechtzuerhalten. Da auch alle Ölscheichs ihre großen Dollarguthaben nicht umtauschen werden, kann man in USA mit zinslosem Globalkredit weiter Greenbacks drucken. - Und zum Schutz ihrer Öl-Anlagen sind die Saudis nach wie vor von der US-Militärmacht abhängig (die stille Zusammenarbeit der beiden Staaten) .---
Memo: Dekadenz.-Deutsche Sprichwörter.-
Christkind (kleiner goldener Engel). Ab Mitte des 16. Jahrhunderts war es in evangelischen Familien am Heiligabend in Deutschland Geschenkbringer an Stelle vom Nikolaus (Weihnachtsmann). Für mich war das Christkind ein wunderbarer kleiner Engel, ein kindlicher Bote Gottes.--- Mystik : Engel = Boten Gottes (griechisch), fünftes Jahrhundert.
Spiegel Nr. 42/08. S. 158. Serengeti in Montana.--- USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Doch nun ist das Ende erreicht, bye bye paradise.-
Im Jahr 1800 hat Napoleon Louisiana, das ursprünglich von den Franzosen kolonisierte Gebiet am unteren Mississippi von den Spaniern, die von Mexiko aus eher am Pazifik entlang nach Kalifornien vordrangen, zurückerworben, um es drei Jahre später an die Vereinigten Staaten zu verkaufen, da er Geld für seine Kriege in Europa brauchte. Die Grenzen im Westen Nordamerikas waren damals noch nicht festgelegt und mit dem Erwerb Louisianas stand der weite Nordwesten den schnell Zugreifenden offen.
Zwei Hauptleute des amerikanischen Militärs starteten 1804 die nach ihnen benannte Lewis-and-Clark-Expedition vom Mississippi zum Pazifik.
Über 6000 km wurden mit anderen Freiwilligen und ihren Familien in dem berühmten Pferdewagenzug zurückgelegt und das Gebiet des Missouri, des Yellowstone und des Columbia Flusses bis zum Pazifik erkundet und wertvolle Beobachtungen über Geographie, Fauna, Flora und Einwohner des Gebietes gesammelt.
Die Kunde von der Lewis-and-Clark-Expedition und dem wilden Westen begeisterte viele junge Leute aus Siedler Familien in den Oststaaten und mit Pferd und Wagen verwirklichten sie das Motto "Go West".
Das gesamte Gebiet im Nordwesten, viel größer als die bisherigen Oststaaten, wurde zum Staatsbesitz erklärt, es war von wenigen Indianerstämmen nur dünn besiedelt. Die neuen Siedler bekamen Ackerland kostenlos zugeteilt. Die Wälder, eingeteilt in Quadratmeilen, wurden den Eisenbahngesellschaften für den Bau neuer Bahnlinien in den weiten Westen übereignet.—
Vor gut 200 Jahren begann mit der Nutzung der Steinkohle in Europa, zuerst in England, das Industriezeitalter.
Das Paradies der fossilen irdischen Energievorräte war eröffnet.
Vor gut 100 Jahren begann dann das Erdölparadies, oft verbunden mit Erdgas-Produktion, das zuerst durch die beiden Weltkriege zwar behindert, aber zugleich angefeuert wurde (Moltke: der Krieg ist der Vater aller Dinge).
Mit der Erfindung des Verbrennungsmotors und der dann durch die einmalige, noch nie dagewesene Mobilität für Verkehr und Transport, die auch unsere heutige globale Wirtschaft erst ermöglichte, entstand der Wohlstand und der hohe Lebensstandard (unser Luxus-Paradies), in dem wir in Deutschland fast alle leben.
In USA begann die Pkw-Massenfertigung am laufenden Band (Ford Modell T: egal welche Farbe, Hauptsache sie ist schwarz). Das Flugzeug wurde dort zum wichtigsten Verkehrsmittel. Im in Zweiten Weltkrieg wurden auch LKWs in Massenproduktion (zuerst für die russische Armee) gefertigt. Nach dem Krieg wurde die deutsche Autoproduktion Weltspitze. Doch nun leidet schon die amerikanische Wirtschaft, der größte Sprit-Verbraucher (und -Vergeuder) der Welt unter der Verteuerung des Erdölpreises. Denn letztendlich geht auch die Immobilienkrise (Kreditkrise) darauf zurück. Seit Bretton Woods war der Dollar nicht mehr an die Goldwährung gebunden, man konnte Greenbacks nach Belieben drucken und weltweit dafür einkaufen, sozusagen mit zinslosem Kredit. Zugleich blühte vor allem in USA die Kreditkarten-Wirtschäft, die nach weitere Abschreibungen nach sich ziehen wird.---
Als im Laufe der Industrialisierung im 19.Jahrhundert Kapitalgesellschaften eingeführt wurden, Handelsgesellschaften, die als juristische Person rechtsfähig sind, während bei Personalgesellschaften jeder Teilhaber persönlich voll haftbar ist, wurde im Sinne des Liberalismus in der Wirtschaft die persönliche Haftung der teilnehmenden Personen auf ihre Kapitaleinlagen beschränkt.
In USA, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg die Richtung zur freien Finanzwirtschaft im deregulierten Börsenhandel vorgegeben. Zwar war in vorhergegangenen Jahrhunderten auch in der Kamera- listik stets ein Gewinnstreben vorgesehen, doch vor allem als ethisches Ziel körperlicher und geistiger Arbeit, als Selbsterhaltungtrieb zur Sicherung des eigenen Daseins und das der Gemeinschaft. Leider wurde der Gemeinschaftssinn schon in der Weimarer Republik im industriellen Kapitalismus und dann auch im Grundgesetz der Bundesrepublik im Sinne der Volksgemeinschaft - wie maßlos übertrieben während der Nazizeit und zu Beginn der beiden Weltkriege - nicht mehr propagiert.--- Erst mit der Nutzung der fossilen Energievorräte begann mit der Industrialisierung in der Finanzwirtschaft das grenzenlose Profitstreben.
Doch mit der Verknappung und Verteuerung des Erdöls bricht diese Fantasie-Finanzwirtschaft nun zusammen.-
Mit dem Barrel-Preis steigt und sinkt -umgekehrt- die Wertschöpfung der menschlichen Arbeitsstunde in den Industrieländern, d.h. wir müssen jetzt länger arbeiten, der Stundenlohn wird sinken.-
Leider wird die globale Rezession besonders in den Auto-Ländern USA und Deutschland weiteres Unheil anrichten.
In USA wirkt sich die Verteuerung der Flugpreise schon wirtschaftshemmend aus und natürlich auch sinkende Verkaufszahlen in der Autoindustrie. Um neue Arbeitsplätze zu schaffen, werden neue Betriebe z.B. in der Bekleidungs- und Schuhindustrie geschaffen werden, die vorher wegen billiger Einfuhren aus China stillgelegt wurden. Daher wird auch das chinesische Wirtschaftswachstum zurückgehen. In der Wirtschaftszone Guangzu klagen schon jetzt kleine Schuhfabriken über schwindende Aufträge aus den USA.
Die USA sind noch immer ein großes reiches Land mit viel Ressourcen und werden die Rezession besser verkraften als Deutschland. Auch die Bevölkerungsdichte ist nicht so hoch wie in Deutschland bzw. Europa.-- Wenn die Rezession in Deutschland vor allem bei der Autoindustrie, die ca. 40 % unseres BIP generiert, voll zu Buche schlägt, werden wir unseren heutigen Armutsbegriff weit herunterschrauben und außer den Managergehältern auch die Beamten- und Tarif-Einkommen infrage stellen und unsere Sozialleistungen kürzen müssen. So lange das deutsche Lohnniveau nicht an das der anderen Euro-Länder, vor allem der neuen Ostländer angepasst ist, wird die Arbeitslosigkeit in Deutschland stark zunehmen. –
Den Schweinezyklus wird es auch global nicht geben, da Erdöl -wenn überhaupt- erst nach vielen Jahrtausenden neu sprudeln kann.---
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Religionsfreiheit für den Islam in Deutschland, kann es nur geben, wenn er in seiner gesamten Religionsausübung Offenheit zeigt, d.h. die Landessprache deutsch spricht, genauso wie die katholische Kirche, die in Deutschland überall Deutsch spricht, nicht lateinisch oder italienisch.---
Im März 1987 buchte ich einen Hin- und Rückflug von Nürnberg nach Kairo, zehn Tage lang ein wenig Ägypten anzusehen. Vorher hatte ich versucht, aus allen möglichen Quellen mich über die dortigen Lebens- und Verkehrsverhältnisse schlau zu machen.
Ich bestellte kein Mietauto zum Flughafen, nahm dafür feste Wanderschuhe, Sommerkleidung und Tornister mit leichtem Schlafsack, ein Miniwörterbuch Englisch-Arabisch sowie Wanderstab und 300 zahlungskräftige Deutsche Mark in meinem Brustbeutel mit.
Vom Flughafen, nachdem ich den ersten Hundertmarkschein in ägyptische Pfund umgetauscht hatte, fuhr ich mit dem Bus zum Hauptbahnhof.
Dort erkundigte ich mich bei der Information auf Englisch nach der Fahrkarte Kairo-Assuan,Holz-Klasse.
Daraufhin sprach mich ein junger Ägypter, Beruf Englischlehrer, an und wir haben uns lange auf Englisch unterhalten.
Er gehörte zu den knapp 2 Millionen koptischen Christen in Ägypten und wohnte mit seiner Familie in Al-Minya, einer Stadt am Nil, über 200 km südlich von Kairo. Er gab mir seine Adresse und bat mich, ihn und seine Familie auf jeden Fall bei meiner Durchreise zum Assuan-Damm besuchen zu kommen.--
--GK.
Die Kopten sind die christlichen Nachfahren der alten Ägypter, aber ihre Religion wurde in den letzten Jahrhunderten immer stärker durch den Islam verdrängt, ebenso wie die koptische Sprache durch die arabische. Ursache dieser religiösen Kultur-Verdrängung in der Bevölkerung ist wohl die noch viel stärkere männliche Dominanz im Islam im Vergleich zum Christentum vor allem in der Familie, und die strengere religiöse Disziplin in den moslemischen Moscheen.
Und nicht nur durch das Keuschheitsgelübde (Zölibat) katholischer Priester und Mönche, sondern vor allem durch die rigorose männliche Familien-Hierarchie des Islam ohne Keuschheitsgelübde und Eheverbot für die Imame, wächst die Bevölkerung in arabisch-moslemischen Ländern um ein Mehrfaches schneller als in wohlhabenden säkulären, religiös weltoffenen Staaten bzw. Regionen.
Dank moderner Hygiene und medizinischer Betreuung auch in den ärmeren Ländern der subtropischen Zonen in Nordafrika und Südasien wird das überproportionale Bevölkerungswachstum in diesen Ländern noch begünstigt. Und diese Millionen junger Menschen für die keine industrielle Beschäftigungsmöglichkeiten vorhanden sind und auch nicht geschaffen werden können, lassen eine globale Arbeitsplatz- und Ernährungskrise für zu viele Menschen auf einer zu kleinen Erde erahnen. Hoffentlich finden kluge Menschen auf dieser Erde eine friedliche Lösung für dieses Problem.---
--BI.---.
Nach dem Gespräch mit meinem koptischen Freund fuhr ich auf sein Anraten vom Bahnhof mit dem Bus hinüber aufs linke Nil-Ufer nach Giseh zum Sphinx und den Pyramiden. Dort wanderte ich stundenlang zwischen den gewaltigen Steinbauten herum und besonders beeindruckte mich die aus Stein gemeißelte Löwenfigur.
Ich übernachtete in einer der vielen billigen Schlafsaal-Herbergen in Ägypten, gleich in der Nähe der Pyramiden und fuhr am nächsten Morgen mit dem Bus zurück zum Hauptbahnhof in Kairo. Dort kaufte ich mir die Hin- und Rückfahrkarte für die 1000 Kilometer lange Bahnreise von Kairo nach Assuan.
Dann fuhr ich mit dem nächsten Zug nach Al-Minya, um die koptische Familie dort zu besuchen, die in einem großen Wohnhaus mit Kindern und Eltern zusammen wohnte.
Obwohl die meisten nur wenig Englisch konnten, wurde ich sehr freundlich aufgenommen, zum Essen eingeladen, danach zur Abendandacht in ihrer koptischen Kirche und dann zeigte mir meinen Englischlehrerfreund noch einige Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Ein Auto hatten sie nicht und damals war der Autoverkehr in Ägypten wohl noch bedeutend geringer als heute.
Ich durfte in einem kleinen Gästezimmer im Hause schlafen und nach dem Frühstück am nächsten Morgen wurde ich zum Bahnhof begleitet und am Zug nach Assuan herzlich verabschiedet.
Auch die lange Bahnfahrt im Niltal bei schönstem Sonnenschein war hochinteressant.
Weniger als 5% des Landes kann landwirtschaftlich genutzt werden, meist im Niltal und Nil-Delta.
Alles andere ist Wüste und unfruchtbares Bergland. So konnte ich vom Zug aus, der etwa 80 km/h Durchschnitts-Geschwindigkeit einhielt, die damalige Landwirtschaft in Ägypten besichtigen, Baumwoll- und Gemüsefelder, Getreide,Mais, Reis, Kartoffeln und Zuckerrohr.-
Der Unterlauf des Nil ist die Lebensader Ägyptens.
Zur Zeit des Pyramiden-Baus war dieser noch in seinem Urzustand.
Als Quellfluss des Nil gilt der Kagera (kleiner Grenzfluss zwischen Uganda und Ruanda), der am Westufer in den Victoria See mündet. Vom Nordufer fließt der Victorianil, der dann im Nordteil Ugandas Albertnil heißt, ab der Sudangrenze Bergnil. Im großen Sumpfgebiet Bahr-el-Sudd verliert er durch Verdunstung in der Sonnenhitze den größten Teil seiner Wassermassen.
Kurz vor der sudanesischen Hauptstadt Khartoum fließt der dann Weißer Nil genannte in den Blauen Nil, der aus dem äthiopischen Hochland den größten Teil der Wassermassen mitbringt.
Da wie fast überall in den Sandwüsten-Gebieten Nordafrikas auch im Niltal Landwirtschaft nur mit Bewässerung möglich ist, war man früher vom jährlichen Hochwasser des Nils von August bis Oktober abhängig.
Seit den ältesten Zeiten teilte man die Felder durch Erdwälle in Becken, in die im Herbst das Flutwasser durch Kanäle geführt wurde.
Durch den mitgeführten und abgelagerten Schlamm wurde der Boden jährlich neu gedünkt.
Nach Ablaufen der Flut konnte die Bestellung erfolgen (Weizen, Gerste,Hirse).
Die Einführung des Baumwolleanbaus 1821 erforderte jedoch eine gleichmäßige Dauerbewässerung das ganze Jahr hindurch, die erst durch die Errichtung künstlicher Staudämme ermöglicht wurde.
Der erste, von Mehmed Ali begonnene Staudamm (Barrage du Nil) bei Kaljub, nördlich von Kairo, wurde 1890 vollendet, weitere folgten u.a. bei Assuan,Assiut,Esna. Durch die 1912 und 1932 erfolgte Erhöhung des 5 km südlich der Stadt Assuan oberhalb des ersten Katarakts errichteten Damms war ein Stausee von 300 km Länge geschaffen worden, in dem das klare Nilwasser für Bewässerungswecke gespeichert wurde.
7 km südlich dieses Dammes wurde auf mit sowjetischer Hilfe von 1959-75 der neue Nasser-Damm gebaut.
Rd. 2000 Ingenieuren und 30.000 Arbeiter schufen den 110 m hohen und 3,5 km langen Hauptdamm.
Durch den neuen 600 Kilometer langen Stausee werden alte ägyptische Denkmäler wie zum Beispiel Abu Simbel überflutet, aber mit Hilfe der UNESCO werden sie in Blöcke zerschnitten und oberhalb der neuen See-Oberfläche wieder aufgebaut.
Durch den Staudamm verlieren auch 60- bis 70.000 Einwohner im von Sudan, die im Niltal wohnen, ihr Eigentum, aber im November 1959 einigten sich Ägypten und der Sudan über eine Entschädigung und die Wasserrechte.
Mit der Hälfte des neu verfügbaren Nilwassers hofft man die landwirtschaftliche Anbaufläche im Niltal um etwa 30% vergrößern zu können. Die andere Hälfte wird für ein Wasserkraftwerk, das jetzt schon zum Teil fertig gestellt ist und Elektrizität erzeugt, genutzt.
Von dem großen Rangier-und Reparatur-Bahnhof in Assuan gingen zwei Gleise bis zur Baustelle des neuen Nasser-Damms mit Personenverkehr.
Ein junger Wanderer aus England erzählte mir, dass etwa 7 km südlich der Baustelle am Ufer des erst zu einem kleinen Teil gefüllten Nasser-Stausees noch ein kleines altägyptisches Denkmal ähnlich dem Abu Simbel zu besichtigen sei.
Also machten wir beide uns bei schönem Wanderwetter auf den Weg, um es uns anzuschauen, bevor es vom steigenden Wasser überflutet wird.
Am Abend erreichten wir dann rechtzeitig vor der Dunkelheit wieder unsere einfache Herberge in Assuan.
Da gerade der Fastenmonat (Ramadan) begonnen hatte, wurden wir von einer großen Sippe, die nach Sonnenuntergang am Straßenrand ihr Fastenmahl einnahm, zum Mitessen eingeladen, was mir in meinen restlichen Tagen in Ägypten der Ramadan noch einige Male bescherte.
Die Rückreise nach Kairo war genauso interessant wie die Hinfahrt.
Die vielen kleinen Ackerstücke fielen mir besonders auf.
In den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, also zu Zeiten des deutschen Wirtschaftswunders, hatte man im Niltal den landwirtschaftlichen Großgrundbesitz in kleine Bauernhöfe von zwei bis drei Morgen aufgeteilt, wohl auch unter Einfluss des sowjetischen Sozialsystems, da Russen beim großen Dammbau und auch sonst bei der Wirtschaftsentwicklung halfen.
Die Kleinbauern erhielten ihre Höfe in Erbpacht, wurden aber angehalten, sich in Kooperativen zusammenzuschließen.-
In Kairo, der größten Metropole Afrikas und der islamisch-arabischen Staaten, verbrachte ich zwei Tage.
Es gab viel zu sehen, Unterkunft und Verpflegung waren billig und fast überall konnte man sich auf englisch verständigen.
Ich wanderte auf der Cornische (Promenade) am Nil entlang, durch die Gassen und Basare der Altstadt, durch das von Kopten geprägte Alt-Kairo, Museen und andere Sehenswürdigkeiten.
Die 1871 mit der glanzvollen Uraufführung von Verdis "Aida" eröffnete Oper und zahlreiche Theater, die Ashar-Moschee und Universität nebst über 500 weiteren Moscheen und damit auch der Konzentration geistigen Lebens kennzeichnen Kairo als kulturellen Mittelpunkt der islamisch-arabischen Welt.
Daneben ist Kairo auch eine wichtige Industrie-, Geschäfts-und Handelsstadt.
Die Bevölkerungsdichte der 7-Millionenstadt übertraf damals schon die europäischer Ballungs-Gebiete, ist aber nach dem Wachstum der letzten Jahrzehnte heute vor allem beim Autoverkehr wohl kaum noch vorstellbar.-
30 km nördlich von Kairo beginnt das Nildelta, das durch zwei Hauptarme des Flusses und viele kleine Verzweigungen sich fächer- artig ins Mittelmeer erstreckt, im Osten bis Port Said, der Hafenstadt am Anfang des Suezkanal.
Am westlichen Meerufer liegt die große Hafenstadt Alexandria, die 331 v. Chr. von Alexander dem Großen gegründet wurde, und jetzt eine 2-Millionenstadt ist.
Das Delta, bewässertes Agrarland, hat heute auch viele kleinere und größere Industrieorte.
Ich fuhr mit der S-Bahn die knapp 200 km von Kairo nach Alexandria, eine moderne und schnelle Verbindung.
Dort sah ich mir zwei Tage lang vor allem die antiken Hafenanlagen und Bauten an.
Dann fuhr ich mit der S-Bahn zurück nach Kairo, da dort mein Heimflug fällig war.-
1987 machte ich noch meine jährlichen zweiwöchigen Reisen per Auto nach Polen und per Flugzeug (plus Auto) zu meiner Schwester nach USA.---
Die griechische Philosophie kannte nur Körper und Geist. Die Seele wurde erst im Christentum als unabhängig von Geist und Körper angesehen und im Mittelalter von der Scholastik so definiert und später von der Romantik als rein seelisches Empfinden geprägt.
Unsere Seele kann mit Fantasie in Gedanken unsere irdischen Grenzen überschreiten, und das ist wohl die schönste Möglichkeit, die wir Menschen haben.
Nur mit der Seele können wir unsere Gefühle und Sehnsüchte ausdrücken und sind damit endgültig zum Homo sapiens geworden.
Allerdings gibt es unter den über 6 ,6 Milliarden Menschen, die jetzt auf der Erde leben, keine zwei, die sich biologisch und charakterlich völlig gleichen, und ein jeder nutzt seine Gaben auf seine Weise.-
Doch unser Körper ist an unsere begrenzte Lebenszeit und unseren begrenzten irdischen Lebensraum gebunden.--.
Aber unsere Seele braucht eine jetztzeitige Religion.
In der Aufklärung lernten wir unseren Geist mit Vernunft zu nutzen :
„Ich kann nicht an etwas glauben, das ich nach bestem Wissen und Gewissen einfach nicht glauben kann !“
Und es wird vielen aufgeklärten, gebildeten, vor allem jüngeren Menschen so gehen, besonders, wenn sie, wie ich vor 50 Jahren, Naturwissenschaften studiert haben.-
Im´´Magazin am Wochenende´´ Ostern 2008 der Erlanger Nachrichten steht der Artikel ´´Óffen für Hoffen´´ . Von der überraschenden Renaissance des Glaubens, und warum die Kirchen nicht davon profitieren.-
Auf der Suche nach Orientierung wenden sich wieder Viele fragend der Religion zu.
Bis auf wenige Ausnahmen macht sich das Bedürfnis nach Glaube, Liebe, Hoffnung aber nicht in Gotteshäusern bemerkbar.-
Vielleicht wäre für viele dieser Fragenden das Christentum wieder glaubwürdiger, wenn sich die Kirche von der Trinity und vielen der alten, längst nicht mehr glaubwürdigen, vor Jahrhunderten von Mönchen, Bischöfen oder Päbsten festgelegten Dogmen trennen könnte.-- Dann könnte beim nächsten Weltjugendtag echte religiöse Begeisterung aufbrausen.
Sonntag, der 30.12. 07.
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Mein Gott, jenes allmächtige Wesen, das ich nicht erkennen und beschreiben kann, dass nicht meinesgleichen und nicht von dieser Welt ist, ist gütig, weil es unser Universum, den blauen Planeten mit all seinen Gütern und darauf die Wunder der Natur und des Lebens und durch die Evolution uns Menschen mit Geist und Seele geschaffen hat.
Doch zu unserem Denkvermögen hat er uns auch die Neugier gegeben, durch die wir das Rad und mit den erneuerbaren Energien auch die Maschine erfunden haben. Und mit unserer Natur-Forschung versuchen wir, all die Wunder der Umwelt, in der wir leben, der Flora und Fauna, wissenschaftlich zu ergründen.
Dabei entdecken wir vor allem, dass unsere eigenen Erfindungen Kinderspiel sind, verglichen mit denen Gottes, und wir diese nur stümperhaft nachahmen können.
Schon vor Jahrhunderten haben wir auch die fossilen Ressourcen dieser Erde entdeckt und im vorletzten Jahrhundert die fossilen Energierohstoffe.
Zuletzt auch das flüssige Erdöl, mit dem bald Verbrennungsmotoren konstruiert wurden, die uns Transportmittel von bis dahin ungeahnter Größe und Schnelligkeit, besonders das Fliegen, und damit einen rapiden globalen Wirtschaftsaufschwung ermöglichten. Leider hat uns dieser kostbare und begrenzte Rohstoff durch seine vergleichsweise billigen Förder- und Produktionskosten auch zu wahnwitziger Vergeudung verleitet. Deshalb könnte schon im nächsten Jahrzehnt unser Erdölparadies langsam zur Neige gehen. (s. www total.com : ...dann werden wir den kostbaren Stoff rationieren und vor allem für Verkehr und die Petrochemie nutzen müssen.)
Hoffen wir, dass sich die Menschheit im Kampf ums Erdöl nicht selber dezimiert, sondern die verbleibenden Energieressourcen mit besonnenem Maßhalten verwendet.-
Da aber wohl über die Hälfte der Weltbevölkerung, verglichen mit unserem westlichen Lebensstil, in mehr oder weniger großer Armut lebt, wobei sogar 1/4 davon nicht einmal die lebensnotwendige Nahrung bekommt, also hungert, ist es Sünde gegenüber unseren Mitmenschen, Nahrungsmittel zu vergeuden, bzw. zur Spritherstellung zu nutzen .
Da arme Menschen naturbedingt mehr Nachwuchs zeugen, um mit den Kräften ihrer Kinder für ihre Familien einen höheren Lebensstandard zu erreichen, wird die Weltbevölkerung weiter wachsen, während die globale Nahrungsmittelproduktion weiter sinkt.
Dafür ist neben Bodenerosion vor allem Wassermangel in vielen Regionen unserer Erde die Ursache. Man kann nur beten, dass der dann unaussweichliche Bevölkerungs-Rückgang friedlich vor sich geht, nicht wie bei den sich selbstmörderisch ins Wasser stürzenden Lemmingen. -
Das menschliche Leben beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod. Einem neugeborenen Baby kann niemand voraussagen, wie sein Leben verläuft und wie und wann es endet. Das gleiche gilt für die Menschheit und die Erde.- Der Menschen denkt und Gott lenkt ! --
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Genau so wie Jesus wollte Mohammed, dem das zunehmend hedonistische Leben in seiner Heimatstadt Mekka nicht behagte, die Religiosität und soziale Moral seiner Mitmenschen wieder beleben.
Als glücklich verheirateter und gutsituierter Kaufmann und Karawanenführer wurde er mit 40 Jahren Prophet, da seine Familie dem Kureisch-Stamm angehörte, der für die Pflege der Kaaba in Mekka verantwortlich war, und er daher religiös erzogen wurde.-
So widersprüchlich wie viele der 114 Suren, so ungeklärt ist auch die Originalität der heute autorisierten Koranfassung. Wie im Neuen Testament wurden viele der Aussprüche des Propheten über Jahrzehnte nur mündlich weitergegeben, bevor sie schriftich fixiert wurden.
Aber die zentrale Botschaft des Korans bleibt ein radikaler Monotheismus.
Die patriarchalisch organisierten Stämme des Landes nutzten bald die Möglichkeit, mit einigen Suren die religiös-politische Vorherrschaft des Mannes noch stärker zu zementieren, als dies die Mönche im Christentum schon taten.
Die innerislamische Auseinandersetzung zwischen einem säkularisierten-gemäßigten und einem islamistischen Teil der Gesellschaft wird in der Türkei weitergehen, Ausgang ungewiss.
Die fundamentalistisch-islamische Bedrohung des Westens durch Terrorismus hat aber noch einen ganz anderen Grund: Armut.
In den arabischen Ländern Nordafrikas und Vörderasiens leben Millionen junger, oft auch hochintelligenter Menschen, die in den ärmeren und - wie wohl naturgegeben – geburtenstarken Bevölkerungsschichten geboren wurden und dank der weltweit verbesserten medizinischen Versorgung gesund aufgewachsen sind, nun aber in hoffnungsloser Armut leben (Unterschicht?), vor allem in den Großstadtslums weder eine gute Ausbildung noch entsprechende Jobs finden können, wie sie es aus den entwickelten Ländern in der ausufernden Medienwelt jederzeit zu sehen bekommen. Aus Verzweiflung und auch religiösem Ha0 melden Sie sich immer öfter als Al-Qaidakrieger, nun auch bei Al-Qaida-Maghreb.----- ---------------------------------------
(Religion)
Alle Religionen dieser Welt beruhen auf alten Mythen und gesellschaftlich-moralischen Empfehlungen oder Gesetzen, auch die drei heutigen großen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam.
Alle drei basieren auf mehr oder weniger alten und überholten Dogmen und benötigen dringend Reformen aufgrund unserer heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse und sozialpolitischen Bedingungen.
Leider fällt es der religiösen Führung schwer, die nötigen Änderungen in ihre Religionsausübung einzubringen.
Vor allem muss uns Menschen aber klar sein, dass Gott kein Mensch ist und nicht mit uns reden kann und wir ihn nicht hören können, dass alle religiösen Schriften, einschließlich Tora, Bibel, Koran und "Gottes Wort" nur von Menschen erdacht und niedergeschrieben sein können !
Jesus von Nazareth würde sich vielleicht im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, dass die Evangelisten und Mönche ihn post mortem zum Gottsohn gesalbt haben.
Jesus wollte nur seine Religion reformieren und den veränderten Zeit- und Umweltbedingungen anpassen, mehr Frömmigkeit und das soziale Gewissen regenerieren.-
Ich fuhr bald nach Hamburg, um mich an der dortigen Universität für den Studiengang Holz- und Forstwirtschaft zu immatrikulieren und ein Zimmer zu suchen.
Mein Fachinstitut war in Reinbek und ich fand ein Zimmer bei einer sehr netten Familie mit zwei Schulkindern in Bergedorf.
Dann radelte ich nochmal für ein paar Tage nach Berlin die alte Landstraße entlang über Lauenburg, Ludwigslust und Perleberg.
Die Autobahn gab es damals noch nicht, und ich hatte sowieso kein Auto zur Verfügung. Dieselbe Tour auch zurück zum Semester- beginn.-
Auch in Hamburg radelte ich nach Reinbek und zu den Vorlesungen im Universitätsgebäude am Dammtor.
Nur im Winter fuhr ich per S-Bahn.
Neben meinen Pflichtvorlesungen besuchte ich auch viele andere Vorträge an der Uni, z. B. über klassische Malerei und Musik.
Mein Lieblings-Maler war der Spanier el Greco wegen der scharfen Farb-Kontraste in seinen Bildern, mein Lieblings-Komponist Chopin.
Gern besuchte ich auch die Klavierkonzerte und andere Veranstaltungen im Amerika Haus an der Alster, das es heute leider nicht mehr gibt. Ich finde, dass Holzinstrumente, wie besonders Konzertflügel, einen weicheren, schmiegsameren Ton erzeugen.-
-Die Hamburger Studienzeit hat viel zu meiner „Allgemeinbildung" beigetragen.
Das Hauptthema der ersten vier Semester in meinem Fachstudium waren die Naturwissenschaften. Sie haben sehr stark meine heutige Weltanschauung geprägt.
Nach der Vorprüfung bekam ich den akademischen Titel, den es längst nicht mehr gibt: cand.rer.nat.-
Weitere Titel habe ich leider nicht erworben.
Dafür aber weitere Erkenntnisse in meiner " Sturm und Drang"-Periode.
Mein Vater hatte mir zwar die Grundsätze eines ehrbaren Kaufmanns beigebracht, aber nun beschäftigte mich mehr das Leben jenseits von Soll und Haben.
„ Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen“.-Stalin, die Russen, Hitler ?
Wer hatte mich enterbt ?
Wofür hatte ich im Krieg meine Pflicht getan?-
Wo ist Gott?
Was sagt mein religiöses Gewissen?
Diese Fragen waren für mich nun wichtig geworden.
Als evangelischer Christ wollte ich auch den katholischen Glauben näher kennen lernen.
Ich meldete mich beim Bauorden,
einer katholischen Laien-Organisation, die in Frankreich Wieder-Aufbauarbeit von kriegs- zerstörten Gebäuden für junge Menschen organisierte.
Ich lernte Pater Haimo in Herleshausen, der für den Bauorden arbeitete, und in Hardegsen bei Göttingen einen älteren pensionierten Bankrat und seine Frau kennen, die ich bald öfter besuchte und mit ihnen diskutierte.
In den Sommerferien 1952 arbeitete ich sechs Wochen lang bei einem Bauorden Projekt in der Bretagne, wo wir ein kleines zerstörtes Dorf wieder aufbauen halfen.
1953 an der Normandie beim Wiederaufbau der Nebengebäude eines Benediktiner-Klosters.
Dort wohnten wir in den alten Klostergebäuden und nahmen unsere Mahlzeiten mit den Mönchen ein.
Es waren nur noch ein Dutzend und die meisten von ihn über 60 Jahre alt. Wir lauschten ihren Andachten und Gesängen und noch heute habe ich diese sakrale Umgebung in guter Erinnerung. Dem katholischen Glauben näher brachte sie mich aber auch nicht.-
Mein Gott ist jene dem menschlichen Verstand unfaßbare und nicht darstellbare höhere Macht,
höher denn alle Vernunft, die alle Ereignisse des Universums lenkt und alle Wunder unserer Lebenswelt geschaffen hat.
Ohne Gott wäre mein Leben sinnlos.
(der Wolken, Luft und Winde gibt Wege,Lauf und Bahn,
der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.
p.g.)
...Mein Gott
( blätter fallen alles fällt
auch du und doch
ist da eine hand
die dich ewig hält
frei nach r.m.r.)
braucht auch keine Theodizee, da er kein Mensch ist, also auch keine menschlichen Eigenschaften und Gestalt, kein Geschlecht, keinen Geist und keine Seele hat, wie wir Menschen.
Mein Gott ist weder gut noch böse, sein Wirken für uns Menschen unvoraussehbar und nicht berechenbar,
wie Imponderabilien,
von denen Otto von Bismarck mal gesagt haben soll, sie seien mächtiger als die stärksten Heere und die dicksten Geldbeutel.
Ich fühle mich als evangelischer Christ, der an Gott glaubt. Jeder Mensch hat seinen eigenen Gott - oder gar keinen.
Ich glaube an das Wunder des Lebens auf unserem blauen Planeten.
Aber mit meinem Gott kann ich nicht an die Trinity der christlichen Kirche glauben, und auch nicht an viele der veralteten und verkrusteten Dogmen.
Denn Gott als Menschen darzustellen ist Götzen-Dienst. Auch Jesus von Nazareth war nur ein Mensch.
Seit der Niederschrift der Bibel und auch des Neuen Testaments hat der menschliche Verstand viel dazugelernt und auch unser Religionsverständnis muß sich ändern...