4. Dec. 08, 18:07
gk--schweinezyklus
"Die Macht verschiebt sich". (Spiegel Nr. 32/08. S.134). Der britische Politikwissenschaftler Colin Crouch schreibt über seine umstrittene Theorie der Postdemokratie u.a.:
Der Staat verzichtet weitgehend auf Interventionen in die kapitalistischen Wirtschaftsstrukturen, und die Lobbys erhalten größtmögliche Freiräume.-
In der Postdemokratie, in der immer mehr Macht an (Wirtschafts-)Eliten außerhalb der demokratischen Institutionen geht, stehen die Chancen zur Umverteilung von Wohlstand tatsächlich sehr schlecht.---
Was der Nachfolger Mao Tsetungs Deng Xiaong in China seinem Volk zurief: Werdet reich!, gilt nun wohl auch in allen Ante-und Postdemokratien unserer Mulikulti-Welt: materieller Profit für jeden.
Leider werden die materiellen Ressourcen dieser Erde für alle Menschen schon jetzt zu wenig und die Schere zwischen Arm und Reich, auch in den Demokratien, immer größer.
Und wenn ein Redakteur eines erstklassigen Wochenmagazins schreibt, dass unsere Demokratie die Grundlage unseres heutigen Wohlstands ist, brauchte man sich nicht wundern, dass auch in diesem Magazin „ Enten" an der Tagesordnung sind.-
(30.9.08.)
Nun verkünden auch unsere Wirtschaftsanalysten eine Rezession. Allerdings erstmal bis 2010.
Vielleicht denken sie an einen so genannten Schweinezyklus, aber die fossilen Energiereserven wachsen nicht wie Ferkel in sieben Jahren nach.
Dazu braucht es, wenn überhaupt jemals, 100.000 Jahre. Unser Erdöl-, Gas-und Kohleparadies wird weiter schrumpfen, je mehr wir davon unvernünftig verschwenden, desto schneller.
Aber vielleicht gibt es auch bei uns noch vernünftige Politiker und Wirtschaftsführer, die versuchen werden, wie die drei klugen Jungfrauen in der Bibel mit dem Öl für ihre Lampen, mit diesen endlichen Vorräten sparsam und maßvoll zum Wohle der ganzen Volksgemeinschaft umzugehen (Demütig nach Thomas von Aquin).
Auf jeden Fall wird unser heutiger Lebensstandard - und z.Tl. schon dekadenter Lebensstil - langsamer oder schneller weiter schrumpfen.---------------- Und nun holt sich im postdemokratischen Profitwettkampf jede „wichtige“ Berufsgruppe mit Streiks oder Streik-Androhung nach dem Motto „rette sich wer kann“ geldwerte Vorteile gegenüber der Gemeinschaft; Flugzeug- und Lokführer, auch sonstiges Personal in den Verkehrs-und Transportbetrieben, und nun auch die „Götter in weiß". Unsere Politiker verhindern das nicht, um bei nächster Gelegenheit das als „notwendige Anpassung“ selber nachmachen zu können, und wohl auch, um weiter als Vorzugspatienten behandelt zu werden.-------
Warum sehen auch Rezessionsanalysten die globale Erdöl-Verknappung und -Verteuerung kaum als Ursache der Wirtschaftskrise? Global und regional ist der steigende Barrelpreis maßgeblich für den Abschwung, und letztendlich auch für den Ausbruch der US-Immobilie-Krise. Und auch die Annahme, in USA die Abhängigkeit vom arabischen Nahostöl durch Bau neuer Kernkraftwerke vermindern zu können, ist illusorisch, da AKWs nur Strom aber keinen Sprit erzeugen können. Außerdem sind die USA und die Saudis aus militärpolitischen Gründen eng miteinander verstrickt, denn die Prinzen-Regierung braucht US-Militär, um ihren politischen Statusquo zu schützen, und USA Erdöl auf Dollar-Währung, um diese weltweit nicht ins Bodenlose absacken zu lassen. Auch sind fast alle kriegerischen Flug-und Fahrzeuge nur mit Erdöl mobil. - Und auch mit AKWs und erneuerbaren Energien können die USA ihren heutigen Verbrauch nicht ersetzen.—Bye bye paradise.-- Paradies ade.---
In dem „großen Humorkalender" steht (als Monatsweisheit für den August): „Die Menschen erkennen erst ihr Paradies, wenn sie daraus vertrieben werden." Leider kein Witz!---
Der Staat verzichtet weitgehend auf Interventionen in die kapitalistischen Wirtschaftsstrukturen, und die Lobbys erhalten größtmögliche Freiräume.-
In der Postdemokratie, in der immer mehr Macht an (Wirtschafts-)Eliten außerhalb der demokratischen Institutionen geht, stehen die Chancen zur Umverteilung von Wohlstand tatsächlich sehr schlecht.---
Was der Nachfolger Mao Tsetungs Deng Xiaong in China seinem Volk zurief: Werdet reich!, gilt nun wohl auch in allen Ante-und Postdemokratien unserer Mulikulti-Welt: materieller Profit für jeden.
Leider werden die materiellen Ressourcen dieser Erde für alle Menschen schon jetzt zu wenig und die Schere zwischen Arm und Reich, auch in den Demokratien, immer größer.
Und wenn ein Redakteur eines erstklassigen Wochenmagazins schreibt, dass unsere Demokratie die Grundlage unseres heutigen Wohlstands ist, brauchte man sich nicht wundern, dass auch in diesem Magazin „ Enten" an der Tagesordnung sind.-
(30.9.08.)
Nun verkünden auch unsere Wirtschaftsanalysten eine Rezession. Allerdings erstmal bis 2010.
Vielleicht denken sie an einen so genannten Schweinezyklus, aber die fossilen Energiereserven wachsen nicht wie Ferkel in sieben Jahren nach.
Dazu braucht es, wenn überhaupt jemals, 100.000 Jahre. Unser Erdöl-, Gas-und Kohleparadies wird weiter schrumpfen, je mehr wir davon unvernünftig verschwenden, desto schneller.
Aber vielleicht gibt es auch bei uns noch vernünftige Politiker und Wirtschaftsführer, die versuchen werden, wie die drei klugen Jungfrauen in der Bibel mit dem Öl für ihre Lampen, mit diesen endlichen Vorräten sparsam und maßvoll zum Wohle der ganzen Volksgemeinschaft umzugehen (Demütig nach Thomas von Aquin).
Auf jeden Fall wird unser heutiger Lebensstandard - und z.Tl. schon dekadenter Lebensstil - langsamer oder schneller weiter schrumpfen.---------------- Und nun holt sich im postdemokratischen Profitwettkampf jede „wichtige“ Berufsgruppe mit Streiks oder Streik-Androhung nach dem Motto „rette sich wer kann“ geldwerte Vorteile gegenüber der Gemeinschaft; Flugzeug- und Lokführer, auch sonstiges Personal in den Verkehrs-und Transportbetrieben, und nun auch die „Götter in weiß". Unsere Politiker verhindern das nicht, um bei nächster Gelegenheit das als „notwendige Anpassung“ selber nachmachen zu können, und wohl auch, um weiter als Vorzugspatienten behandelt zu werden.-------
Warum sehen auch Rezessionsanalysten die globale Erdöl-Verknappung und -Verteuerung kaum als Ursache der Wirtschaftskrise? Global und regional ist der steigende Barrelpreis maßgeblich für den Abschwung, und letztendlich auch für den Ausbruch der US-Immobilie-Krise. Und auch die Annahme, in USA die Abhängigkeit vom arabischen Nahostöl durch Bau neuer Kernkraftwerke vermindern zu können, ist illusorisch, da AKWs nur Strom aber keinen Sprit erzeugen können. Außerdem sind die USA und die Saudis aus militärpolitischen Gründen eng miteinander verstrickt, denn die Prinzen-Regierung braucht US-Militär, um ihren politischen Statusquo zu schützen, und USA Erdöl auf Dollar-Währung, um diese weltweit nicht ins Bodenlose absacken zu lassen. Auch sind fast alle kriegerischen Flug-und Fahrzeuge nur mit Erdöl mobil. - Und auch mit AKWs und erneuerbaren Energien können die USA ihren heutigen Verbrauch nicht ersetzen.—Bye bye paradise.-- Paradies ade.---
In dem „großen Humorkalender" steht (als Monatsweisheit für den August): „Die Menschen erkennen erst ihr Paradies, wenn sie daraus vertrieben werden." Leider kein Witz!---