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»u.s.a.«



gk.gone west

Spiegel Nr. 42/08. S. 158. Serengeti in Montana.--- USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Doch nun ist das Ende erreicht, bye bye paradise.-
Im Jahr 1800 hat Napoleon Louisiana, das ursprünglich von den Franzosen kolonisierte Gebiet am unteren Mississippi von den Spaniern, die von Mexiko aus eher am Pazifik entlang nach Kalifornien vordrangen, zurückerworben, um es drei Jahre später an die Vereinigten Staaten zu verkaufen, da er Geld für seine Kriege in Europa brauchte. Die Grenzen im Westen Nordamerikas waren damals noch nicht festgelegt und mit dem Erwerb Louisianas stand der weite Nordwesten den schnell Zugreifenden offen.
Zwei Hauptleute des amerikanischen Militärs starteten 1804 die nach ihnen benannte Lewis-and-Clark-Expedition vom Mississippi zum Pazifik.
Über 6000 km wurden mit anderen Freiwilligen und ihren Familien in dem berühmten Pferdewagenzug zurückgelegt und das Gebiet des Missouri, des Yellowstone und des Columbia Flusses bis zum Pazifik erkundet und wertvolle Beobachtungen über Geographie, Fauna, Flora und Einwohner des Gebietes gesammelt.
Die Kunde von der Lewis-and-Clark-Expedition und dem wilden Westen begeisterte viele junge Leute aus Siedler Familien in den Oststaaten und mit Pferd und Wagen verwirklichten sie das Motto "Go West".
Das gesamte Gebiet im Nordwesten, viel größer als die bisherigen Oststaaten, wurde zum Staatsbesitz erklärt, es war von wenigen Indianerstämmen nur dünn besiedelt. Die neuen Siedler bekamen Ackerland kostenlos zugeteilt. Die Wälder, eingeteilt in Quadratmeilen, wurden den Eisenbahngesellschaften für den Bau neuer Bahnlinien in den weiten Westen übereignet.—
Vor gut 200 Jahren begann mit der Nutzung der Steinkohle in Europa, zuerst in England, das Industriezeitalter.
Das Paradies der fossilen irdischen Energievorräte war eröffnet.
Vor gut 100 Jahren begann dann das Erdölparadies, oft verbunden mit Erdgas-Produktion, das zuerst durch die beiden Weltkriege zwar behindert, aber zugleich angefeuert wurde (Moltke: der Krieg ist der Vater aller Dinge).
Mit der Erfindung des Verbrennungsmotors und der dann durch die einmalige, noch nie dagewesene Mobilität für Verkehr und Transport, die auch unsere heutige globale Wirtschaft erst ermöglichte, entstand der Wohlstand und der hohe Lebensstandard (unser Luxus-Paradies), in dem wir in Deutschland fast alle leben.
In USA begann die Pkw-Massenfertigung am laufenden Band (Ford Modell T: egal welche Farbe, Hauptsache sie ist schwarz). Das Flugzeug wurde dort zum wichtigsten Verkehrsmittel. Im in Zweiten Weltkrieg wurden auch LKWs in Massenproduktion (zuerst für die russische Armee) gefertigt. Nach dem Krieg wurde die deutsche Autoproduktion Weltspitze. Doch nun leidet schon die amerikanische Wirtschaft, der größte Sprit-Verbraucher (und -Vergeuder) der Welt unter der Verteuerung des Erdölpreises. Denn letztendlich geht auch die Immobilienkrise (Kreditkrise) darauf zurück. Seit Bretton Woods war der Dollar nicht mehr an die Goldwährung gebunden, man konnte Greenbacks nach Belieben drucken und weltweit dafür einkaufen, sozusagen mit zinslosem Kredit. Zugleich blühte vor allem in USA die Kreditkarten-Wirtschäft, die nach weitere Abschreibungen nach sich ziehen wird.---
Als im Laufe der Industrialisierung im 19.Jahrhundert Kapitalgesellschaften eingeführt wurden, Handelsgesellschaften, die als juristische Person rechtsfähig sind, während bei Personalgesellschaften jeder Teilhaber persönlich voll haftbar ist, wurde im Sinne des Liberalismus in der Wirtschaft die persönliche Haftung der teilnehmenden Personen auf ihre Kapitaleinlagen beschränkt.
In USA, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg die Richtung zur freien Finanzwirtschaft im deregulierten Börsenhandel vorgegeben. Zwar war in vorhergegangenen Jahrhunderten auch in der Kamera- listik stets ein Gewinnstreben vorgesehen, doch vor allem als ethisches Ziel körperlicher und geistiger Arbeit, als Selbsterhaltungtrieb zur Sicherung des eigenen Daseins und das der Gemeinschaft. Leider wurde der Gemeinschaftssinn schon in der Weimarer Republik im industriellen Kapitalismus und dann auch im Grundgesetz der Bundesrepublik im Sinne der Volksgemeinschaft - wie maßlos übertrieben während der Nazizeit und zu Beginn der beiden Weltkriege - nicht mehr propagiert.--- Erst mit der Nutzung der fossilen Energievorräte begann mit der Industrialisierung in der Finanzwirtschaft das grenzenlose Profitstreben.
Doch mit der Verknappung und Verteuerung des Erdöls bricht diese Fantasie-Finanzwirtschaft nun zusammen.-
Mit dem Barrel-Preis steigt und sinkt -umgekehrt- die Wertschöpfung der menschlichen Arbeitsstunde in den Industrieländern, d.h. wir müssen jetzt länger arbeiten, der Stundenlohn wird sinken.-
Leider wird die globale Rezession besonders in den Auto-Ländern USA und Deutschland weiteres Unheil anrichten.
In USA wirkt sich die Verteuerung der Flugpreise schon wirtschaftshemmend aus und natürlich auch sinkende Verkaufszahlen in der Autoindustrie. Um neue Arbeitsplätze zu schaffen, werden neue Betriebe z.B. in der Bekleidungs- und Schuhindustrie geschaffen werden, die vorher wegen billiger Einfuhren aus China stillgelegt wurden. Daher wird auch das chinesische Wirtschaftswachstum zurückgehen. In der Wirtschaftszone Guangzu klagen schon jetzt kleine Schuhfabriken über schwindende Aufträge aus den USA.
Die USA sind noch immer ein großes reiches Land mit viel Ressourcen und werden die Rezession besser verkraften als Deutschland. Auch die Bevölkerungsdichte ist nicht so hoch wie in Deutschland bzw. Europa.-- Wenn die Rezession in Deutschland vor allem bei der Autoindustrie, die ca. 40 % unseres BIP generiert, voll zu Buche schlägt, werden wir unseren heutigen Armutsbegriff weit herunterschrauben und außer den Managergehältern auch die Beamten- und Tarif-Einkommen infrage stellen und unsere Sozialleistungen kürzen müssen. So lange das deutsche Lohnniveau nicht an das der anderen Euro-Länder, vor allem der neuen Ostländer angepasst ist, wird die Arbeitslosigkeit in Deutschland stark zunehmen. –

Den Schweinezyklus wird es auch global nicht geben, da Erdöl -wenn überhaupt- erst nach vielen Jahrtausenden neu sprudeln kann.---


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Religionsfreiheit für den Islam in Deutschland, kann es nur geben, wenn er in seiner gesamten Religionsausübung Offenheit zeigt, d.h. die Landessprache deutsch spricht, genauso wie die katholische Kirche, die in Deutschland überall Deutsch spricht, nicht lateinisch oder italienisch.---

gk---lame duck deutschland

Erdöl ist das Schmiermittel der globalen Wirtschaft - und keiner scheints zu merken.
Wahrscheinlich ist es noch zu billig.
Aber schon jetzt stört der Barrel-Preisanstieg empfindlich die US Wirtschaft, denn dort wird der meiste Sprit verbraucht, vor allem fürs Fliegen, aber auch in Europa und allen anderen Industriestaaten würgt er den "Aufschwung" ab.------

Lame duck George W. besucht die Saudis und fordert sie auf, ihre Ölförderung zu erhöhen. Sie lächeln und bleiben cool. Der US-Präsident kann seine große Militärmacht ohne Öl nicht einsetzen. Und die Ölländer würden eher ihre Produktion herabsetzen, um für ihre Vorräte noch möglichst lange dann auch noch höhere Preise zu erzielen.

Lame ducks sind alle Länder, die Öl brauchen und nicht produzieren, z.B. Deutschland, denn die Ölländer sitzen am längeren Hebel.
Für uns Deutsche wäre eine enge Zusammenarbeit mit Russland naheliegend, die schon seit vielen Generationen in Adelskreisen üblich war.--
Putins Studienfreund Tschubais in Sankt Petersburg hat mit seinen Studenten einen zukunftweisenden Elektrizitätsprojekt-Plan entwickelt.
Ein gewaltiges Stromnetz von Gibraltar nach Wladiwostok könnte noch für mehrere Jahrhunderte eine sichere Stromversorgung in Europa und Nordasien gewährleisten. Sämtliche Stromerzeuger dieses kontinentübergreifenden Gebietes könnten an die starken Gleichstrom-Überlandleitungen angeschlossen werden, und so gleichzeitig einen natürlichen Stromspeicher schaffen durch die wegen der Erdumdrehung unterschiedlichen Tag- und Nachtzeiten mit entsprechend gestaffelten Verbrauchs- und Erzeugungszeiten.
Natürlich wäre dafür eine friedliche und vernünftige Zusammenarbeit sämtlicher Länder in diesem Riesengebiet notwendig, auch mit den benachbarten Staaten, mit speziellen gemeinsamen Institutionen für die Planung, Finanzierung und Ausführung, wodurch auch der Lebensstandard sich allmählich angleichen würde.
Dieses Projekt könnte die fossilen, solaren und sonstigen Energiereserven bestmöglich und vernünftig nutzen und wäre der Beweis, dass der menschliche Geist auch ohne Kanonen eine friedliche ultimo ratio ersinnen kann.

Leider wird dieses ideale Projekt wohl Planung bleiben, zumindestens solange wie in den westlichen Staaten demokratische Regierungen im heutigen Stil arbeiten. Deutschland bietet ein schlechtes Beispiel mit der großen Koalition.
Wenige eindeutige Beschlüsse wurden bisher gefasst und in der zweiten Halbzeit werden es wohl null sein. Wichtigste Ursache dafür ist wohl der föderalistische Status des deutschen Länderbundes. Jeder Landesminister kocht sein eigenes Süppchen - das Öl dafür ist ja noch billig genug - und manch einer scheint noch "stolz" (Hochmut kommt vor den Fall) darauf zu sein, dass es bis heute kein einheitliches deutsches Abitur gibt. Es fehlt eben die "Bildung". - Russland und China könnten sich wahrscheinlich eher auf ein so weitsichtiges Stromprojekt einigen.- Natürlich ist auch die US-amerikanischer Demokratie nicht das Gelbe vom Ei (siehe Guantanamo, Todesstrafe, Wahl-Prozedur u.a.)-

8.6.08. Steigender Ölpreis : Bedrohung für die globale Wirtschaft ! In Japan tagen die G-7-Staaten einschließlich Russland, China, Indien und Nordkorea. Hoffentlich können sie eine friedliche Lösung für dies Problem auf dem Zenit unseres Erdöl-Paradies finden.
Eine bessere Möglichkeit wäre noch eine neutrale, tatkräftige und wirkungsvolle Behörde, bei der UNO angesiedelt, die in enger Zusammenarbeit mit der Opec und allen anderen ölexportierenden Ländern eine gerechte Verteilungs-Struktur schaffen könnte und eine für Produzenten und Verbraucher annehmbare Preisgestalltung der zur Neige gehenden Vorräte. Natürlich müsste dafür dann auch das Veto-Recht der und ständigen S.. (Secutity Council) Mitglieder stillgelegt werden. Parallel dazu müßte jedes Land eine kleine Zweigbehörde haben, die im eigenen Land die Verteilung und Preisgestaltung regelt.- Die ganze Welt kann nur hoffen, dass eine friedliche Verteilung der fossilen Energievorräte stattfinden wird ohne militärische Kämpfe oder gar einen Atomkrieg, der den Rest der Menschen auf einen vor- paradiesischen Zustand (Neandertaler) verkümmern lassen würde.-
Am besten natürlich machens die Saudis.! ! ! -----------------------------------------------------

bi_in portland

Am Samstag, dem 31. Mai 86, flog ich früh mit der KLM/United Airlines vom Flughafen Nürnberg, wohin mich Stephen mit dem Auto brachte, über Frankfurt, Amsterdam und Seattle nach Portland, wo ich vom Flughafen mit Ilse telefonierte und sie mich mit dem Auto abholte.
Ilse und Bill hatten damals einen kleinen Pinto Station Wagon.
Am Sonntag fuhren wir in den Rosengarten zu einer großen Aufführung im Freiluftheater und danach ins Hallen-Schwimmbad ihres Fitnes-Vereins. Vor und nach dem Schwimmen gabs eine heiße Dusche.
Bill hatte vor kurzem einen Schlaganfall gehabt und war deshalb noch in einem nahe gelegenen Erholungsheim, wo er ein eigenes Zimmer bewohnte.
Am Montag morgen fuhren Ilse und ich auf dem Freeway 99 über Salem und Albany nach Corvallis, wo wir eine ihrer Freundinnen besuchten, und nach dem Mittagessen weiter zur Küsten Straße 101 am Sea Lions Cave, wo wir vom Aussichtspunkt am Touristen Kiosk weit aufs Meer und tief unten in ihrer kleinen Felsenbucht den jungen Seelöwen beim Spielen zuschauen konnten.
Dann weiter über Coos Bay und Gold Beach nach Brookings, wo wir unsere Freunde Mike Page und seine Frau Frances besuchten. Wir wurden herzlich eingeladen zum Essen und Übernachten.
Am nächsten Morgen fuhren wir mit Mike zum kleinen Fischerhafen am Chetco Fluß, wo Mike früher sein eigenes Boot liegen hatte, zur Chetco Kredit Union, der örtlichen Sparkasse, zu Dave Fortier, unserm alten Rechtsanwalt, der auch ein wenig Deutsch sprechen konnte;
auch zu unserem alten Haus an der kleinen Steilküstenbucht und zum langen Badestrand vor den hohen Felswänden am Camping-Park nördlich des Ortes.
Der eine dunkle Sand dort lädt zwar zum Sonnenbaden und Strandlaufen ein, aber weniger zu einem Bad im Meer, da das Wasser meist ziemlich kühl ist wegen des kalten Polar Stromes, der dicht an der Küste nach Süden zieht.
Zum Dinner luden wir Frances und Mike in ein großes Restaurant an der Hauptstraße ein.
Nachmittags besuchten wir ihren Sohn Tom, der sich mit seiner Frau Gloria ein modernes Haus an der anderen Ecke des großen Familien-Grundstücks gebaut hatte.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns und fuhren zurück auf der Küstenstraße 101 gen Norden.
Zuerst in einen großen privaten Campingplatz, den dort ein Bekannter, der früher in Polen eine Metzgerei hatte, vor einigen Jahren gegründet hätte.
Das Honey Bear Camping waren gut besucht, vor allem wegen der erstklassigen Küche in seinem Camprestaurant. Dort aßen wir zu Mittag und kauften ein großes Stück geräucherten Naturlachs (an der Oregon Coast gibt es noch keine künstliche Lachszucht wie in den norwegischen Fjorden).
Wir fuhren weiter zu den Oregon Dunes, einem etwa 20 Kilometer langen und zwei bis 3 km breiten Naturschutzgebiet mit hohen Sandhügeln, die sich im Laufe der Jahrhunderte durch den Meeres Wind hinter dem Stand gebildet haben und die auch weiter ständig ihre Form und Höhe durch den Wind verändern.
Am Wachhaus kann man auch vierrädrige Motor-Buggies mieten, mit denen man auf den Dünen und am Strand herumkurven kann, wie man sie auch auf unseren Straßen jetzt manchmal sieht.
Ilse machte einen langen Spaziergang auf dem Strand und ich einen kürzeren, meinen Möglichkeiten entsprechend. Wir machten noch an Otters Rock und anderen Aussichtspunkten auf der Küstenstraße halt, in Depot Bay nochmal einen Strandspaziergang und waren dann am späten Abend wieder an Ilses Haus.-

Einen Tag später lagen im Portlander Hafen 1 US-Zerstörer und 2 Corvetten, die man kostenlos besichtigen konnte.
So gab es in der großen Stadt immer etwa zu sehen und zu erforschen.
-Fast jeden Tag besuchten wir auch Bill in seinem Genesungsheim.-
Ende der Woche fuhren wir für zwei Tage nach Vancouver B.C. in Canada, um dort eine Ausstellung zu besuchen, und danach schlenderten wir noch durch China Town.-
Um Ilse während Bills Krankheit nicht zu sehr bei seiner Pflege zu stören, buchte ich meine Flüge nach Portland immer nur für zwei Wochen und so ging mein Flieger dann bald wieder nachhause.

bi_in karpatentälern

In der 2. September-Hälfte buchte ich, wie jedes Jahr im Herbst, einen zweiwöchigen Hin- und Rückflug von Nürnberg nach Portland/OR zugleich mit einem Mietwagen am dortigen Flughafen, um meine Schwester Ilse zu besuchen. Am 22. und 29. machten wir zusammen eine Autotour nach Vancouver/BC und vorher hatten wir auch schon eine Fahrt nach Brookings unternommen.

Zurück in Bubenreuth fuhr ich mit meinem Auto am 14. November in die Tschechoslowakei.
In Prag und Pressburg benutzte ich wieder mein Klapprad für die Stadtrundfahrten.
Danach fuhr ich weiter durch die Ostslowakei bis Kaschau (Kosice), der größten Stadt dort, dann aber schnell zurück nachhause, da es in den Karpatentälern, wo ich auch mehrere Zigeunersiedlungen sah, schon winterlich kalt wurde mit leichtem Schneefall.---

bi_von west nach ost

In der 2. September-Hälfte buchte ich, wie jedes Jahr im Herbst, einen zweiwöchigen Hin- und Rückflug von Nürnberg nach Portland/OR zugleich mit einem Mietwagen am dortigen Flughafen, um meine Schwester Ilse zu besuchen. Am 22. und 29. machten wir zusammen eine Autotour nach Vancouver/BC und vorher hatten wir auch schon eine Fahrt nach Brookings unternommen.

Zurück in Bubenreuth fuhr ich mit meinem Auto am 14. November in die Tschechoslowakei.
In Prag und Pressburg benutzte ich wieder mein Klapprad für die Stadtrundfahrten.
Danach fuhr ich weiter durch die Ostslowakei bis Kaschau (Kosice), der größten Stadt dort, dann aber schnell zurück nachhause, da es in den Karpatentälern, wo ich auch mehrere Zigeunersiedlungen sah, schon winterlich kalt wurde mit leichtem Schneefall.---

bi_von west nach ost

In der 2. September-Hälfte buchte ich, wie jedes Jahr im Herbst, einen zweiwöchigen Hin- und Rückflug von Nürnberg nach Portland/OR zugleich mit einem Mietwagen am dortigen Flughafen, um meine Schwester Ilse zu besuchen. Am 22. und 29. machten wir zusammen eine Autotour nach Vancouver/BC und vorher hatten wir auch schon eine Fahrt nach Brookings unternommen.

Zurück in Bubenreuth fuhr ich mit meinem Auto am 14. November in die Tschechoslowakei.
In Prag und Pressburg benutzte ich wieder mein Klapprad für die Stadtrundfahrten.
Danach fuhr ich weiter durch die Ostslowakei bis Kaschau (Kosice), der größten Stadt dort, dann aber schnell zurück nachhause, da es in den Karpatentälern, wo ich auch mehrere Zigeunersiedlungen sah, schon winterlich kalt wurde mit leichtem Schneefall.---

bi_ usa-tour teil II

Über Dallas, Shreveport und Baton Rouge in Louisiana fuhren wir nach New Orleans, wo wir uns drei Tagelang die Altstadt, damals noch weitgehend original und nicht hochwassergeschädigt, und andere Sehenswürdigkeiten anschauten.
Dort schliefen wir auch diesmal wieder in einer uralten Herberge aus der Pferdewagenzeit.
Ansonsten schlief ich unterwegs auf einem ruhigen Parkplatz meist im Auto und die beiden Jungens daneben in ihren Schlafsäcken, da es noch ziemlich warm war.

Weiter fuhren wir an der Golfküste entlang durch den Südzipfel von Mississippi , durch Mobile/Alabama und den West Zipfel von Florida nach Albany/Georgia, wo wir Marias Vetter Volkmar und seine Familie besuchten.
Wir wurden wieder sehr freundlich in ihrem schönen Haus und großem Grundstück mit vielen Bäumen, darunter auch Palmen, aufgenommen und bewirtet.
Die beiden Söhne waren etwa gleichalterig mit Stephen und Michael und konnten sich trotz einiger Sprachschwierigkeiten gut unterhalten.
Nach zwei erholsamen Tagen ging unsere Reise weiter Richtung Nordosten nach Savannah an der Atlantikküste, dann nordwärts durch South und North Carolina.
Es war noch ziemlich heiß und als die Jungens eines Nachts nicht schlafen konnten, nahm sie ein Trucker mit zur nächsten Tankstelle, wo sie sich eine kalte Limo kaufen konnten.
Ein andermal weckte uns nachts eine Polizeistreife und machte uns darauf aufmerksam, dass in der Gegend manchmal nächtliche Überfälle stattfanden.
Wir landeten aber gut in Richmond/Virginia und hatten dann noch einige Tage Zeit, uns die Hauptstadt mit Umgebung anzuschauen.
Zuerst besuchten wir den großen Helden-Friedhof in Arlington und wanderten dort fast einen ganzen Tag lang herum.-

Wie wir zufällig einmal erfuhren, sind auch unsere drei Söhne als wehrfähige US Bürger registriert, falls in USA im Notfall einmal die Wehrpflicht ausgerufen werden sollte. Nachdem nun alle drei über 40 Jahre alt sind, werden sie wohl keinen Einberufungsbefehl mehr befürchten müssen.-

Auch aller anderen Sehenswürdigkeiten in Washington D.C. besichtigten wir und fuhren dann weiter nach New Jersey.

Für 100 $ verkauften wir dort unseren Pontiac und ein bekannter fuhr uns in seinem Auto zum Kennedy Airport, wo am nächsten Morgen unser Flug nach Deutschland startete, den wir schon lange gebucht hatten.-

Wir waren 4 Wochen unterwegs, auf meinem Konto war aber nur für zwei Wochen Arbeitslosengeld eingegangen. Mir wurde gesagt, ich hätte mich nach zwei Wochen beim Arbeitsamt wieder melden müssen, da mir als Arbeitsloser nur zwei Wochen Urlaub zustehen.
Auf meine Beschwerde hin, dass mir das vorher niemand gesagt hatte, bekam ich später die Nachzahlung.-

bi_ tour durch u.s.a. 1980

Nach der Pfingstferientour mit Christian nach Polen, wurde ich am 1. Juli 1980 von meiner Firma Rehau Plastics arbeitslos gemeldet.
Mein Chef sagte mir, ich könne ein Jahr lang stempeln gehen und Arbeitslosengeld beziehen.
Ich war nun 59 Jahre alt und konnte dann ab 60 Rente beantragen und sagte mir, eh wurscht, und dachte gar nicht daran, beim Arbeitsgericht zu klagen.

Für August plante ich mit Stephen (17) und Michael (15) eine vierwöchige Reise in die USA.
Beide sind deutsche und durch Geburt US Bürger.
Wir flogen von Frankfurt nach New York.
Einen Tag lang liefen wir durch den Central Park und Manhatten Park am Südufer mit Blick auf Liberty Island und die Freiheitsstatue.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach New Jersey und kauften bei einem Gebrauchtwagenhändler für 150 Dollar einen alten hellbraunen Zwölfzylinder Pontiac, mit dem wir sofort losfuhren Richtung Westen.

Zuerst durch Pennsylvania und New York State zu den Niagara Falls.
Dann am EerieSee entlang nach Ohio.
Über Cleveland und durch Indiana nach Chicago.
Dort einen Tag sightseeing dann weiter westwärts durch Iowa und Nebraska, die endlosen Mais- und Getreidefelder des Mittelwestens.
Über Denver und Salt Lake City dann zum und Yellowstone Park , wo wir außer den Geysiren auch einige Bären sahen. Durch die Rocky Mountains in Montana nach Idaho zum Snake River und weiter am Ufer des Columbia nach Portland/Oregon, wo meine Schwester Ilse und ihr Mann Bill uns schon erwarteten.
Dort verbrachten wir einige schöne Tage auf ihrem großen Anwesen auf dem steilen Hang der Randberge hoch über der breiten Talebene am Zusammenfluß des Willamette in den Columbia River mit Blick auf die großen Vulkanberge Mount Adams und St.Helens am Horizont.
Sie fuhren uns in Bills neuem Auto zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt und in der näheren und weiteren Umgebung.
Nach einer Woche nahmen wir Abschied, um über die Straße an der Oregon Coast nach Brookings zu fahren.
Dort besuchten wir meinen alten Freund Mike Page und seine Frau.
Auf seinem großen Grundstück bauten die Jungens ihr Zelt auf und Mike fuhr mit uns in seinem Auto zu dem Haus in dem wir 9 Jahre gewohnt hatten, dass vom neuen Besitzer inzwischen erweitert wurde; zum Sperrholzwerk, dass längst nicht mehr Genossenschaftsbetrieb ist und von der Konkurrenzfirma übernommen wurde, zum Fischerhafen, zu unserem Badeplatz 9 km flussaufwärts am Chetco River, wo das Wasser im Sommer immer viel wärmer ist als am Meeresstrand, und zu vielen anderen Stellen, die wir von damals noch kannten.
In der kleinen Werkstatt eines guten Freundes wurden die altersmüden Bremsen unseres Pontiac repariert.
Dann fuhren wir weiter Richtung Kalifornien, auch wenn 4 Zylinder des Motors nach wie vor nur sporadisch arbeiteten. Aber die 8 anderen reichten vollkommen für unser gemütliches Tempo und Sprit war damals noch spottbillig.

Südlich von Brookings erstreckt sich eine flache über 50 Kilometer lange und 10 bis 20 km breite Ebene zwischen Küstengebirge und Pazifik etwa 20 m überm Meeresspiegel mit Lehmboden gut für Ackerbau und Viehzucht.
Dort gab es viele Bauern, die sich auf die Zucht von Lilienzwiebeln spezialisiert hatten (Lilly Fields).
Wir holten uns früher dort bei einem Milchbauern alle drei Tage unsere Milch in Gallon(=gut dreieinhalb Liter)-Kanistern.-

Nun fuhren wir aber weiter nach Kalifornien, an der Küstenstentraße entlang, durch Sonoma County mit seinen Weingütern und über die Golden Gate Bridge nach San Franzisko.
Nach zwei Tagen weiter über Palo Alto und San Jose ins San Joaquin Valley mit seinen Weinbergen, durch Fresno und Bakersfield nach Los Angeles, Disney Land und Long Beach, San Diego und das große stählerne Grenztor nach Mexiko.
Da durften wir aber mit unserem alten Pontiac nicht durch und fuhren weiter auf dem Freeway (Autobahn) entlang der mexikanischen Grenze nach Osten.
Bald stoppte uns aber eine Grenzpolizeistreife und kontrollierte unsere Papiere und Auto.
Wir drei hatten braun gebrannte Gesichter und besonders Michael trug damals schulterlange dunkle Haare.
Für die Cops waren wir in Phoenix Arizona und weit weg von der mexikanischen Grenze.
Weiter fuhren wir über Tucson nach New Mexiko.
Wir überquerten den Rio Grande und waren dann bald in Texas und wieder dicht an der mexikanischen Grenze.
Auf dem Freeway hinter El Paso verpasste uns eine Polizeistreife, wie vor fast 20 Jahren, wieder eine Verwarnung über 10 $, weil wir etwas zu schnell gefahren waren.
Da die Öl-Barone im reichen Texas sich eine große Polizeitruppe halten, um ihre lange Grenze gegen mexikanische Einwanderer zu schützen, mußte sich diese auch rentieren.-

bi_vetter willi liebe

Im Frühjahr 1973 hatte ich versucht, Maria für einen mehrtägigen Ausflug zur Tulpenblühte in Holland zu gewinnen, aber leider ohne Erfolg.
Wahrscheinlich hat sie darunter gelitten, dass ich ein eingefleischter Reiseonkel war, aber mir nie Vorwürfe deswegen gemacht und mir bei meinen Reiseplänen stets freie Hand gelassen hat, wofür ich ihr heute noch dankbar bin.

Im Herbst 1973 fuhr ich für eine Woche, die Kinder hatten Schule, alleine durch die DDR, durch Sachsen, Brandenburg, Meck-Pom, Sachsen Anhalt und Thüringen inklusive Wickersdorf, da ich neugierig war, das Leben dort kennen zu lernen.-

In den Sommerferien 1974 plante ich dann die erste Reise in die alte Heimat mit den vier ältesten Kindern.
Maria blieb lieber mit den beiden jüngsten zuhause.

Als Touristin wollte sie nie mehr in die alte Heimat zurückkehren,
ebenso wie mein Vetter Willi Liebe.

Er war 1928 zur (schwarzen) Reichswehr eingezogen und nach dreimonatiger Infanterieausbildung mitsamt Ausrüstung nachhause entlassen worden.
Alle Jahre gab's eine dreiwöchige Übung und im Sommer 1939 wurde er rechtzeitig zum Polen Feldzug (Kriegsbeginn) eingezogen. Vielleicht hatte er schon vor dem Krieg mit polnischen Bekannten schlechte Erfahrungen gemacht, auf jeden Fall wurde seine Meinung über polnische Menschen durch seine Erfahrungen und Erlebnisse während des Polen Feldzugs weiter negativ beeinflusst.

Krieg ist Krieg und im Kampf heisst es oft: du oder ich , und da gibt es keine Gesetze. Und wilder Hass kann menschliches Fühlen ausschalten.
Willi hat mir erzählt, dass er in einem deutschen Dorf, das von polnischen Fanatikern verwüstet worden war, bevor die deutschen Soldaten eintrafen, auf einem Staketenzaun die Köpfe deutscher Kinder aufgespießt sah. Und ich bin fest überzeugt, dass er mir die Wahrheit sagte.-

Willi blieb den ganzen Krieg über aktiver Soldat bei seiner Einheit, wurde Unteroffizier und war zuletzt mit dem Feldwebel, seinem besten Freund, in Norddeutschland eingesetzt. Dort fiel dieser kurz vor Kriegsende bei einem feindlichen Fliegerangriff. Er hatte einen alten Bauernhof in Wachendorf bei Syke. Dort hatte Willi bei einem Kurzurlaub den Hof, die Frau und drei Kinder kennen gelernt. Bis zum Krieg hatte er den Hof seines Vaters im Himmelstädt bei Landsberg/Warthe bewirtschaftet. Dort waren nun die Russen und er wollte und konnte nicht dahin zurück.

So bot er der Frau seines toten Kameraden an, ihren Hof weiterzuführen. Zuerst hatte er dort ein Zimmer neben dem Pferdestall, heiratete aber bald eine 15 Jahre will nur in ihnen ~ich Frau, die als Bombenflüchtling in dem Dorf lebte. Sie mieteten eine kleine Wohnung in einem Nachbarhaus und blieben kinderlos. 30 Jahre lang arbeitete Willi auf dem Hof, bevor er in Rente ging. Aber noch oft half "Onkel Willi" aus bei den Kindern, die nun schon längst erwachsen waren.
Er war aktives und respektiertes Mitglied im örtlichen Kriegerverein, starb mit 92 Jahren und wurde von seinen Freunden und Bekannten wie einer der Ihren zu Grabe getragen. Seine Frau Lotti lebte noch zwei Jahre in einem Altenheim, starb dann aber auch an einer Infektionskrankheit.
Willi´s jüngerer Bruder Fritz hatte der Metzger gelernt und bei einem Betriebsunfall den linken Arm verloren. Deshalb war er nie Soldat und lebte nach dem Krieg mit Frau und zwei Töchtern in Ost-Berlin. Zu seiner Familie habe ich keinen Kontakt mehr.--

gk_erdbebenzone und atomabfall

Nach dem Besuch meiner Eltern und der Geburt Michaels machten wir noch viele Fahrten im neuen Bus durch unsere nähere Umgebung.

Neben den beiden Küstenstädten Eureka/CA im Süden und Coos Bay im Norden besuchten wir besonders im Sommer die Stadt Medford/OR im Rogue River Tal östlich von Brookings, wohin wir erst auf der Küstenstraße nach Süden über die kalifornische Grenze und dann Richtung Nordosten über das kleine Küstengebirge wieder zurück über die Grenze ins Tal mit dem wärmeren Inlandklima fuhren.
Dort gab es neben großen Einkaufszentren wie auch in den anderen beiden Städten viel Obst-Plantagen, für die es in unserem Küsschen Lima zu kalt war. Obstkisten aus Holzlatten mit 10 Kilo vollreifen süßen Pfirsichen wurden direkt auf den Farmen oft billig angeboten, deren wichtigsten Anbaufrüchten. Auch Äpfel- und Birnen-Gärten gab es und sogar Weinbau.
Im Winter fuhren wir zum Einkaufen meist nach Norden oder Süden, da im Tal und auf den Bergen dann oft Schnee lag.

Öfter fuhren wir auch zum Crater Lake, circa 50 km nordöstlich von Medford, einen über 2700 meterhoher ausgehöhlter Vulkangipfel, in dessen Inneren ein großer 900 m tiefer See schlummert.
Der Bergrand ist etwas ausgezackt, aber rundherum führt oben eine Autostraße. An einer Anlege- stelle kann man Motorboote mieten und es gibt auch eine kleine Insel im See.

Das Kaskaden Gebirge verläuft von der kanadischen Grenze südwärts von der Pazifikküste 150 bis 200 km entfernt parallel durch Washington und Oregon bis ins nördliche Kalifornien. Es ist eigentlich ein Mittelgebirge, westlich der Rocky Mountains, liegt aber am San Andreas Graben, der unterirdischen Reibungs(=Erdbeben)zone zwischen der pazifischen und der nordamerikanischen Platte, die sich entlang der US-Westküste von Kanada bis hinein nach Mexiko erstreckt.
Daher gibt es in den Kaskaden über ein Dutzend Vulkankegel, die das übrige bewaldetee Bergland weit überragen, der höchste von ihnen der Mount Rainier mit fast 4400 m, gute 100 km östlich von Olympia, der Hauptstadt Washingtons.
Die Mount St.Helens Eruption ereignete sich knapp 50 km südlich.

Gut 1000 km weiter im Süden in der gleichen Erdbebenzone, etwa 150 km nordwestlich von Lars Vegas, bauen die USA in einem Granit Felsgebirge über einem unterirdischen Wasserreservoir das weltweit erste staatlich genehmigte Endlager für hochradioaktive Abfälle, sonst hätten laut Bundes-Atomgesetz über die Hälfte der US-Meiler stillgelegt werden müssen. -

Im südlichen Kalifornien sind Erdbeben häufig an der Tagesordnung wie vor nicht allzu langer Zeit bei der Zerstörung der Bay Bridge in San Franzisko, oder das in Los Angeles. -