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»unfall«

bi_blut in moskau

Am 14. Juli flog ich zu meiner ersten Reise nach China ab. Ich buchte die Tour mit Meyers Weltreisen.
Wir waren 25 Teilnehmer und starteten mit Aeroflot-Flugzeug vom Flughafen Berlin-Schoenefeld in der DDR, wohin ich mit Zubringerflug von Nürnberg kam.
Unsere deutsche Reisebegleiterin hieß Monika, eine nette junge Frau, Sinologiestudentin aus Hamburg.
Beim Flug nach Moskau hatten wir schönes Wetter und einen weiten Blick über die Landschaft.
Dabei fiel mir die unterschiedliche Baukultur auf.
Bis zur ehemaligen deutschen Grenze waren fast alle Gebäude mit roten Dachziegeln gedeckt, während weiter östlich dunkle Dach-Bedeckung vorherrschte.

In Moskau besichtigten wir zwei Tage lang die Sehenswürdigkeiten.
Bei der Bus-Rundfahrt hatte ich mein Sonder-Erlebnis. Wir fuhren am Südufer der Moskwa entlang und hielten gegenüber dem Kreml, weil man von dort aus den besten Gesamtanblick auf die Kremtmauer und die dahinter liegenden Bauten hat.
Die schräge betonierte Flußböschung war von Steintreppen bis ins Wasser unterbrochen.
Ich wollte fühlen, wie kalt das Wasser ist, und stieg den nächsten Stufen hinunter.
Auf der vorletzten rutschte ich aus, da sie durch Tangbewuchs glitschig war, aber nur bis zur nächsten,
und viel nicht ins Wasser, dafür hintenüber
und schlug mit dem Hinterkopf auf die Kante einer höheren Stufe.
Es floss etwas Blut und ich wurde in ein Krankenhaus gebracht wo eine Ärztin mit drei Stichen die Wunde zunähte und mit einem großen Pflaster verklebte.-

bi_vater

Maria war im siebenten Monat schwanger, aber alles klappte ohne besondere Vorkommnisse.
Da wir viele Möbel von unserm Vorgänger übernehmen konnten, waren wir bald gut eingerichtet.
Ein Babybett hatte ich schon in Longview gebastelt.
Maria fand bald einen guten Arzt, der sie auch während der Geburt betreute.
Am 25. November 1960 wurde unsere erste Tochter Barbara im Krankenhaus in Crescent City in Kalifornien geboren, da es in Brookings keins gab.

Die Calilornian Line, die Grenze zwischen Oregon und Kalifornien, die etwa 20 km südlich von Brookings und 10 km nördlich von Crescent City, mussten die Autos durch einen Kontrollpukt passieren, da die dortige Staatsregierung fürchtete, dass Schädlinge in ihre Obst-, Wein- und Gemüseplantagen eingeführt werden könnten. Die Stadt, mit einem größeren Fischerei- und Yacht-Hafen ist auf einer flachen Halbzunge am Meer gelegen.

Als Maria Wehen bekam, fuhr ich sie mit dem Auto ins Krankenhaus, musste dann aber zurück zur Arbeit.
Wir arbeiteten damals 10 Stunden am Tag in zwei Schichten, sechs Tage pro Woche, wegen der guten Konjunktur.
Die Sperrungsholzplatten wurden in der Einheitsgröße von 4x 8 Fuß (etwa 1,20x2,40 Meter) gefertigt. Die frisch geschälten Furnier- Platten wurden dann per Hand in die riesigen langen Trockenöfen eingefüttert.

Diesen Job habe ich etwa ein Jahr lang gemacht.
Dann arbeitete ich längere Zeit am anderen Ende des Öfens, wo man die getrockneten Furniere je nach Güteklasse beurteilen und markieren und auf die verschiedenen Loren ziehen musste.
Dort war ich zwei Jahre lang mit Mike Page zusammen, mit dem ich mich gut befreundete.

In der Zeit hatte ich mal einen kleinen Unfall, als ich rücklings auf eine Lore stürzte, und wegen einer Genickprellung für einige Tage ins Krankenhaus musste. Damals hat mich Maria im Werk eine Woche lang vertreten. Da sie aber das Furniere sortieren nicht so schnell lernen konnte, tauschte sie mit einem Kollegen und fütterte die Furniere in den Ofen ein.
Inzwischen war Maria schwanger gewesen und wir hatten am 23. November 1961 im Krankenhaus Crescent City unsere Tochter Annette bekommen.
Am 29. Dezember 1962 wurde unser erster Sohn Stephen ebenfalls in Crescent City geboren.
Unsere drei ältesten Kinder sind also Kalifornier.-